Chronik
Katholische Pfarrgemeinde Heilige Dreifaltigkeit Brandenburg a.d. Havel
Chronik ab 1903 | - 1973 - |

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Anlage zur Chronik des Jahres 1973

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| Chronik des Jahres 1973 |

Von den Anfängen bis 1973. - zusammengestellt von Pfarrer Harry Semrau im August 1973

Chronik
der Pfarrgemeinde zur Heiligsten Dreifaltigkeit, Brandenburg.
Von den Anfängen bis 1973.

Bei den belgischen Fabrikarbeitern und den aus allen Ländern angeworbenen Soldaten befanden sich viele Katholiken. Zu deren Seelsorge haben seit 172o die preußischen Könige Friedrich Wilhelm 1. und Friedrich 11. Dominikaner aus Halberstadt zugelassen. Von Potsdam aus werden P. Bello (ab 1722) und P. Raymund Bruns (ab 1731) auch gelegentlich in Brandenburg Gottesdienst gehalten haben.
1784 wurde auf betreiben des Generals von Zitzwitz den katholischen Soldaten der Mitgebrauch der St. Johannes-Kirche (der ehemaligen Franziskanerkirche) eingeräumt: Dienstag, Mittwoch und Donnerstag darf jährlich einmal (!) katholischer Gottesdienst gehalten werden. Er wurde von der Geistlichkeit von St. Hedwig, Berlin, übernommen. Die 1806 einziehenden Franzosen verwandelten die St. Johannes-Kirche in ein Magazin. Ab 1810 wurde bis 1848 in der St. Petri-Kirche beim Dom der Gottesdienst fortgesetzt, zunächst zweimal, schließlich oh sechsmal im Jahr, von Potsdam
oder St. Hedwig, aus.
1817 war die Regierung bereit, einen eigenen Geistlichen für Brandenburg zuzulassen. Die Anstellung verzögerte sich indessen bis 1844. Die Gemeinde setzte sich zusammen aus Veteranen, Ausländern (Iren, Franzosen, Italienern. Polen) aus Bayern, Tirolern,
und Schlesiern, Handelsleuten aus Westfalen und Böhmen. Um 1810 wurden etwa 400 in und um Brandenburg gezählt. Es waren Laien, die sich der Gemeinde mit Hingabe annahmen:
Der 1782 in Italien geborene Kaufmann Giacinto Mauri, dessen Konditorei in der Hauptstr.14 ein beliebter gesellschaftlicher Sammelpunkt war. Mauri hielt die Katholiken zusammen, er war Brandenburgs erster katholischer Kirchenvorsteher seit der Reformation, über drei Jahrzehnte lang verhandelte er mit der Regierung, mit Bischöfen, mit Königen wegen der Anstellung eines eigenen Geistlichen, dessen Ankunft er aber nicht mehr er Mauri wurde durch die anderen Kirchenvorsteher tatkräftig unterstützt, durch die westfälischen Kaufleute Bendix und Potthoff, durch den aus Böhmen stammenden Schleifer Gottfried Riedel, der fast 50 Jahre lang, bis 1874, sein Amt verwaltete.

Am 13. 10.1844 wurde der aus Frankenstein/Schlesien kommende Pfarrer Ignatz T i e f f e von Propst Brinkmann, St. Hedwig, als erster ständiger Seelsorger (1844-58) eingeführt. Der neue Pfarrer stärkte die Brandenburger Diasporakatholiken in ihrem Selbstbewußtsein, er brachte sie durch die Gründung von Vereinen gesellschaftlich einander näher, er gründete eine katholische Schule, er förderte die Seelsorge in der Strafanstalt, er richtete Gottesdienste in Rathenow ein, vor allem sorgte er sich um ein eigenes Gotteshaus.
Inzwischen war die St. Petri-Kirche baufällig geworden und wurde 1848 polizeilich geschlossen. Bemühungen um die Mitbenutzung der St. Johqnnis- und St. Gotthardtkirche blieben erfolglos. Da kam unerwartete Hilfe durch die 1848 in Brandenburg tagende preußische Nationalversammlung, die im Dom die neue Verfassung beraten sollte. 44 katholische Abgeordnete beschwerten sich beim Minister temperamentvoll über das Fehlen einer katholischen Kirche am Versammlungsort. Darauf wurde umgehend die Mitbenutzung der St. Gotthardtkirche gestattet.
Am 29,9,1849 wurde Brandenburg durch Kabinettsordre selbständige Pfarrei und damit von staatswegen rechtsfähig. Die kanonische Pfarr-Errichtung erfolgte am 21.11.1849 durch den Fürstbischof von Breslau.
Durch Vermittlung des Kaufmanns Riedel kaufte die Kirchengemeinde das Grundstück in der damaligen Neustädt. Heidestraße 24. Am 28.10.1848 erfolgte die Grundsteinlegung durch den Fürstbischöflichen Delegaten Propst von Ketteler, St. Hedwig, Berlin. Die Geldmittel für den Bau wurden durch Sammlungen in ganz Europa zusammengebracht. Der Bau der Brandenburger Kirche hat mit den Anstoß zur Gründung des St. Bonifatius-Vereins für die Diaspora gegeben. Der Kirchbau wurde zweimal durch den Magistrat der Stadt behindert und unterbrochen. Am 12.8.1851 benedizierte der Fürstbischöfliche Delegat 2ropst Pelldram die neue Kirche auf den Titel "Heiligste Dreifaltigkeit".

