Chronik
Katholische Pfarrgemeinde Heilige Dreifaltigkeit Brandenburg a.d. Havel
Chronik ab 1903 | - 1954 - |

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2000                  
 
Chronik des Jahres 1954

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Siehe auch 1955 | 1956

Im Januar erscheint das St. Hedwigsblatt, das die Gläubigen in einer begrenzten Zahl jede Woche erhalten können, während der Tag des Herrn nur 14 tägig erscheint. Mit Rücksicht auf die geringe Zahl des Kirchenblattes muß auf Doppelbezug verzichtet werden.
Am 10 Januar führte die Pfarrjugend im großen Saal von St. Katharinen ein Weihnachtsspiel auf.

Wegen der argen Kälte wurde versucht die Kirche zu heizen. Wegen der starken Rauchentwicklung mußte es aber eingestellt werden.
Auf unerklärliche Weise brach eines Nachts im Pfarrsaal ein Feuer aus. Die Feuerwehr mußte gerufen werden.

Mit Rücksicht auf die vielen Werktätigen der Gemeinde war am Aschermittwoch eine Hl. Messe auf den Abend ( 19 Uhr ) verlegt worden.
Mit der Fastenzeit setzt die neue Fastenordnung ein, wonach wieder der Freitag als Abstinenztag zu halten ist. Nur der Aschermittwoch, der Karfreitag und die Vigil von Mariä Himmelfahrt verpflichten auch zum Fasten.
In der Fastenerziehungswoche wurden Erwachsene Jugendliche und Kinder auf die Gefahren durch unbeherrschten Genuß von Alkohol und Nikotin, sowie durch zügelloses Naschen hingewiesen.

16.-31.3. Wurde eine Straßensammlung für die Caritas gehalten. Sie erbrachte 3 129,- DM.
Die Fastenpredigten hielt der neue Herr Kaplan Borgmeyer.
Am Passionssonntag führte die Pfarrjugend ein Passionsstück, das Stundenspiel, auf.
An der Verehrung des Hl. Kreuzes während der Karfreitagsliturgie nahmen auch einzelne Gläubige als Vertreter ihrer Gruppe teil.
Am Sonntag, 9. Mai, wurden die Glocken von Jeserig zum ersten male geläutet. Im Anschluß daran wurde ein Levitenamt mit Predigt gehalten. Auch Gläubige der Muttergemeinde nahmen daran teil.
Am Mittwoch 5. Mai, erteilte der Neupriester Walter, der am Sonntag seine Primiz in St. Elisabeth, Görden gehalten hatte, in der Dreifaltigkeits- kirche den Primizsegen.
Jeden Freitag soll künftig um ½ 7 Uhr eine Kindermesse sein.
Die Laienhelfer der Filialen sollen alle Vierteljahre zu einer Besprechung seelsorglicher und caritativer Fragen nach Brandenburg eingeladen werden.

Die Jugend der Außenstationen soll künftig zu jedem 5. Sonntag im Monat zur gemeinsamen Hl. Kommunion nach Brandenburg eingeladen werden. Nachher Treffen im Pfarrsaal.
Am 23. Mai wurde der Bittsonntag der Kinder für den Frieden gehalten.
An 3 Sonntagen im Mai- Juni war ein Elternvorbereitungskurs. Es sprachen ein Priester (Probst Boeringk), ein Arzt (Dr. Kraus) und eine Frau (Fr.Dr. Dittmann) vom Seelsorgereferat Ost.
Die Beteiligung war sehr groß, daß der Saal von St. Kathrinen zu Hilfe genommen werden mußte.

Am 4. Juni nahm Weihbischof Tkotsch die Kirchenvisitation vor. An der Christenlehre um 15 Uhr nahmen 130 Schulkinder teil.
Kaplan Borgmeyer hielt die Katechese über St. Bonifatius.
Am 18 Juni konnte unser Herr Pfarrer auf 40 Jahre seines priesterlichen Wirkens zurückschauen. Der Weihetag wurde unter großer Anteilnahme der Gemeinde festlich begangen. 21 geistliche Herren aus dem Dekanat waren zur Feier des Tages gekommen.
Auch Kinder der Filialen kamen am Nachmittag zur Gratulation. Am Sonntag darauf, 20. 6., veranstaltete die Pfarrjugend zu Ehren des Jubilars eine Feierstunde im Saal von St. Katharinen.

Auf Drängen seiner Gemeindemitglieder war auch der neue Superintendent Lenkitsch erschienen und sprach ehrende Worte.
Am 4. Juli war Erstkommunion der Auswärtigen.

Am 15. August feierte ein Brandenburger Kind, Pater Notker Stephan O.Pr., in Berlin - Moabit seine Primiz. Während seiner Gefangenschaft in England hat er konvertiert. Seinem Beispiel folgten dann die Eltern in Brandenburg. Nach seiner Entlassung studierte P. Notker in Wallerberg und trat in den Orden der Dominikaner ein.

Am 12. August erkrankte Herr Pfarrer Jochmann schwer und mußte im St. Hedwigskrankenhaus - Berlin 2 mal operiert werden. Mehrmals schwebte er in Todesgefahr. Die Gemeinde betete täglich den Rosenkranz um seine Genesung. An dem eifrigen Gebet der Gemeinde hat sich der Franziskanerpater erbaut, der am 24.10. aus Anlaß des Weltmissionstages das Hochamt hielt. Herr Erzpriester Jochmann kehrte erst am 1. März in seine Gemeinde zurück.
Am 21.11. wurde ein Frauentag gehalten. Die Vorträge von Herrn P. Hruza über: " Die priesterliche Frau" (14 ½ - 17 ½ Uhr) waren gut besucht.

