Chronik
Katholische Pfarrgemeinde Heilige Dreifaltigkeit Brandenburg a.d. Havel
Chronik ab 1903 | - 1904 - |

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2000                  
 
Anlage zur Chronik des Jahres 1904

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| Chronik des Jahres 1904 |

- Seite 1 -

Vermerk von Pfr. Glasneck

Im Mai 1904 ist auf Grund beiliegendem Zirkulars die Sammlung für Lehnin begonnen worden. Über den Erfolg giebt das Kassenbuch für Lehnin Aufschluß.

B. Glasneck, Parrer

 

- Seite 2 -

Bild zu Lehniner Legenden mit der lateinischen Umschrift:

 

"O FELIX LENYN ET TUA Filia CHORIN EX TE EST ORTA NOVA CELLA ET COELI PORTA
ANNO MCLXXX"

 

- Seite 3 -

Werbetext zur Sammlung:

Jubiläumskirche zur unbefleckten Empfängnis Mariä zu Lehnin

Umstehende Nachbildung eines alten Gemäldes, welches sich in der Kirche des im Jahre 1180 gestifteten ehemaligen Zisterzienserklosters "Unserer lieben Frau zu Lehnin" befindet, zeigt uns im unteren Teil die Ermordung des ersten Abtes Siebold durch die heidnischen Wenden.
Im oberen Teil des Bildes ist dargestellt, wie Mönche gleich darauf, aus Furcht vor den Heiden, das Kloater verlassen und wie ihnen am Saume des Waldes die Mutter Gottes erscheint und ihnen die Worte zuruft: "Redeatis nihil deerit vobis!" "O kehrt zurück, es soll euch an nichts fehlen!"
Im Vertrauen auf die Worte der allerseligsten Jungfrau Maria kehrten die Mönche in ihr Kloster zurück, und während 360 Jahre blühte dasselbe zum Segen des Landes, bis in den Stürmen der Kirchenspaltung auch diese herrliche Blüte katholischen Glaubens in der Mark verdorrte.
Ostern 1543 wurden die letzten Mönche aus dem Kloster vertrieben, die herrliche Marienkirche wurde geschlossen und in den Klostergebäuden richtete Kurfürst Joachim II. ein Jagdschloss ein.
Erst später entstand der heutige Ort Lehnin. Die Kirche, welche seit dem Jahre 1871 auf Befehl Kaiser Wilhelms I. wieder in alter Schönheit hergestellt ist, wurde den Protestanten überwiesen und die Katholiken, die sich hier ansiedelten, mußten ihren religiösen Pflichte in dem 18 Kilometer entfernten Brandenburg nachkommen.
Es ergab sich deshalb die zwingende Notwendigkeit, am Orte selbst periodischen Gottesdienst einzurichten, und am 29. März (Palmsonntag) 1896 wurde zum erstenmal nach 353 Jahren das heilige Meßopfer in Lehnin gefeiert.
Aber es ist ein wenig würdiger Ort, an dem der Heiland Einkehr hält: Der Saal eines Bierlokals, in dem oft bis wenige Stunden vor Beginn der heiligen Handlung Tanzvergnügen gehalten werden.
Seit Oktober 1897 wird den katholischen Kindern durch eine Lehrer aus Brandenburg Religionsunterricht erteilt, während die Seelsorge aushilfsweise durch die hochw. Dominikanerpatres aus dem 60 Kilometer entfernten Berlin ausgeübt wird.
Im Januar 1904 wurde endlich auf Anordnung Seiner Eminenz des Kardinals Fürstbischof Georg Kopp, ein Bauplatz für eine neue Muttergotteskirche erworben, welche gleichzeitig ein Denkmal bilden soll an die halbhundertjährige Jubelfeier der Verkündigung des Dogmas der unbefleckten Empfängnis Mariä.
Im Vertrauen auf die heilige Maria, welche einst den Zisterziensermönchen zurief: "es soll euch an nichts fehlen" bitte ich inständig um ein Scherflein für die

Jubiläumskirche zur unbefleckten Empfängnis Mariä.

Die allerseligste Jungfrau, "Unsere liebe Frau von Lehnin", welche jenen Ort so reich gesegnet hat, wird auch der Wohltäter nicht vergessen.
Freundliche Gaben mit der Bezeichnung "Für die Jubiläumskirche zur unbefleckten Empfängnis Mariä" erbitte ich an meine Adresse.
Bruno Glasneck, Pfarrer zu St. Dreifaltigkeit, Brandenburg (Havel), Neust. Heidestraße Nr. 26

- Seite 4 -

 unbeschrieben

 

 

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