Die Bemühungen des zweiten Pfarrers von Brandenburg, Constantin R i e g e r (1858-69) galten vor allem der inneren Sammlung und Festigung der jungen Gemeinde und der katholischen Schule. 1864 feierte ein Sohn der Gemeinde, ,Adalbert Schrepffer, seine Primiz.

Ein gebürtiger Berliner war Heinrich S c h o m e r (1869-1903), der dritte Pfarrer von Brandenburg. Es gelang ihm mit Hilfe seiner Kirchenvorsteher, vor allem des späteren Stadtverordnetenvorstehers Franz Riedel, die bisherige Privatschule zu einer katholischen Stadtschule zu erheben. In Rathenow wurde 1893 die St. Georgskirche gebaut. Er holte Dominikanerinnen aus dem Mutterhaus Arenberg bei Coblenz in die Pfarrei für den Kindergarten und die ambulante Krankenpflege (1899). Strafgefangenen- und Garnisonseeleorge kamen hinzu. Im Krieg 1870/71 half der Dominikaner P.Ceslaus von Robiano aus St. Paulus, Berlin, bei der Pastoration der Soldaten und der vielen Verwundeten in den fünf Lazaretten. 1872 wurde der erste Kaplan angestellt. Von 1882-93 blieb die Kaplansstelle infolge des durch den Kulturkampf eingetretenen Priestermangels unbesetzt.
1885 wurde das Grundstück Neustädt. Heidestr. 26 als Pfarrhaus erworben, bald darauf das dazwischenliegende Grundstück Nr.25.
Rege Vereinstätigkeit blühte wieder auf. Besondere festliche Ereignisse waren das Goldene Priesterjubiläum von Papst Leo XIII. (1888) und der erste Märkische Vereinstag (1891). Geistlicher Rat Erzpriester Schomer, Oder Vater der Gemeinde", starb am 29.1.1903, nachdem er 34 Jahre lang in Brandenburg gewirkt hatte, und ist auf dem Neustädt. Friedhof begraben.

Unter Pfarrer Bruno G l a s n e c k (1903-19) war eine Renovation der Kirche notwendig geworden. 19o6 wurde der neue Hochaltar eingeweiht, 1913 die Kirche neu gemalt, wurden neue Fenster eingebracht.
In Lehnin wurde 19o4 ein Grundstück erworben und eine Krchbausammlung begonnen. Ja der Pfarrei wurde 1905 ein Vereinssaal erbaut', die Petroleumlampen in Kirche und Pfarrhaus wurden 19o9 abgeschafft. Bereits 1909 waren eine Anzahl Ortschaften den neuerrichteten Kuratien Werder und Ketzin zugeteilt.
1911 wurde auch Treuenbrietzen und Umgebung von der Pfarrei Brandenburg abgetrennt.
19o5 ließ die konvertierte Gräfin Fürstenstein in Schloß Wiesenburg eine Kapelle einrichten.
Während des Krieges 1914-18 beteiligten sich Vinzenzverein und Gemeinde an der Linderung der Kriegsnot. 1917 mußten die Glocken von 1850 abgeliefert werden, etwas später die großen Orgelpfeifen. 1917 feierte die Gemeinde die Primiz des Dominikaners Wolfgang Wessoly.

