Chronik
Katholische Pfarrgemeinde Heilige Dreifaltigkeit Brandenburg a.d. Havel
Chronik ab 1903 | - 1972 - |

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2000                  
 
Chronik des Jahres 1972

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9.1. Im Pfarrsaal von unserer Spielgruppe unter Leitung von Werner Kießig ein Weihnachtsspiel "Und ist ein Mensch geworden"
10.1. Die Verkehrsschulungen werden fortgesetzt.
14.1. Diamantene (60 jährige) Hochzeit von Alexander und Magdalena Witkowski aus Ketzür.
16.2. Für die Frauen eine Bildbetrachtung nach Hendrichs "Von der Kraft des Glaubens".
27.2. In der Fastenzeit für die Kinder abwechselnd eine Kindergruppenmesse im Unterrichtsraum, oder der Kinderkreuzweg in der Kirche.
5.3. Es wird in der Gemeinde das neue Interims-Gesangbuch in Benutzung genommen, das zwar wegen seines kleinen Formates und seines Preises (2,50 M) sehr beliebt ist, in dem aber eine Menge gewohnter Lieder fehlen. Wir werden viele neue Lieder und Gesänge einüben müssen.
17.3. Der Kreuzweg, noch einmal von den Männern als Bildbetrachtung gestaltet, nach dem Konstanzer Kreuzweg.
22.3. Als herausragendes Ereignis in dieser Bußzeit diesmal ein gut vorbereiteter Bußgottesdienst, in dem vom 6 Priestern Beichtgelegenheit geboten wird. Es ist ein guter Besuch und auch die Beichtgelegenheit wird eifrig genutzt. Bußgottesdienste als Hinführung zur sakramentalen Einzelbeichte, als Gewissensbildung, als Buße der Gemeinde als Gemeinde: Diese Bußgottesdienste fanden in allen Kirchen das Dekanates statt.
24.3. Ein "Zugezogenen-Treffen" in Pfarrsaal mit Kaffee und Kuchen und Bier. Gemeint sind die mehr oder minder deutschen Auswanderer aus Polen, die nun ständig hier bleiben wollen. Zum Teil sprechen sie wenig deutsch, haben mit der Arbeit und Wohnung Schwierigkeiten, die Kinder haben sie auf der Schule, sie haben auch Schwierigkeiten, sich in das kirchliche Leben hier in der Diaspora einzugewöhnen.
27.3. Nachdem die vorläufigen Entwürfe diskutiert und verbessert worden sind, und noch die Entwürfe der Inneneinrichtung (Altar, Tabernakel, Legile und Taufe) vom Architekten Klaus Stehr dazu gekommen sind, beschließt der Kirchenvorstand, die Kirche nach diesen Plänen umzugestalten. Um die einzelnen Stücke der Innenausstattung zu erproben, sollen zunächst Modelle angefertigt und aufgestellt werden. Zur Kostendeckung stehen z.Z. im Kirchbaufonds und im Fonds für kirchliche Zwecke insgesamt 51.8oo M zur Verfügung. Die Genehmigung zum o.g. Beschluß wurde in Kürze vom bischöflichen Ordinariat gegeben.
1.4. Herr August Gordalla hat seinen über l0 Jahre durchgehaltenen Küsterdienst an unserer Kirche beendet. Ihm wird im Gottesdienst gedankt. Ein neuer Küster ist nicht zu finden. So werden aus den Frauen der Gemeinde 4 Gruppen zu je 4 Frauen gebildet, die einmal im Monat die Kirchenreinigung übernehmen. Schwer sind solche Helferinnen zu finden .....
11.4. Im Kreis Junger Familien spricht Oberärztin Frau Dr. Reinecke über Kinderkrankheiten.
18.4. Ein leider schlecht besuchter Kreis von Adolf Thon über "Camillo Torres - Theologie der Gewalt?" im Unterrichtsraum der Bergstr.4.
30.4. In diesem Jahr zwei Erstkommunionfeiern in der Pfarrkirche. Mit Kindern und Angehörigen ist jedes mal die Kirche gefüllt. So wird in einer dazwischen geschobenen Messe um 8.30 Uhr am ersten Sonntag der Maiferien die Erstkommunionfeier von Nord gehalten, am zweiten Sonntag die von der Pfarrei. Im nächsten Jahr wird es umgekehrt sein.
30.4. Für einige Tage unternimmt Frl. Töpper mit 2o Mädchen eine Fahrt nach Quedlinburg. Kaplan Holfeld fährt mit den Ministranten nach Lindow.
16.5. Innerhalb der ökumenischen Woche ist der diesjährige Wortgottesdienst im Dom mit Ansprachen von Superintendent Dr. Forck und Generalvikar Prälat Schmitz.
22.5. In Lehnin der Dekanatstag mit unserm Kardinal Bengsch. Nachmittags drei Arbeitskreise über P. Maximilian Kolbe (von einem polnischen Professor gehalten), über Lichtenberg (von P. Ogiermann) und über Pfarrer Fröhlich (von Pfarrer Stahl gehalten). Diese Kreise waren volkstümlich und kamen gut an. Dann spielten die Brandenburger "Die Frauen von Karatas", ein Spiel um die Vergebung, ausgezeichnet gespielt und aufgenommen.
23.5. Goldene Hochzeit der Eheleute Erd in Hohenferchesar.
25.5. Die Jugend fährt wieder zur Jugendwallfahrt nach Altbuchhorst.
11.6. Unsere Spielgruppe spielt noch einmal "Die Frauen von Karatas" auf dem Dekanatstag in Chorin.
12.6. Goldene Hochzeit von Johann und Else Kuptz.
19.6. Seit zwei Jahren ist die Erneuerung unserer Pfarrkirche geplant und vorbereitet worden, ausgereifte, diskutierte und genehmigte Pläne liegen vor. Schon seit Monaten ist die Materialbeschaffung im Gange. Wir sind bei allen Überlegungen von drei Grundsätzen ausgegangen:

