Chronik
Katholische Pfarrgemeinde Heilige Dreifaltigkeit Brandenburg a.d. Havel
Chronik ab 1903 | - 1952 - |

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2000                  
 
Chronik des Jahres 1952

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| Anlage zur Chronik des Jahres 1952 - Grundsteinlegung der St. Josephs-Kirche in Jeserig |

Am 2. Februar wurden mit Rücksicht auf die Werktätigen, die Kerzenweihe und das Hochamt mit Lichterprozession am Abend gehalten.

Für die Wiederherstellung der Kirchen durfte im Februar eine Caritas - Haussammlung gehalten werden. Die Karwoche wurde durch ein Triduum eingeleitet.
Erstmalig war die Gründonnerstagsmesse am Abend.

Um allen Gläubigen Gelegenheit zu geben, die Karsamstagszeremonien mitzuerleben, wurden diese auch auf den Abend verlegt (20 Uhr). Das Osteramt war am Ostersonntag um 8 Uhr.
Am 8. Mai wurde in Jeserig der Grundstein zu einer Kapelle gelegt, die dem Hl. Joseph geweiht sein sollte. Das Baugrundstück hat Schuhmachermeister Sengbusch der Kirche gestiftet.

Herr Puchalla hatte zuerst eine sehr einfache Zeichnung angefertigt.
Vom Kreisbaumeister wurde der Wunsch ausgesprochen, es möge mit Rücksicht auf die Lage an der Hauptverkehrsstraße Berlin - Magdeburg eine größere würdige Kirche gebaut werden. Das Bischöfliche Ordinariat ließ dann durch Herrn Diözesanbaurat Hinssen eine Kirche im Stil der alten märkischen Wehrkirchen zeichnen. Das Bonifaziushilfswerk übernahm diesen Kirchbau als Vorzugsobjekt. Die nötigsten Materialien sollten durch eine Stein- und Holz Kollekte aus der Gemeinde aufgebracht werden.

Es stellte sich aber bald heraus, daß die in der Gemeinde vorhandenen Steine für den Bau längst nicht ausreichten. Es war eine gnädige Fügung Gottes, das gerade in dieser Zeit Kähne mit Bauschutt von Berliner Trümmerstätten nach Götz kamen. Mit diesem Schutt sollte ein toter Arm der Havel zugeschüttet werden.

Herr Ernst aus Götz und Pater Engler Lehnin, der sich überhaupt für die Durchführung des Baues die größten Verdienste erworben hat, setzten sich mit den Arbeitern in Verbindung, und diese suchten gegen eine entsprechende Vergütung aus dem Trümmerschutt, brauchbare Steine für unseren Kirchbau heraus.

Anfangs wurden von polizeilicher Seite Schwierigkeiten gemacht, aber dann erhielten wir, die ausdrückliche Genehmigung dazu von der Regierung in Potsdam. Der Bau wurde ausgeführt von der Firma Liere - Gr. Kreutz.

Am 25 Mai wurde die Kapelle St. Elisabeth - Görden eingeweiht. Der Herr Generalvikar Puchowski nahm im Auftrage des Herrn Bischofs die Weihe vor. Rühmenswert ist die Aktivität der Gemeinde und des Herrn Kuratus Metzen. Der Bau konnte ungefähr in ½ Jahr durchgeführt werden.

Am 8. Juni war das Dekanatsjugendtreffen in Lehnin. Mehr als 1000 Jugendliche füllten die Klosterkirche, die für diese Feier von der ev. Gemeinde zur Verfügung gestellt war.
Die Potsdamer Jugend führte auf dem Platz hinter der Kirche ein wohlgelungenes Laienspiel auf. Als Andenken an dieses Jugendtreffen hatte Herr Kaplan Jakubowski ein Bildchen herausgebracht, das auf der einen Seite das Tatzenkreuz und auf der Rückseite einen Abriß der Geschichte unseres Bistums aufwies.

Am 27. Juli wurde in Berlin - Hl. Familie ein Sohn der Brandenburger Gemeinde, Ludwig Kirschner zum Priester geweiht. Eine Anzahl Brandenburger wohnte der Feier bei. Leider bekam der Neupriester keine Aufenthaltsgenehmigung für Brandenburg, so daß die Primiz nicht in der Heimatgemeinde stattfinden konnte. Am 30. Juli begleiteten viele Brandenburger die Eltern zur Primiz ihres Sohnes, die im St. Franziskus - Krankenhaus in Berlin gehalten wurde. Besonders Zahlreich war die Brandenburger Jugend vertreten.
Am großen deutschen Katholikentag - Berlin ( 19. - 24. 8. ) nahmen mehr als 500 Brandenburger teil.

Kaplan Jakubowski wurde nach Berlin versetzt. Wegen seiner erfolgreichen Jugendarbeit in Brandenburg wurde er mit der Leitung der Jugendseelsorge im ganzen Bistum betraut.
Sein Nachfolger wurde Kapl. Joachim Hinz - Berlin, zunächst provisorisch und nach einem halben Jahre endgültig.

Zur Vorbereitung auf Allerseelen wurde ein Triduum gehalten. Probst Bönigk - Treuenbritzen stellte seine Predigten, die großen Anklang fanden, unter das Motto: Gemeinschaft der Heiligen.

Trauungen 53
Übertritte 17
Taufen 83
Austritte 70
Kommunionen 67 315 (ohne Görden)
Osterkommunionen 1 719
Erstkommunionen 68 (21 Knaben , 47 Mädchen,)
In den Außenstationen 54 (24 Knaben, 30 Mädchen)
Beerdigungen 50

 

 

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