Pfarrer Bruno S c h u b e r t (1919-37) war Administrator in Ziegenhals/Oberschlesien gewesen, ehe er in Brandenburg eingeführt wurde. Sein Bestreben ging dahin, für alle fern der Kirche wohnenden Katholiken den Gottesdienst an ihrem Wohnort abzuhalten. Ihm stand dabei ein Kaplan zur Seite, ferner der für die Strafanstalt angestellte Pfarrer Roenspieß, und ab 1926 ein zweiter Kaplan der im Krankenhaus untergebracht war.
Ab 1922 entstand aus einem Gartenrestaurant in der Bergstr.1-3 allmählich das Krankenhaus "Sankt Paulusberg", das zunächst die Dominikanerinnen übernahmen. 1926 übergaben sie es dem Caritasverband, der es in ein Altersheim umgestaltete und ein neues Krankenhaus baute. 1927 wurde dies als St. Marienkrankenhaus von Weihbischof Deitmer eingeweiht; 1926 hatten es die Franziskanerinnen von Vöcklabruck/Oberösterreich übernommen.
1923 wurde die 2rimiz des Pfarrkindes Viktor Kirsch gefeiert. 1925 wurden drei neue Glocken eingeweiht, die dann 1926 das 75 jährige Jubiläum der Pfarrkirche einläuteten. 1927 war der 25.Märkische Katholikentag ein glanzvolles und bekenntnisfreudiges Ereignis, von Dr. Sonnenschein propagiert und organisiert, zu dem sich 17 ooo Katholiken aus Berlin und der Mark einfanden.
Als 1929 die Stadt Brandenburg die Jahrtausendfeier ihrer Gründung beging, fand auf dem Harlungerberg (Marienberg) ein großes Treffen der katholischen Diözesanjugend mit Direktor Puchowski statt (Organisation Kaplan Klawitter, Brandenburg).
193o beging Lehnin das 75o-jährige Bestehen des Klosters. Da man die Lehniner Katholiken nicht zur Vorbesprechung geladen hatte, veranstalteten sie eine eigenen Feier mit dem Zisterzienser Prior Alfons aus Hardehausen; leider nahm der Evangelische Bund Anstoß daran.
1932 wurde in Belzig die St. Bonifatiuskirche von Bischof Schreiber benediziert, deren erster Pfarrer 1933 Kuratus Erich Tschetschog wurde.
1934 benedizierte Bischof bares in der Walzwerksiedlung die St. Bernhardkapelle. Um den Bau und die Sammlung der Gemeinde hat sich Obermeister Franz Sievert sehr verdient gemacht. 1940 wurde Georg Tuntke der erste Kuratus der selbständigen Kuratie St. Bernhard.

Es folgten sehr schwere Jahre für die Gemeinde Brandenburg. 1937 wurde Pfarrer Schubert von der Gestapo verhaftet; er hatte im Zuchthaus Brandenburg geistlichen Mitbrüdern Lesestoff und Lebensmittel "über das Maß des Erlaubten" verschafft. Am 6.Mai fand man Pfarrer Sohubert erhängt in seiner Zelle auf, wie der amtliche Bericht lautete. Die Lesezeichen im Brevier bewiesen, daß er bis zuletzt darin gebetet hatte. Eine letzte Klarheit über seinen Tod wird sich nicht mehr finden lassen. Am 12.Mai wurde er unter großer Anteilnahme von Priestern und Gläubigen auf dem Neustädt. Friedhof beigesetzt.