- Welches Material ist zu haben?
- Was können wir mit unsern Leuten selber machen?
- Was können wir selber bezahlen?

Jetzt erfolgt der Auszug aus der Kirche in den Pfarrsaal, und wir danken heute noch den Erbauern des Pfarrsaales, daß uns dieser Raum geschaffen wurde. Für ein Jahr werden wir hier den Gottesdienst halten müssen, gewiß in großer Enge, aber im Winter doch in erfreulicher Wärme. Zunächst war vorsichtig nur eine Erneuerung des Altarraumes geplant, da aber unsere Leistungskraft anscheinend größer ist, wird die Erneuerung bald auf die ganze Kirche ausgedehnt, sicher die beste Lösung, wenn sie durchführbar ist.

In den ersten Tagen ist eine gewaltige Menge von Helfern da, sodaß die ersten Abrißarbeiten sehr schnell gehen. Am 21.6. wurde übrigens der Grundstein von 1848 in einer etwas zerstörten Kassette gefunden. Leider ist die eigentliche Urkunde durch Feuchtigkeit sehr verblichen, die gedruckten Beilagen sind gut erhalten.

21.6. Der Baustab (Pfarrer Semrau, Architekt Klinger, Bauingenieur Mitrenga, Bautechniker Nowitzki, Kießig als Arbeitseinsatzleiter) kommt zunächst jede Woche zusammen, um die Arbeit am laufen zu halten. Naturgemäß tritt nun alles andere in der Pfarrarbeit etwas in den Hintergrund, die ganze Aktivität soll sich auf die Erneuerung der Kirche konzentrieren. In einem eigenen Tagebuch wird notiert, was an jedem Tag gemacht wurde, wer gearbeitet hat, aber auch die Verhandlungen, Aufträge und Erkundungen.
5.7. Wieder beginnen die Kindertage in der Pfarrei, diesmal etwas beengt, da der Pfarrsaal Kapelle ist.
7.7. Der Pfarrer hält zusammen mit dem reformierten Pfarrer Langhoff im Marienkrankenhaus eine "Ökumenische Trauung", richtiger; eine Trauung unter Mitwirkung eines evangelischen Geistlichen. In diesem Fall sicher verantwortbar und von Pfarrer Riethmüller und Pfarrer Langhoff loyal vorbereitet, auch was die katholische Kindererziehung angeht.
31.7. Wegen Bauarbeiten in Neustadt müssen wir unsere Kinderwochen kurzfristig nach Lehnin verlegen, was P. Engler dankenswerter Weise ermöglicht.
1.8. Kaplan Holfeld wird nach Plaue versetzt, nach Dreifaltigkeit kommt der Neupriester Norbert Kliem.
30.8. Als Abschluß der Religiösen Kinderwochen wird mit den Kindern eine Tagesfahrt nach Havelberg und Sandau unternommen.
4.9. Es hat sich als notwendig herausgestellt, auch die Dachrinnen und Abfallrohre an der Kirche mit zu erneuern. Der Kirchenvorstand faßt den dazu nötigen Beschluß. der Baureferent des Bischöflichen Ordinariates ist bei der Beschaffung fertiger Zinkrinnen und Rohre sehr behilfliche ebenfalls bei der Besorgung von 9 neuen Gas-Heizkörpern.
10.9. Segnung der Schulanfänger im l0 Uhr Gottesdienst, auch die Elternbesprechung ist vorausgegangen.
