Chronik
Katholische Pfarrgemeinde Heilige Dreifaltigkeit Brandenburg a.d. Havel
Chronik ab 1903 | - 1903 - |

 Hauptseite

      1903 1904 1905 1906 1907 1908 1909
1910 1911 1912 1913 1914 1915 1916 1917 1918 1919
1920 1921 1922 1923 1924 1925 1926 1927 1928 1929
1930 1931 1932 1933 1934 1935 1936 1937 1938 1939
1940 1941 1942 1943 1944 1945 1946 1947 1948 1949
1950 1951 1952 1953 1954 1955 1956 1957 1958 1959
1960 1961 1962 1963 1964 1965 1966 1967 1968 1969
1970 1971 1972 1973 1974 1975 1976 1977 1978 1979
1980 1981 1982 1983 1984 1985 1986 1987 1988 1989
1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999
2000                  
 
Chronik des Jahres 1903

Dokument als PDF-Datei ...

 
 
Am 27. Januar starb der geistliche Rat Pfarrer Schomer welcher 34 Jahre hindurch die Pfarrei Brandenburg in unverdrossener Arbeit verwaltet hat.
Das Vertrauen und die Liebe seiner Pfarrkinder, die hohe Achtung auch seitens der Andersgläubigen kamen so recht zum Ausdruck bei seiner Beerdigung am 3. Februar.
Nach einem feierlichen Requiem, welches um 10 Uhr vom fürstbischöflichen Delegaten Neuber unter Assistenz der drei früheren Kapläne des Verstorbenen zelebriert wurde, begab sich der Trauerzug durch die Brüder-, Stein- und St. Annenstraße nach dem Neustädtischen Friedhofe, woselbst die Leiche auf dem Begräbnisplatz für die katholische Geistlichkeit beigesetzt wurde.
Unter den vielen Verdiensten des Verstorbenen ist besonders hervorzuheben die Umwandlung der katholischen Schule von einer Privat- zu einer öffentlichen Gemeindeschule, die er erst nach langem Kampfe erreicht hat, ferner die Errichtung einer Niederlassung der Schwestern vom 3. Orden des hl. Dominikus und die Erbauung der St. Georgskirche in Rathenow.
Gott möge dem seeleneifrigen Priester weicher Vergelter sein! R.i.p.!
Die Administrative der Pfarrei übernahm der bisherige Kaplan von Brandenburg Scheidtweiler.

Am 29.3. feierte die Gemeinde das 25 jährige Papstjubiläum Leo XIII. früh durch Festgottesdienst und abends im Saale von Ahlert's Berg durch eine Festfeier, in welcher Prälat Dr. Schädler, Domdechant zu Bamberg, die Festrede hielt.
Zwei Festdichtungen "Tu es Petrus" und "die Kurmärker im Vatikan", verfaßt von dem Gemeindemitglied Ernst Riedel wurden vorgetragen.

Am 4. Juni wurde der durch Dekret des Fürstbischofs Kardinal Kopp vom 4. Mai 1903 zum Pfarrer von Brandenburg ernannte bisherige Kaplan zu Reinickendorf Bruno Glasneck durch Herrn Erzpriester Jende - Potsdam - eingeführt.

Nachstehender Bericht über die Einführung ist der Germania entnommen. Pfarrer Glasneck ist geboren am 17. Juni 1872 zu Schönau a./Katzb.
als Sohn eines Lehrers, zum Priester geweiht in Breslau am 21. Juni 1897.
Nach vorübergehender Tätigkeit als Kaplan an der Bonifatiuskirche zu Berlin hatte derselbe als Lokalkaplan den an Berlin angrenzenden Teil der weit ausgedehnten Pfarrei Reinickendorf pastoriert.

Zeitungsartikel Chronik Seite 26

Durch den Feldpropst der Armee Volmar wurde dem Pfarrer Glasneck im Einverständnis mit dem Kriegsministerium die Militärseelsorge über die Katholiken der Garnison Brandenburg übertragen.

Am 30. August feierte der katholische Jungfrauenverein St. Agnes seine Fahnenweihe.

Am 6. Oktober beging die Lehrerin Fräulein Dorothea Niehaus, die in Schule und Vereinsleben sich viele Verdienste erworben, unter großer Anteilnahme der Gemeinde ihr 25 jähriges Dienst- und Ortsjubiläum.

Statistik:

Taufen 88, davon 6 uneheliche Kinder
Trauungen 22, davon 10 Mischehen
Beerdigungen 30
Konversionen 2
Kommunionen 5000, davon 46 Erstkommunionen.

 

Vergrößern?
Pfarrer Heinrich Schomer

 

 

 

 

 

 

Vergrößern?
Pfarrer Bruno Glasneck

 
 

Seitenanfang