Pfarrer Albrecht J o c h m a n n (1937-6o) kam von Hl. Familie in Stettin, als er zum Pfarrer von Dreifaltigkeit in Brandenburg berufen wurde. Seine Ankunft fiel in eine für die Kirche schwere Zeit, die seine Kräfte bis aufs äußerste anspannte und verzehrte. Er hat die Pfarrei geleitet, als die kirchenfeindliche Haltung des Nationalsozialismus das kirchliche Leben mehr und mehr einengte; er hat mit der Gemeinde die Zerstörungen des Krieges (1939-45) erlitten; er hat den Wiederaufbau von Gemeinde und Kirche in der notvollen Nachkriegszeit durchgeführt.
Einengungen und Verbote: Die Priester durften bald keinen Religionsunterricht in den Volksschulen mehr erteilen (1937). Der Gottesdienst in der Landesanstalt Görden wurde eingeengt. 1938 löst die Geheime Staatspolizei die Kolpingsfamilie auf, danach den Arbeiterverein. 1938 wird das Berliner Kirchenblatt verboten.
1939 erfolgt die Auflösung der katholischen Schule, die seit 1848 zuerst als Privatschule, seit 1861 als städtische Schule bestanden hatte. 1939 scheitern die Bemühungen um regelmäßigen Gottesdienst auf dem Görden am Einspruch des Oberbürgermeisters gegen den Ankauf eines Hauses. ,ab 1941 durften keine Meldungen mehr vom Einwohnermeldeamt und Standesamt an das Pfarramt gegeben werden. 1942 muß der Religionsunterricht auf den Dörfern mehr und mehr eingestellt werden.
1942 hatte die Kirche die Glocken von 1925 zum Einschmelzen abliefern müssen. Aus der Pfarrbücherei wurden alle nicht streng religiösen Bücher (76o) beschlagnahmt.
Seit 1939 wuchs die Seelsorge an Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern stark an. Es waren etwa 2ooo Polen und an 15-20 Stellen gefangene Franzosen zu betreuen. Schikanen und Verbote engten die Seelsorge immer mehr ein und machten sie gefährlich.
In der Kriegszeit boten Fliegeralarme, Verdunklungsvorschriften und schließlich die Luftangriffe die Handhabe, das kirchliche Leben über die Maßen zu behindern. Trotz Kirchenkampf und vielerlei Bedrängnis behielt das Gemeindeleben Kraft und Lebendigkeit.
Der Pfarrer ließ sich nicht entmutigen, eine neue Heizung für die Kirche anzuschaffen. 1939 wurde das Kircheninnere gründlich renoviert.
Am 26.3.39 feierte der Neupriester Heribert Rosal seine Primiz.
Als Bischof Konrad Graf von Preysing 1939 die Firmung spendete, war der Bedrängnis der Zeit entsprechend sein Thema: "Der Glaube kostet heute etwas, muß uns daher besonders teuer sein."
Die wachsende Industrie brachte einen Zustrom an katholischen Arbeitern, sie wurden vom Laienapostolat aufgesucht. Vermehrung der Gottesdienste, der pfarrlichen Veranstaltungen, aber auch der caritativen Bemühungen der Gemeinde waren die notwendige Folge.
Etwa 35 Frauen gaben den Kindern auf den Außenbezirken Unterricht und bereiteten sie auf die heiligen Sakramente vor.
Die Totengottesdienste für die gefallenen Söhne der Gemeinde nahmen zu, darunter 1941 für Oberst Werner Mölders, 1943 für den letzten Träger des Namens Riedel, den Leutnant Gottfried Riedel.

Die Zerstörungen am Ende des Krieges: Am 31.3.45 wurde bei einem Luftangriff das Gesellenheim total zerstört und ein Teil des Küsterhauses; eine Bombe durchschlug Dach und Küche des Pfarrhauses und blieb im Erdgeschoß liegen: ein Blindgänger.
Am 24.4.45 begannen die letzten Kämpfe um die Stadt. Am 25. und 26.April wurde der Kirchturm der Dreifaltigkeitskirche beschossen, es wurden Scharfschützen auf ihm vermutet. St.Pauli-Kirche und Kloster brannten, starker Funkenflug setzte das Dach der Dreifaltigkeitskirche in Brand, sie stürzte ein und brannte bis auf die Grundmauern aus, Löschversuche waren bei dem starken Beschuß unmöglich. Alles Inventar" alle Paramente, auch die älteren Kirchenbücher wurden vernichtet.