17.9. Das Ewige Gebet versammelt die Gemeinde zu besonderen Anbetungsstunden am Nachmittag, 14 Kinder, 15 Jugend, 16 Frauen, 17 Männer.
24.9. Nun werden nach Möglichkeit in jedem Monat eigene Kirchbaukollekten gehalten. Mit schönen Erfolg, und vieles wird dem Pfarrer noch nebenher für diesen Zweck gegeben.
30.9. Ein eigener Altengottesdienst, diesmal ohne gemeinsamen Kaffee, da kein Raum dafür vorhanden ist. Aber in den Wochen danach bis Weihnachten laden immer wieder Familien die Alten zu sich nach Hause in einen Familienkreis, lassen sich auch Anschriften für diese Einladung geben.
8.10. Wieder Kirchbaukollekte, dabei 40 M mit einem Zettel: "Die erste Rentenerhöhung als Spende".
10.10. Ein gut besuchter und gut angekommener Lichtbilder-Vortrag von P. Ogiermann, SJ, über "Der Weg eines Gewissens - Lichtenberg".
28.l0. Der alljährlich Männer-Rosenkranz hat seinen Besucherstamm.
29.10. Der Dekanats-Jugendtag ist wieder in Rathenow, wo Kaplan Illmann als Dekanats-Jugendseelsorger ist.
5.11. Die Gräbereinsegnung auf dem Neustädtischen Friedhof wird gut besucht, erstaunlich gut besucht. Die Hektik des Lebens läßt wohl gerade solche Frömmigkeit wohltuend wirken.
8.11. Eine Elternbesprechung im Kindergarten, auf der allerlei Probleme und Wünsche zur Sprache kommen, manchmal etwas wirklichkeitsfremd ...
12.11. Bei der St. Martinsfeier ist wieder St. Martin auf einem Pferd dabei (von Werkner). Die Kinder vergessen aber nicht, daß der Martinstag ein Tag des Teilens ist, und bringen ihre Gaben für die kranken Kinder im Norbertus-Haus von Michendorf, denen in all diesen Jahren die Patenschaft gilt.
13.11. Ein gewaltiger Sturm kommt über unsere Lande, unsere Kirche erleidet relativ geringe Schäden: Das hölzerne Kreuz auf dem Turmstumpf bricht aber, bleibt aber am Blitzableiter hängen und liegen. 3 Dachluken werden hochgerissen und das Glas zerschlagen. Auch diese Häuser kommen fast ohne jeden Schaden davon.
3.12. Die Kollekte Not in der Welt" bringt 5.449,25 M zusammen.
21.12. Die 4 Gruppen von je 4 Frauen kommen im Unterrichtsraum zusammen, um auch einmal herzlich bedankt zu werden, was auch sichtbaren Ausdruck in einer Flasche (Meß)wein und in Bohnenkaffee findet.
24.12. Die Christmesse wird wieder um 22 Uhr gehalten. Die Kollekte am ersten Weihnachtstag ist für den Kirchbau bestimmt.
31.12. 6 1/2 Monate standen ganz im Zeichen des Umbaues unserer Pfarrkirche. Eine Übersicht über die Arbeiten soll erst am Tag der Einweihung gegeben werden. Aber großer Dank ist allen Bauhelfern zu sagen, angefangen vom Baustab bis zum letzten Jugendlichen.

 

 

Vergrößern?
Kardinal Bengsch
beim Dekanatstag in Lehnin
am 22.5.1972

 

 

Vergrößern?
Kardinal Bengsch beim
 Dekanatstag in der
Lehniner Klosterkirche

 

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