Chronik
Katholische Pfarrgemeinde Heilige Dreifaltigkeit Brandenburg a.d. Havel
Chronik ab 1903 | - 1940 - |

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2000                  
 
Chronik des Jahres 1940

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| Anlage zur Chronik des Jahres 1940 - Errichtungsurkunde der Kuratie St. Bernhard |

Am 4. Februar weihte Pater Richard den Kreuzweg ein, der von zwei ungenannten Wohltätern gestiftet worden ist.

Am 1. Juli nahm Kaplan Loboda Abschied von der Pfarrjugend. An seine Stelle trat Kaplan Szydzik.

Am 7. Juli wurde von Pater Stromberg ein Einkehrtag für Brautleute und junge Eheleute gehalten. (38 Teilnehmer.)

Im September wurde das neue Diözesangesangbuch eingeführt. Die Lieder wurden mehrfach nach der Sonntagsandacht eingeübt.

Am Karfreitag und am Karsamstag wurde der Gottesdienst durch den Gesang der Pfarrjugend erhebend gestaltet.

Zum Weihnachtsfest hatten sich Sänger zusammengefunden, die unter der Leitung von Herrn Pohler einige Gesänge mehrstimmig darboten.

Am 1. Juli wurde St. Bernhard selbständige Kuratie. Leider war es nicht gelungen, dem Kuratus eine eigene Wohnung zu verschaffen. Doch konnte Mitte November Kuratus Tuntke als Untermieter zu Familie Brauer ziehen, so daß die Kuratie den Seelsorger im Bereich der Gemeinde hat.

Wegen der Verdunkelung waren im Winter die hl. Messen an den Wochentagen meist in der Kapelle des Dominikusstiftes.
Die Christnacht mußte wegen der Fliegergefahr ausfallen.

Nach Fliegeralarm muß die Kirche bis 10 Uhr geschlossen bleiben, und bis 13 Uhr darf nicht geläutet werden.

Nach einer Regierungsverfügung darf die Borromäusbibliothek nur rein religiöse Bücher führen. Bei der Durchsicht im Dezember konnten demnach von 800 Büchern nur 70 in unserer Borromäusbibliothek verbleiben.

Am 1. November trat an Stelle des Kaplan Tuntke Kaplan Langer. Die Kräfte der Geistlichen wurde stark in Anspruch genommen durch die Seelsorge bei den Gefangenen.
Abgesehen von den 2000 Polen waren an 15-20 Stellen gefangene Franzosen zu betreuen. Anfangs war jede Seelsorge bei den Polen verboten. Dann war ab Juli gestattet daß die Polen am Gottesdienst der Deutschen, getrennt von ihnen, teilnehmen. Als auch das untersagt wurde, wurde jeden Sonntag um 14 Uhr eine hl. Messe für die Polen gehalten ( ab Dezember ).

Eine Erleichterung in der Seelsorge der französischen Gefangenen trat Ende Dezember ein, da wenigstens in die großen Lager je ein gefangener französischer Priester zur Aushilfe in der Seelsorge geschickt wurde.

Die Kriegsandacht am Nachmittag wurde wegen des schlechten Besuches fallen gelassen; ab Oktober wurde jeden Abend um 7 Uhr der Rosenkranz gebetet.

Trotz aller Schwierigkeiten wurde der Bibelabend zwar verkürzt, aber doch jeden Dienstag durchgehalten.

Im November wurde ein Einkehrtag für die weibliche Jugend von Pater Stromberg gehalten. (40 Teilnehmerinnen).
Herr Kaplan Szydzik hielt einen Einkehrtag für die männliche Jugend.
Der Verkauf von Zeitschriften vor der Kirche und von Schriften im Schriftenstand ist verboten.

Unvergeßlich wird allen der kalte Winter 1939/40 sein. Das Thermometer sank bis -23 °. Die Kirche durfte wegen der Kohlenknappheit nicht geheizt werden. In der kalten Kirche waren die Gottesdienste schwach besucht.

Einen überaus schweren Verlust erlitt die Gemeinde durch den Tod des Kirchenkassenrendanten Herrn Jaeschke, am 16. Dez., der mit vorbildlicher Gewissenhaftigkeit die Kassiergeschäfte bearbeitet, hat immer schon jahrelang in mühseliger Kleinarbeit einen Nachlaß verwaltet.

Taufen: 219 (uneh. 17; aus Mischehen 52)
Kommunionen: 39 214
Trauungen: 80 (42 rein kath.)
Osterkommunionen: 2133
Beerdigungen: 100 (versehen 27)
Kirchenbesucher: 810 Pfarrkirche
                        720      "

 

 

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