Der Wiederaufbau in notvoller Nachkriegszeit:
Ab 7.5.45 fanden wieder Gottesdienste statt im Pfarrsaal, im Kreuzgang von St. Pauli, in St. Gotthardt, in der Kapelle des Neustädt. Friedhofs, ab 23.12.45 in dem zur Notkapelle einge- richteten Speicherraum der Firma Riedel, Katharinenkirchplatz 10.
Zu großem Dank bleibt die Gemeinde den Schwestern vom Marienkrankenhaus für vielfältige Hilfe verpflichtet. Sie stellten auch Schwester Eugenia für den Kindergarten und Schwester Rochina für die ambulante Krankenpflege zur Verfügung. Es wurde versucht, der Kirche das Marienkrankenhaus zu nehmen, aber bis zum Ende des Jahren gelang eng den kirchlichen Charakter des hausen und das Eigentumsrecht des Caritasverbandes zu wahren.
Zusammen mit der Inneren Mission wurde die Bahnhofsmission wieder aufgenommen, wegen der Flüchtlings- und Heimkehrerzüge von größter Bedeutung.
1946 wurde in mehreren Dörfern Gottesdienst und Unterricht eingerichtet. Im Dezember 1946 wurde P. Alfons Engler MSF als Lokalkaplan für Lehnin eingesetzt. Alles war In Bewegung geraten alteingesessene Gemeindemitglieder zogen fort, nach dem Westen, - Umsiedler und Flüchtlinge zogen zu# in die Stadt, auf die Dörfer. Ein neuer politischer Druck machte sich bemerkbar. Unablässig sorgte sich indessen Pfarrer Jochmann um die Wiederherstellung der Kirche. 1947 wurde die Bauerlaubnis gegeben, unter der Bedingung, daß kein Material und keine Arbeitskräfte gefordert worden dürften. Am 24.6.48 erfolgte das Richtfest, es war der Tag der Währungsreform. Der Bau mußte unterbrochen werden. Später konnten von der Gemeinde aus Trümmern im Stahlwerk und Arado Klinkersteine und Asphaltplatten geborgen werden. Als das wieder gestoppt wurde, konnte unerwartet das angrenzende Ruinengrundstück Neustädt.Heidestr.27 erworben werden", auf dem die noch erforderlichen Mauersteine vorhanden waren.
Bei der Finanzierung des Aufbaues haben Kardinal von Preysing, das Bischöfliche Ordinariat und auch wieder das Bonifatiuswerk für die Diaspora großzügig geholfen.
Am Palmsonntag, dem 10.4.49, war der Einzug in die wiederhergestellte Kirche. Die innere Ausgestaltung erforderte allerdings noch Monate eifrigen Schaffens. Zur Jahrhundertfeier der Kirche am 12.8.1951 war dann die Ausmalung und Einrichtung der Kirche vollendet. Bischof Weskamm hielt das Pontifikalamt, der Chor der St. Hedwigskathedrale sang in der Messe und nachmittags ein geistliches Konzert im Dom.
Eine Festschrift zur Jahrhundertfeier von Dr. Ursula Creutz erläutert Malerei und Einrichtung der Kirche und gibt eine gediegene kirchengeschichtliche Darstellung der Brandenburger katholischen Gemeinde.
Inzwischen wurde auch 1947 in Lehnin von P. Engler im Hause Völker, Hauptstr.9, eine Kapelle ausgebaut, nachdem bereits am 29.3.1896 nach 354-jähriger Unterbrechung wieder die erste heilige Messe gefeiert war. Kaufmann Georg Völker bildete mit seiner Familie als ein echter Laienapostel den Stützpunkt der Kirche in Lehnin und Umgebung. 1951 wurde ein Wirtschaftsgebäude zum Pfarrheim umgebaut. - Auf dem Görden war seit 1942 gelegentlich Gottesdienst, ab 1948 in einer Hauskapelle in der Mendelssohnstr. 39 am 25.5.52 wurde die Kirche St.Elisabeth von Generalvikar Puchowski benediziert. Erster Seelsorger war Kuratus Rolf Metzen.
Am 11.7.53 wurde die Kirche St. Josef in Jeserig von Bischof Weskamm benediziert. P. Gregor Smelz war der erste Seelsorger. -
Die Kolpingsfamilie hatte auf ihre Initiative und Kosten und durch die Eigenarbeit vieler Mitglieder einen Pfarrsaal gebaut, Paul Portalla und Wilhelm Stöber vor allem, waren die Initiatoren.
Am 24.4.57 wurde der Pfarrsaal eingeweiht" 1959 eine Bühne angebaut. - Alle diese Bauten waren in jenen Nachkriegszeiten trotz unsagbarer Schwierigkeiten zustande gekommen: Mangel an Baumaterial, Behördeneingriffe, Geldmangel, fehlende Arbeitskräfte" Unterbrechungen. Es ist von Priestern und Gemeindemitgliedern zähe und harte Arbeit geleistet worden, um die Bauten zu errichten. Zugleich hat diese gemeinsame Arbeit die Gemeinden untereinander und mit ihrer Kirche zusammengeschweißt.