Während der Krankheit des Pfarrers gründete Kaplan Borgmeyer eine Kolpingsfamilie und vereinigte mit derselben auch die älteren Jahrgänge der Pfarrjugend. Die Kolpingsfamilie

[1955]

hält ihre Monatskommunion vereint mit der Eucharistischen Friedensliga am 1. Sonntag im Monat.
Im Kirchenvorstand wurde beschlossen, St. Bernhard und St. Elisabeth auch finanziell zur selbständigen Kuratie zu erheben.
Seelsorglich selbständig sollen Lehnin und Jeserig werden.
Auf Anregung des Bischöflichen Ordinariats haben wir uns vom Stadtkirchensteueramt gelöst und ein eigenes Kirchensteueramt eingerichtet, das seine Tätigkeit am 1. April beginnt. Das Büro ist im Bibliothekszimmer untergebracht. Die Kassenführung übernimmt Frl. Schmidt.
Frl. Schneider, die Tochter des früheren Organisten, hatte 1953 Brandenburg verlassen, um nach dem Westen zu gehen. Die Polizei beschlagnahmte die Räume und wies gegen unseren Willen einen Polizeibeamten ein.
Nach dessen Auszug im Januar 55 wurde wieder eine Familie mit 4 kleinen Kindern eingewiesen.
Auch die Wohnungssache Klein blieb immer noch unverändert. Herr Klein hatte am 1.6.53 das Küsteramt niedergelegt und war zum Stadtkirchensteueramt in Stellung gegangen. Er räumte die Wohnung nicht und erklärte, das Wohnungsamt hätte versichert, es gäbe keine Dienstwohnungen mehr. Trotz wiederholter Einsprüche des Pfarrers und mündlicher Zusagen, das die Wohnung von Klein doch eine Dienstwohnung sei, war eine schriftliche Anerkennung des Charakters der Wohnung als Dienstwohnung nicht zu erlangen. Alle Versuche, Männer aus der Stadt für das Amt eines Küsters zu gewinnen, scheiterten. Schließlich übernahm Herr Nowarre, Paul (61 Jhr.) aus Gollwitz das Küsteramt, der allerdings bisher schon täglich den Weg nach Brandenburg (8 Km) zur Arbeit gemacht hatte.

Im April starb die Witwe Bluhm, die in der Wohnung unter Klein gewohnt hatte. Nach sehr vielen Schwierigkeiten wurde diese Wohnung endlich Herrn Nowarre zugesprochen. Da dieser aber 3 erwachsene Töchter bei sich hat, von denen eine Krankheitshalber ein eigenes Zimmer haben muß, wurde ihm das Mansardenzimmer im Pfarrhaus vorübergehend zur Benutzung überlassen.

Einige Mitglieder der Kolpingsfamilie, besonders Herr Nowitzki, haben sich der Reparaturen in den kirchlichen Gebäuden angenommen.
Insbesondere wurde der Durchgang Nr. 24 ordentlich hergerichtet und eine Tür für die Bewohner des Hauses angebracht. Beim Kindergarten wurden die Toiletten erweitert und neue Toiletten für die Kirchenbesucher angelegt.
Im Dezember 54 entstand durch den Ofen ein Dielenbrand in der Wohnung der Familie Mross der durch Eingreifen der Feuerwehr gelöscht wurde.

Am Dreifaltigkeitssonntag wurde der Dekanatsjugendtag in Brandenburg gehalten.
Nachdem anfänglich der Marienberg für einen Gottesdienst im Freien zugesagt, diese Zusage aber später wieder zurückgezogen war, überließ die evangelische Gemeinde der katholischen Jugend den Dom für die Gemeinschaftsmesse am Vormittag und die Katharinenkirche für die Feier am Nachmittag. Beide Gottesdienste hielt Weihbischof Tkotsch.
An den Feiern beteiligten sich etwa 700 Jugendliche. 150 Jugendliche wurden unentgeltlich im Marienkrankenhaus beköstigt, die übrigen im Altst. Rathaus.

Die Caritaskollekte im Frühjahr ergab 3 600,- DM, im Herbst 2 933,- DM. Guten Erfolg hatten die 4 Schwestern. Mit großem Eifer haben Fr. Grade, Fr. Staack und Frl. Schröder gesammelt. Leider hat die Pfarrjugend sich nicht beteiligt.

Für den Aufbau der St. Hedwigskathedrale wurden 996,- DM gesammelt.
Die Beteiligung an der Fronleichnamsprozession war sehr gut. Durch Lautsprecheranlagen konnten auch die entfernt stehenden Gläubigen gut hören.

Am Sonntag, 10.7., waren die Kranken zu einem Krankentag eingeladen. Etwa 30 Kranke wurden mit dem Auto abgeholt. Dabei haben Ciercynski, Wiecorek und Schüssler ihre Wagen unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Nach dem Gottesdienst war Frühstück und gemütliches Beisammensein im Pfarrsaal zur allgemeinen Freude der Kranken.
An der Erstkommunion der Auswärtigen nahmen 15 Kinder teil, die durch eine religiöse Woche in Lehnin vorbereitet waren.

Am 17. Juni empfing P. Berger in St. Matthias - Berlin die Diakonatsweihe.
Am 31. August nahmen 18 Kinder an der Segnung der Schulneulinge teil.
Das Triduum vor Allerseelen hielt Kaplan Giele, Jüterbog. Er hielt 3 eindrucksvolle Predigten über das Vaterunser

1955 1954
Taufen 62 66
Trauungen 26 26
Beerdigungen 45 52
Osterkommunionen 1 844 1 623
Kommunionen 53 032 58 917

 

 

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