Chronik
Katholische Pfarrgemeinde Heilige Dreifaltigkeit Brandenburg a.d. Havel
Chronik ab 1903 | - 1953 - |

 Hauptseite

      1903 1904 1905 1906 1907 1908 1909
1910 1911 1912 1913 1914 1915 1916 1917 1918 1919
1920 1921 1922 1923 1924 1925 1926 1927 1928 1929
1930 1931 1932 1933 1934 1935 1936 1937 1938 1939
1940 1941 1942 1943 1944 1945 1946 1947 1948 1949
1950 1951 1952 1953 1954 1955 1956 1957 1958 1959
1960 1961 1962 1963 1964 1965 1966 1967 1968 1969
1970 1971 1972 1973 1974 1975 1976 1977 1978 1979
1980 1981 1982 1983 1984 1985 1986 1987 1988 1989
1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999
2000                  
 
Chronik des Jahres 1953

Dokument als PDF-Datei ...

 
 
Am 4. Januar führte die Brandenburger Pfarrjugend ihr Weihnachtsspiel in Weseram auf.

Eine religiöse Woche, gehalten von Pfarrer Stolpmann - Dahme, begann am Passionssonntag ( 22.3. ) und endete mit dem Passionsspiel der Jugend am Palmsonntag. Das Thema der Woche ist: " Mit Christus nach Golgatha". Zunächst wurde nicht erlaubt, Handzettel mit Angabe der Predigtzeiten zu drucken; auf eine Anfrage des Pfarrers in Potsdam wird der Druck von 1000 Handzetteln genehmigt, aber der Untertitel, "vom Sinn des Leidens" darf nicht gedruckt werden.

Um dem Sinn des Osterfestes gerecht zu werden und den Bestrebungen der Kirche nachzukommen, wurde die Osterfeier gänzlich auf den Ostermorgen 5 - 8 Uhr verlegt.
Vorher war mit allen Gruppen der Gemeinde Rücksprache wegen des günstigsten Zeitpunktes gehalten worden. Dabei hatte sich die überwiegende Mehrheit für eine Verlegung der Osternachtsfeier auf die Morgenstunden des ersten Ostertages ausgesprochen.

Am 1. Mai wurde Kaplan Hinz definitiv angestellt.

Am 17. Mai, dem Sonntag nach Christi Himmelfahrt, erteilte Bischof Wilhelm Weskamm 287 Firmlingen die Hl. Firmung. Der Herr Bischof hatte den Wunsch ausgesprochen, jeder Firmling möchte einen eignen Firmpaten haben. Infolgedessen war die Kirche von den Firmlingen, den Paten und Eltern so gefüllt, daß die Gemeinde nicht an der Feier teilnehmen konnte.
In Zukunft soll jedes 2. Jahr die Hl. Firmung gespendet werden, damit die Teilnahme an der Feier auch weiteren Kreisen der Gemeinde möglich sei.

27.-30. Mai hielt Pf. Doberschütz aus Ketzin ein Tridum für die Pfarrjugend und die Schulentlassenen. Otto Rostek aus Weseram holte und brachte Herrn Pfarrer Doberschütz jeden Abend auf seinem Motorrad von Ketzin und zurück.

Am 1. Juni geht Küster Klein ab. Herr Nowarre aus Gollwitz übernimmt das Küsteramt.
Frau Schwanz will jeden Freitag die Kirche scheuern. Herr Tyrakowski will Mittags und Abends läuten; da er eine Furunkulose hat, läutet meist Frl. Schmidt oder der Herr Pfarrer.
Für Herrn Kpl. Hinz, " ist keine Frau zu finden," die seine Zimmer aufräumt. Frau Kissel übernimmt es - aber nur vorübergehend.

Am 11. Juli wird die Kirche St. Joseph in Jeserig eingeweiht. Sie dient den Katholiken von Jeserig, Götz, Schenkenberg als Gotteshaus. Pater Smelz wird als 1. Seelsorger die Betreuung dieser Diasporakatholiken übernehmen. S. Exzellenz Bischof Weskamm nimmt selbst die Benediktion der Kirche vor. Hunderte von Gläubigen sind per Rad per Bahn bzw. Auto herbeigeeilt, um an der frohen Feier teilzunehmen. Anschließend an die Kirchweihe hält
G. Rat Jochmann das erste Hochamt. Durch eine Lautsprecheranlage können alle gut folgen, auch die, die nicht in die Kirche hineinkommen können.

Wie alljährlich, so rüstete auch dieses Jahr die Gemeinde zur Wallfahrt nach Werder, diesmal schon am Sonntag vor Maria Himmelfahrt. Wegen der Reisesperre nach Berlin konnte nur eine begrenzte Anzahl von Gläubigen die Bahn benutzen.

Eine Belebung in der Haltung der Gläubigen bei der stillen Hl. Messe hat sich gut bewährt. Auf die Gebetsrufe des Priesters antworten alle Gläubigen. Beim Credo wird das apostolische Glaubensbekenntnis gemeinsam gebetet, ferner das Gebet der Selbstaufopferung, das Sanctus, das Vaterunser, das Agnus Dei und Herr, ich bin nicht würdig.
Vom 1. - 15 Oktober war dem Caritasverband von der Regierung eine Straßensammlung zugebilligt.

In diesem Jahr beging die Pfarrjugend ihre Christkönigsfeier in der neuen Kirche in Jeserig.
Wieder wurde Allerseelen durch ein Triduum gehalten von Probst Bönigk - Treuenbrietzen, mit gutem Erfolg vorbereitet. Thema der Predigten war: " Der Christ und das Leiden."
Ab 1. Advent ist es wieder möglich, den Winter über am Sonntag eine 11 - Uhr - Messe mit Predigt einzulegen.

Am 6.12. wurde an der Kirchtür eine Korbsammlung für die Armen der Gemeinde gehalten. Eine Kollekte sollte helfen, die großen Auslagen zu decken, die durch das Decken des Kirchendaches mit Schiefer und durch die Fertigstellung in Jeserig entstanden sind.

Die schwierige Finanzlage der Diözese hat das Ordinariat gezwungen, die Gehaltszahlungen für 3 Geistliche in unserer Pfarrei, die bisher vom Bischöflichen Ordinariat, bzw. vom Bonifaziushilfswerk geleistet worden waren, einzustellen, bzw. der Kirchkasse aufzulegen und die Diözesanumlage erheblich zu erhöhen. In Würdigung dieser Schwierigkeit wurde diese Kollekte den Gläubigen besonders empfohlen.

Trauungen: 22
Kommunionen: 72 135
Taufen: 94
Erstkommunionen 63
Firmungen: 287      In den Außenstationen: -
Osterkommunionen: 1 850
Beerdigungen: 58

Vidi in Visitatione die 4.Juni 1954.
+ Weskamm Ep.Auxil.Berolinen.

 

 

Seitenanfang