Der Innere Aufbau: Es galt vor allem, den Flüchtlingen und Umsiedlern eine neue Heimat in der Gemeinde zu geben. Das war eine caritative und seelsorgliche Aufgabe, der Pfarrer und Gemeinde mit allen Kräften dienten. Ausreichende und regelmäßige Gottesdienste, auch auf den vielen Außenstellen, meist als Gast in den evangelischen Kirchen, ebenfalls Religionsunterricht wurden eingerichtet. Priester und Pfarrhelferin fuhren dazu meist mit dem Fahrrad. (Pfarrer Jochmann veröffentlichte 1951 eine kleine Missionsschrift "Fahrrad und Postkarte - zwei Helfer in der Diaspora".)

Eine tiefergreifende Erneuerung brachte die große Volksmission der Redemptoristen an zehn Orten (1951), die sich über fünf Wochen erstreckte.
Am 27.7.52 wurde Ludwig Kirschner in Berlin zum Priester geweiht, bekam aber keine Aufenthaltsgenehmigung für Brandenburg, um in seiner Heimatkirche die Primiz zu feiern.
Am 26.12.55 feierte der Neupriester Paul Berger seine Primiz.
Am 8.10.59 wurde von Weihbischof Bengsch die Einkleidung von zwei Kandidatinnen für den Konvent der Franziskanerinnen in unserer Pfarrkirche vollzogen, der weitere Einkleidungen in den nächsten Jahren folgten.
Als 1959 zum Krankenhausdiakonat aufgerufen wurdet meldeten sich 6o Frauen und Mädchen, um an einem Sonntag im Monat im Krankenhaus zu helfen.
Ermutigung ging stets von der Teilnahme an den großen deutschen Katholikentagen aus, 1952 in Berlin, 1954 in Fulda, 1956 in Köln und 1953 wieder in Berlin.
Die Gemeinde hat in allen Jahren eine tüchtige und einsatzbereite Jugend gehabt, die begabte Jugendseelsorger führten, besonders ist hier Kaplan Werner Jakubowski zu erwähnen.
Pfarrer, Geistlicher Rat, Erzpriester, Monsignore Albrecht Jochmann verstarb am 14.6.6o an einem Herzinfarkt, nachdem er 23 Jahre lang seiner Gemeinde gedient hatte; er ist auf dem Neustädt. Friedhof beigesetzt.

Nur kurze Zeit war dem Nachfolger, Pfarrer Klaus G a w l i t t a beschieden (1960-62), er kam von Schöneiche, wo er Rektor des Vorseminars gewesen war. Das sehr erneuerungsbedürftige Pfarrhaus wurde umgebaut, was vier Monate in Anspruch nehmen sollte.
1961 wurden neue Kirchenbänke angeschafft. Im Oktober 1961 erlitt der Pfarrer einen Herzinfarkt, von dem er sich nicht mehr recht erholen sollte. Aber das Gemeindeleben ging weiter: Frauen- und Männer-Einkehrtage, Theologenbesuch aus Erfurt, Mission durch die Franziskaner (Mai 1962).
Die Kirche wurde neu gemalt; dabei wurden die Seitenaltäre und die darüber befindlichen Malereien entfernt. Wegen seiner Erkrankung konnte Erzpriester Gawlitta nicht mehr in seinen Dienst zurückkehren. Er wurde am 26.8.62 in einem Gottesdienst von Prälat Drews verabschiedet (und starb am 18.8.64).

Der bisherige Pfarrer von Prenzlau, Harry S e m r a u , wurde
am 16.9.62 von Prälat Schmitz als Pfarrer an der Dreifaltigkeitskirche zu Brandenburg eingeführt.
Da Kirche und Pfarrhaus in baulich ordentlichen Zustand waren, stand für die nächste Zeit die innere Weiterführung der Gemeinde im Vordergrund: die Grundpastoral, Verkündigung, Gottesdienste, Sakramenten-Spendung, Betreuung der Alten und Kranken, Pfarrkreise der Männer (Kolpingsfamilie), der Frauen, Junge Familie, Jugend.
Es galt, die Erneuerungen den 2. Vatikanischen Konzils in der Gemeinde fruchtbar werden zu lassen. Aus diesem normalen, alltäglichen Bemühen der Gemeinde ragen einige Ereignisse heraus.
Die Dekanatstage, alljährlich am Pfingstmontag in der Klosterkirche zu Lehnin, sind an die Stelle der Katholikentage getreten
und haben die gleiche Aufgabe: die Katholiken der Diaspora zusammenzuführen, daß sie die tragende Kraft der größeren Gemeinschaft erleben. Abwechselnd kommen Kardinal Bengsch und die Weihbischöfe Theissing, dann Kleineidam zu den Dekanatstagen.
1965 (und 1967 und 1970) waren die Dresdner Kapellknaben in der Gemeinde und auch im Dom zu einem geistlichen Konzert. Zwei Jungen der Gemeinde wurden Kapellknaben.


