Chronik
Katholische Pfarrgemeinde Heilige Dreifaltigkeit Brandenburg a.d. Havel
Chronik ab 1903 | - 1967 - |

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2000                  
 
Chronik des Jahres 1967

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5.1. Eine Besprechung mit den Eltern unserer Kinder im Kindergarten. Neben allgemeinen Dingen geht es um eine höhere finanzielle Beteiligung der Eltern. Wir gleichen die Sätze etwa denen der evangelischen Kindergärten an. Es ist auf die Dauer ein Defizit von jährlich 35oo bis 4000 M, von der Gemeinde nicht zu verkraften. Die Eltern gehen erstaunlich willig auf die Erhöhung der Sätze ein. Etwa 2/3 der 4o Kinder sind katholisch, 1/3 ist evangelisch. (Katholische Kinder besuchen in anderen Gegenden der Stadt auch evangelische Kindergärten).
8.1. Als Spiel in der Weihnachtszeit wird von unseren jungen Leuten "Die chinesische Nachtigall" mit viel Erfolg aufgeführt.
16.1. Der Pfarrer ist in das Prediger Seminar am Dom eingeladen, zwei Vorlesungen über Eucharistie und Liturgie zu halten.
22.1. In der Kapelle zu Lehnin wird der neue Altar konsekriert. Es ist zugleich Gelegenheit, mit dem Erzbischof ein neues Projekt für Brandenburg Nord zu besprechen: In der Askanierstr.2 wäre eine Scheune zu pachten, die zu einem Kirchen? und Unterrichtsraum ausgebaut werden könnte. An die Stadt wird der Antrag gerichtet.
25.1. Im Rahmen der Elternarbeit 2 Filme zur geschlechtlichen Erziehung, die von staatlich-pädagogischer Seite hergestellt sind, die aber zumindest eine interessante Diskussionsgrundlage liefern. Der Abend ist gut besucht.
29.1. Kaplan Ludwig hält wieder einen Arbeitskreis für Oberschüler.
3o.1. Ein erster Versuch zur Gründung eines Laienrates wird gemacht. Vertreter der Kreise, Männer, Frauen, Jugend, Caritas & Eheleute werden berufen. Priester, Seelsorgehelferin und Fürsorger sind ohnehin zugehörig. Der erste Versuch verläuft ziemlich schüchtern. Man weiß noch nicht, was man da eigentlich tun soll.
l.2. Silbertrauung der Eheleute Schulte.
8.2. Am Aschermittwoch um 16 Uhr Kindermesse in der Pfarrkirche und auch im Marienkrankenhaus, wobei schöne Fastenschachteln ausgegeben werden, die unter Anleitung von Frl. Töpper von den Kindern gebastelt sind.
11.2. Schon lange ist geplant, den Pfarrsaal zu renovieren. Es soll das weitgehend in Eigenarbeit der Männer der Kolpingsfamilie geschehen. Es geht um eine Deckenverkleidung, um die Gestaltung der Bühne, um einen neuen Fußboden, neue Beleuchtung und neue Vorhänge. Nach langem Hin und Her und vielen Meinungen, die einander widersprachen, beginnen nun heute die Arbeiten.
18.2. Endlich ist von Joachim Kaiser, Erfurt, der Tabernakel für die Kapelle im Marienkrankenhaus fertiggestellt und eingebracht. Er ist in strenger Form außen von 7 Halbedelsteinen geschmückt. Innen hat er keine Vorhänge, sondern eine Auskleidung mit sehr edlen Furnierhölzern, die Herr Siegfried Reck besorgt hat.
21.2. In den Kreisen sehr beachtete Bildbetrachtungen von Luise Rinser zu sehr ausgesuchten Fotos "Ich weiß Deinen Namen".
26.2. Friedrich Hagemanns Leseabend aus den Wrken von Franz Werfel.
7.3. Männerkreuzweg. 7 Männer sprechen abwechselnd die Stationen nach dem Kreuzweg von Michel Quoist.
14.3.  Bußandacht in der Gemeinde, um die Gemeinde auf den Empfang des Bußsakramentes vorzubereiten.
16.3. Um einer Familie mit zehn Kindern wirksam zu helfen, kaufen wir kurz entschlossen für 12oo M eine Waschmaschine, da sich gerade ein freigewordener Bezugsschein anbietet. Die Freude ist groß. Ich bitte die Caritasfrauen in der Gemeinde, nun auch für das Geld zu sorgen. Nach einigen Wochen sind etwa 1500 M zusammen.
17.3. Jugendkreuzweg in der Ruine von St. Pauli.
19.3. 750 Umschläge für das Fastenopfer werden am Palmsonntag an die Kirchenbesucher ausgeteilt.
