Chronik
Katholische Pfarrgemeinde Heilige Dreifaltigkeit Brandenburg a.d. Havel
Chronik ab 1903 | - 1942 - |

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2000                  
 
Chronik des Jahres 1942

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Am 25. Januar wurden gemäß einer Anordnung der Regierung zwei Glocken abgeholt. Die verbliebene dritte Glocke kann leider nicht geläutet werden, da bei der Abnahme das Läutewerk verletzt wurde und die Reparatur z.Zt. nicht möglich ist.

Am 8. Februar wurde Herr Kaplan Knieps beurlaubt und ging in die Heimat zurück.
Ein Ersatz kam nicht aber durch eingezogene Priester konnte der Gottesdienst im vollen Umfange aufrecht erhalten werden.

Von Palmsonntag bis Mittwoch hielt Pater Stromberg eine Reihe Predigten über das Leiden des Herrn nach dem Johannesevangelium. Etwa 250 Gläubige waren regelmäßig zugegen.

Ab Ostern wurde für die Neu Schmerzker Kinder regelmäßiger Religionsunterricht eingerichtet, der im Anschluß an die Kindermesse im Pfarrsaal erteilt wird.
Von den 40 kath. Schulkindern nehmen durchschnittlich 10 an diesem Unterricht teil.
Ab Mai erteilten einige Frauen der Gemeinde an kleine Gruppen von Schulkindern vertiefenden Kommunion- und Religionsunterricht.
Die Schulung der Frauen geschieht durch die katholische Arbeitsgemeinschaft, die einmal im Monat tagt.

Nachdem der Dirigent des Chores, Herr Pohler, eingezogen ist, ist für ihn Herr Witschurek eingetreten. Obwohl die Übungen wegen allgemeiner Überbelastung der Sänger auf ein Minimum eingeschränkt werden mußten, konnte doch an Hochfesten eine lateinische Messe vom Chor gesungen werden.

Aus Freude am liturgischen Gesang entstand eine Choralgruppe, die einmal in der Woche während der hl. Messe und in der hl. Stunde entsprechende Vespern singt.

Neben dem Bibelabend für die Gemeinde wurde für die Jugend ein Bibel- und Ausspracheabend eingerichtet, an dem auch einige Soldaten regen Anteil nehmen.
Im Rahmen dieses Kreises sprach einmal der Priesterdichter Thrasolt über das Thema vom Guten und vom Bösen und vom Gewissen und las anschließend einige seiner Weihnachtsgedichte vor.

Die Nachmittagsmesse ist sehr gut besucht; im gleichen Maße hat aber der Besuch der ½ 12 - Uhr - Messe nachgelassen.
Von den vielen hier arbeitenden Ausländern nahmen die Holländer den weitaus regsten Anteil am Gottesdienst.
Für die Polen wird gemäß einer Regierungsverfügung einmal im Monat eine stille hl. Messe um ½ 11 Uhr gelesen.
Im Advent war täglich eine Roratemesse, bei der die Choralgruppe öfter das Rorate cöli sang.

Durch den frühen Tod von Frau Helene Reith verlor die St. Bernhard - Gemeinde die eifrigste Laienhelferin.

Am 20. Oktober starb nach kurzer Krankheit Herr Obermeister Franz Sievert. Er hatte sich viel um den Bau der St. Bernhard- Kapelle gemüht und war bis zum Tode unermüdlich auf die Ausgestaltung des Siedlungskirchleins bedacht. U.a. hat er das große Altarkreuz, die Altarglocken, eine Monstranz und ein Ostensorium selbst gefertigt.

Taufen: 226, davon 16 uneheliche Kinder
Eheschließungen: 38, davon 14 rein kath. Paare
Beerdigungen: 83, davon versehen 25
Kirchenbesucher: Pfarrkirche allein ohne Nachmittag: März 1001, September 1131.

 

 

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