Chronik
Katholische Pfarrgemeinde Heilige Dreifaltigkeit Brandenburg a.d. Havel
Chronik ab 1903 | - 1949 - |

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2000                  
 
Chronik des Jahres 1949

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In herzlicher Dankbarkeit für die Wiederherstellung unserer Kirche wurde an den ersten 3 Tagen der Karwoche ein Triduum gehalten. Herr Erzpriester Feige hielt morgens und abends ein Ansprache.
Am Freitag zuvor führte die Pfarrjugend das Pilatusspiel auf.
Am Palmsonntag fand nach der Palmweihe auf dem Kirchplatz der feierliche Einzug in das neu hergestellte Gotteshaus statt.
Beim Hochamt wurde die deutsche Passion gesungen.

Am 1.5. wurde das Nachbargrundstück als Haus der Jungen Pioniere eingeweiht.
Ab 1.5. fiel die 9.30 Uhr Messe im Marienkrankenhaus fort; alle Gottesdienste wurden vom Palmsonntag an regelmäßig in der Kirche gehalten.

Am 2. Pfingstfeiertag fand hier der erste Taubstummengottesdienst statt.
Es nahmen 5 Taubstumme daran teil. Leider blieb dieses der einzige Gottesdienst in diesem Jahre.

Am gleichen Tage veranstalteten einige musikalische Damen und Herren der Gemeinde im Gemeindesaal von St. Katharinen aus eigenem Antrieb einen Brahmsabend, dessen Ertrag dem Wiederaufbau unserer Kirche zugute kam.

Am 24.5. hörten die letzten Bauarbeiter mit der Arbeit auf.

Am 29.5. tagte die Arbeitsgemeinschaft katholischer Eltern und Erzieher.

Wegen des verregneten Fronleichnamssonntags konnte keine Prozession im Freien stattfinden, dafür war eine Prozession in der Kirche.
Während der Fronleichnamsoktav wurde das allerheiligste Sakrament täglich durch eine eucharistische Prozession verehrt.

Am 25.6. wurde ein Teil der Kanzelverzierung angebracht, nämlich Kreuz und Kelch. Sie wurde von dem 74 jährigen Brandenburger Kunstschlossermeister Mentzel ausgeführt. Die Zeichnung hatte der Graphiker Anton Langer - Brandenburg angefertigt.

Am 28.6. wurde durch den Herrn Weihbischof Tkotsch ein altare portatile geweiht. Er schließt Reliquien des Hl. Valerius und der hl. Pacifica ein.

Am 29.6. spendete der Weihbischof Tkotsch 431 Firmlingen das hl. Sakrament der Firmung.
Am 8.7. war die Kanzelverzierung vollendet, nämlich das Spruchband um den Kelch:
"Dulcedine ne priva corda quaerentinum", der Lebensbaum auf der dritten Kanzelseite und das Spruchband, das um die drei Kanzelseiten läuft: "Qui manducat hunc panem vivet in aeternum".

Die Verzierung am Hauptaltar wurde im August fertig. Die drei verschlungenen Ringe sollen auf die heiligste Dreifaltigkeit hinweisen, der die Kirche geweiht ist, Alpha und Omega auf Christus und der Spruch: "Faciamus hominem ad imaginem et similitudinem nostram" auf die Bildungsaufgabe der Kirche.
Der Schmuck der Taufkapelle war am 17.Juli fertig;

"Tenuisti Manum dexteram meam et in voluntate Tua deduxisti me et cum gloria suscepisti me." (Ps.72/24)

Am 17. Juli nahm eine größere Anzahl Gemeindemitglieder an der Kundgebung zu Ehren des goldenen Priesterjubiläums des hl. Vaters in der Waldbühne im Reichssportfeld Berlin teil.
Wie alljährlich fuhr auch dieses Jahr der Kirchenchor zur Wallfahrt nach Werder.
Am 26.8. wurde der Kreuzweg - 14 einfache Holzkreuze mit entsprechender Inschrifttafel - durch Pater Alfred Lurek OFM geweiht.

Am 1.9. jährte sich zum zehnten Male der Tag, an dem der 2. Weltkrieg begann. Er sollte für die Gemeinde ein Tag der Einkehr und der Ruhe sein, ein Tag des Gebetes für die Lebenden und verstorbenen Opfer des Krieges, für den Frieden, für eine baldige Rückkehr der Kriegsgefangenen und für die Wiedervereinigung der getrennten Familien.
In diesem Sinn wurde ein Votivamt mit Ansprache gehalten.

Am Feste des Hl. Erzengels Michael wurden in feierlicher Abendandacht die neuen Meßdiener aufgenommen.

Am 2.10. fand die Kirchenvorstandswahl statt; am 6.11. war die Nachwahl.

Am 28.10. waren 100 Jahre vergangen, seit der Grundstein zu unserer Pfarrkirche gelegt worden war. Aus diesem Anlaß fand am Vorabend eine feierliche Dankandacht mit Ansprache, Tedeum und hl. Segen statt. Am Jubiläumstage selbst wurde ein Hochamt mit sakramentalem Segen gehalten.

Die Christnacht um 12 Uhr nachts fand großen Beifall.
Am 2. Weihnachtsfeiertage führte die Pfarrjugend im Gemeindesaal von St. Katharinen ein Weihnachtsspiel auf, am Nachmittag für die auswärts wohnenden, und abends für die Brandenburger Gemeindemitglieder.

Die häufige Lichtsperre wurde beim Gottesdienst unangenehm empfunden.

Die Bahnhofsmission arbeitete unausgesetzt weiter. Auch die Caritas blickt dankbar auf das Jahr 1949 zurück: 30 alte Leute wurden durch Spenden und Hausbesuche regelmäßig betreut.

Am 31.7. war Erstkommunion der auswärtigen Kinder. Vier Tage vorher wurden 30 Kommunionkinder von Gemeindemitgliedern beherbergt und im Pfarrhaus beköstigt.

- Im Juni konnten mit einer Lebensmittelspende von 640 Pfd. Lebensmitteln und 141 Büchsen Fleisch 360 Familien bedacht werden. 20 Bauhelfer erhielten 4 Mahlzeiten.
Im September verteilte die Vinzenzkonferenz 40 Pfd. Lebensmittel an 34 Familien. Aus einer Paderborner Spende konnten 29 Familien mit Textilien bedacht werden.
Wie jedes Jahr hat Schwester Rochina an St. Elisabeth den lieben Alten einen frohen Tag bereitet. 80 alte Leute konnten mit Kaffee und Kuchen sehr reich bewirtet werden.
- 13 Familien bekamen Textilien aus dem Westen. Laufend wurden 25 Geldspenden von durchschnittlich 10 M gegeben.
- Die Männervinzenzkonferenz half 13 Familien mit 15 - 20 M und beschaffte Holz und Grude für alleinstehende alte Leute.
- Zu Weihnachten erhielten 246 Familien im Stadtgebiet eine Spende.
- 56 Geldspenden von durchschnittlich 20 M wurden zu Weihnachten verteilt.

Eine Einladung von der Kanzel wurde bereitwillig aufgenommen; 60 unbemittelte alleinstehende Gemeindemitglieder wurden daraufhin als weihnachtliche Tischgäste in die Familien hineingenommen.

Taufen: 85
Kommunionen: 52 323
Firmungen: 431
Beerdigungen: 67
Trauungen 28

 

 

 

 

Vergrößern?
Nach der Jugend-Maiandacht
in der wiederhergestellten
Pfarrkirche 1949

 

Vergrößern?
Hochaltar um 1949

 

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