23.3. Am Gründonnerstag wird um 16 Uhr in der Kapelle des Marienkrankenhauses für alle Kinder der Gemeinde eine Eucharistiefeier gehalten, weil der Gemeindegottesdienst am Abend für die zu spät ist. Die Fastenschachteln mit den Opfern der Kinder werden dabei eingesammelt. Das Opfer der Bruderhilfe erhöht sich von Jahr zu Jahr, in diesem Jahr sind es 4156 M.
26.3.  Seit Jahren wird zu Ostern eine Einladung zu den Ostergottesdiensten geschickt bzw. ausgetragen. Damit die einzige Berührung mit der Pfarrei nicht der Kirchensteuerzettel ist ....
2.4. Das Predigerseminar der evangelischen Kirche am Dom nimmt an der lo Uhr Messe teil, anschließend ein kleines Gespräch über die Liturgie.
4.4. Unser Antrag auf die Genehmigung eines Pachtvertrages einer Scheune in der Askanierstr.2 wird von der Stadt abgelehnt. Die Gründe sind z.T. regelrecht unzutreffend und für diesen Zweck konstruiert. Auf die mündlichen Einwürfe des Pfarrers wird in einem späteren Brief des Oberbürgermeisters nochmals ablehnend geantwortet.
10.4. Es haben sich unter den jungen Frauen kleine Kreise gebildet, von 5 ? 8 Frauen, die unregelmäßig zusammen kommen, Kontakte pflegen und Gespräche anregen. Es sind z.Z. neun solcher Kreise, die Helferinnen sind ab und zu beim Pfarrer, um zu berichten und auch um Themen zu besprechen.
2o.4. Auf einer Einwohnerversammlung in Nord sprechen mehrere unserer Männer wegen des abgelehnten Kapellenbaues in der Askanierstr. Sie werden zu weiterer Diskussion in den Rat der Stadt gebeten. Es ist sicher gut, daß wir uns auf diese Weise bemerkbar gemacht haben. Wir werden es weiterhin tun. Wenn auch auf der Gegenseite die Ablehnung deutlich ist, und die Absicht unsere Leute für ihre politischen Ziele einzuspannen. Unsere Leute sind wach genug und werden sich dabei nicht verkaufen.
4.5. An Christi Himmelfahrt wie alljährlich Erstkommunion. Die Hälfte der Kinder ist jetzt aus Nord. Deswegen auch die Dankandacht am Nachmittag für alle in der Kapelle des Marienkrankenhauses.
8.5. Der alljährliche Ausflug der jungen Frauen, diesmal wieder nach Wiesenburg, in schöner Gemeinschaft.
15.5. Dekanatstag in der Klosterkirche zu Lehnin. Eucharistiefeier mit dem Erzbischof und 6 Concelebranten. Nach einem Singekreis am Nachmittag bringt die Brandenburger Spielschar von Manfred Hausmann "Der dunkle Reigen". Ein Wortgottesdienst unter dem Thema "Sankt Hedwig - Bistumspatronin" beschließt den Tag. (Das Spiel mußte wegen regnerischen Wetters in der Klosterkirche gebracht werden, was der akustischen Verständlichkeit sehr Abbruch tat.)
21.5. Jugendwallfahrt nach Altbuchhorst mit 75 Teilnehmern im Bus.
24.5. Die Seelsorgehelferinnen der Umgebung treffen sich mit Frl. Töpper in der Pfarrei.
2.6. P. Beckmanns Zeitpredigt "Priesterlicher Dienst heute - Was sagt das Konzil über Dienst und Leben der Priester?"
4.6. Heute und am nächsten Sonntag sind die 8-Klässler zu einem Einkehrtag in Lehnin.
11.6. Aus der Vermeldung: "Es gehen wieder sogenannte Kettenbriefe um. Nun ist es sicher gut, 3 Ave Maria zu beten. Wir tun es am besten, wenn es zum Engel des Herrn läutet. Aber daran Versprechungen oder Drohungen zu knüpfen, ist barer Unsinn, oder richtiger gesagt: Aberglaube, der bekanntlich eine Sünde gegen das erste Gebot ist. Man schicke solche Briefe nicht weiter, sondern werfe sie in den Ofen".
21.6. Kaplan Illmann hat bei nächtlicher Fahrt durch den Nebel einen Autounfall, der ihm - Gott sei Dankl - außer ein paar Schrammen nur eine leichte Gehirnerschütterung einbringt, dem Pkw aber Totalschaden. Er liegt zuerst im Potsdamer Bezirkskrankenhaus, dann im Marienkrankenhaus. Am 2o.Juni bringt ihn der Pfarrer noch für 3 Wochen zur Erholung nach Waaren. Es scheint alles sehr glimpflich ohne Nachwirkungen abgegangen zu sein.
8.7. In der St.Hedwigs-Kathedrale der Empfang und das festliche Amt für den aus Rom zurückgekehrten Kardinal Bengsch.
6.8. Eine sehr schöne Dampferfahrt nach Phöben mit einen Boot von Herzog aus Ketzin. Es nehmen 53 Erwachsene und 37 Kinder daran teil. In Phöben ist Mittagessen zu erschwinglichen Preisen vorbereitet, Badestrand, und Gelegenheit, spazieren zu gehen.
14.8. In Neustadt halten wir nunmehr zwei Wochen, die erste mit den Kindern, die in diesem Jahr zur Erstkommunion waren (Nachbereitung) und die zweite mit den Kommunionkindern des kommenden Jahres. Für die Ausstattung des Sommerhauses dort in Neustadt haben wir durch die Anschaffung von Doppelstockbetten nachgeholfen. Die Wochen sind jeweils mit einem Kaplan, der Seelsorgehelferin und 3 Helfern (Helferinnen) ausgestattet.
30.8. In diesen Jahr unternehmen unsere Kinder als Abschluß der Kindertage eine Fahrt nach Berlin zur Sankt Hewigskathedrale.
8.9. Im Dom ein ökumenischer Gebetsgottesdienst der Jugend.
9.9. Es verstarb der Generalvikar Prälat Drews. R.i.p.
19.9. In den Kreisen "Zur Diskussion über die Ehelosigkeit der Priester" mit lebhaften Diskussionen.
7.10. Der Diözesantag der Kolpingsfamilie in Brandenburg. Der Saal ist fertiggestellt und erstrahlt in neuem Glanz. Über loo auswärtige Gäste sind gekommen und in den Familien der Pfarrei untergebracht. um Sonnabend nach der Eröffnung im Pfarrsaal in der Kirche das Spiel von Manfred Hausmann "Der dunkle Reigen", was gerade im geschlossenen Raum der Kirche zu besonders intensiver Wirkung kam. Komplet und Beichtgelegenheit. An Sonntag hält Pfarrer Zoda die Männermesse und Predigt. Nach einem "Stehfrühstück"im Pfarrsaal das Hauptreferat, das der Pfarrer hält "Der Kolpingssohn im Glaubensjahr der Kirche" und Gespräche darüber. Mittagessen im Hotel zum Bären, dann Dombesichtigung mit guter Fühhrung. Mit einer Schlußandacht um 16 Uhr schließt der Diözesantag.
9.lo. Silberhochzeit der Eheleute Arndt.
17.10. Eine Frau der Gemeinde, Mutter von l0 Kindern, die mit dem 11. Kinde geht, soll drei Wochen Erholungsurlaub haben. Es gelingt Frl. Töpper mit Hilfe einiger anderer Frauen, den Haushalt mit den lo Kindern und einem nicht sehr arbeitswilligen Vater über die drei Wochen aufrecht zu erhalten. Einerseits eine erfreuliche Leistung derer, die es zustande brachten, andererseits ein schwieriges Symptom, das sich diese Hilfe nur mit allergrößten Schwierigkeiten organisieren ließ.
21.lo. Wieder Altentag in der Gemeinde, von den Elisabethfrauen liebevoll vorbereitet. Es werden die Einladungen geschrieben und persönlich in den Bezirken ausgetragen. Das Abholen mit dem Auto, wo nötig, wird organisiert. Kuchen, Kaffee, Blumen, und Tische Decken. jedesmal ist erst heilige Messe mit Predigt, dann sind die Alten Gast im Pfarrsaal, und der Kindergarten und am Nachmittag die Schulkinder sorgen für ein kleines Programm. Die Alten sehen die Kinder lieber als die Jugend, deren Lieder und Darbietungen ihnen meist ein wenig fremd bleiben.
28.l0. Zur Vorbereitung auf das Christkönigsfest hält Kaplan Pietralla aus Belzig einen Einkehr-Nachmittag für unsere Jugend.
30.10. P. Ogiermann mit seiner Predigt "Schwarze Madonna - Kirche in Polen".
12.10. Zum zweiten Mal kommen die Dresdner Kapellknaben nach Brandenburg. Nachdem sie am Sonnabend in Potsdam gesungen haben, singen sie bei uns die l0 Uhr Messe, und nachmittags um 16 Uhr im Brandenburger Dom ein geistliches Konzert.
21.l0. Als letztes der Ausstattung ist nun auch das Altar-Hänge-Kreuz von Joachim Kaiser, Erfurt, fertiggestellt und angebracht, in der Kapelle des Marienkrankenhauses.
22.10. Kaplan Illmann spricht in den Kreisen über "Die Reformation katholisch gesehen".
24.l0. Frl.Töpper erhält aus dem Westen über Genex einen Trabanten geschenkt, der von ihr und dem Kaplan gefahren wird. Außerdem sind noch zwei alte und sehr alte VW in der Pfarrei für Pfarrer und Kaplan Ludwig.
3.12. Der übliche Männertag. Thema "Der Friedensdienst der Kirche".
13.12. Konvent der Priester und der Seelsorgehelferinnen, zwar mit getrennter Tagesordnung, aber mit gemeinsamen Mittagessen.

 

 

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