Die Seelsorgehelferinnen stehen meist im Hintergrund des Pfarrlebens und haben doch ihre unvertauschbaren Aufgaben in der Pfarrei. Fräulein Anna Fleischer trat nach 27-jährigem Wirken in der Pfarrei in den Ruhestand und wurde von Fräulein Gertrud Töpper am 1.6.65 abgelöst. -
Der Martyrer zur Zeit des Nationalsozialismus wurde in einer Feierstunde am 6.5.65 gedacht, vor allem jener, die im Zuchthaus Brandenburg hingerichtet wurden. Weihbischof Theissing wies darauf hin, dass bisher keine Gedenktafel die Namen der 17 im Zuchthaus Brandenburg hingerichteten Priester der Nachwelt aufbewahrt. -
Im Sommer 1965 räumten Jugendliche der "Aktion Sühnezeichen" mit unseren Männern und Jugendlichen die Ruine der St. Pauli-Kirohe auf.
Als im Oktober 1965 die 800-Jahrfeier des Brandenburger Domes
begangen wurde, fand auch ein Gemeindeabend der katholischen und
evangelischen Gemeinden im Dom statt. Die ökumenischen Bemühungen
wurden greifbarer und setzten sich u.a. in Wortgottesdiensten in
der ökumenischen Woche vor Pfingsten fort, die abwechselnd auch
in der Dreifaltigkeitskirche gehalten werden. -
Da alle Bemühungen um einen Kapellenbau für die zahlreiche Bevölkerung des neuen Wohnviertels in Brandenburg Nord ohne Erfolg blieben, wurde zunächst die Kapelle des Marienkrankenhauses, das am Südrand des Neubaugebietes liegt, ausgebaut. Nach der Neugestaltung stehen statt 50 nunmehr 92 Sitzplätze und viele Stehplätze zur Verfügung. Am 1.8.66 wurde eine Lokalie Brandenburg Nord errichtet" Kaplan Ludwig war der erste Seelsorger, ab 1.10.69 ist es Pfarrer Bernhard Riethmüller. -
Im Frühjahr 1967 wurde von den Männern der Gemeinde der Pfarrsaal gründlich erneuert, so stand er im Herbst für den Diözesantag der Kolpingsfamilie zur Verfügung.

Die Gemeinde machte sich langsam mit Sinn und Aufgaben eines Pfarrgemeinderates vertraut. Man wußte zunächst noch nicht, was man da tun sollte. Allmählich wurde jedoch das Gemeindeleben echt durchdacht und beraten, bis 197o ein gewählter Pfarrgemeinderat errichtet war, der im Advent 1970 einen Fragebogen an alle Gemeindemitglieder richtete. Die Antworten wurden zusammengestellt, der Gemeinde im Gottesdienst bekannt gegeben und für die Pfarrarbeit ausgewertet. -
Am Passionasonntag 1968 wurde ein Orgelpositiv von Schuke, Potsdam, eingeweiht. Frau Dr. Johanna Schell und der Potsdamer Kirchenchor wirkten dabei mit. - Großen Anklang fand ein Altenpflegekurs an 12 Mittwochabenden im Frühjahr 1969, -
Das Ruinengrundstück Nr.27 wurde im Sommer 1969 entrümpelt und es wurden 6 Garagen darauf gebaut.

Seit Mai 1971 haben wir in der Gemeinde zwei vom Bischof ausgesandte Laiendiakone (Diakonatshelfer): den seit 1964 in der Gemeinde tätigen Dekanatsfürsorger Werner Kießig und Arnold Müller. Sie werden vor allem im Raum Belzig eingesetzt, aber auch in der Pfarrkirche. - Kraftfahrer sind aus dem heutigen Leben nicht wegzudenken, sie müssen, was das 5.Gebot angeht, ein besonders feines Gewissen haben" und auch begreifen, daß sie mit ihrem Auto viel Gutes tun können. Sie holen Alte und Kranke zum Gottesdienst, auch zu einem Ausflug. Sie machen ihre Sternfahrten mit Fahrzeugsegnung und Kraftfahrerandacht. Sie haben auch im Winter 1971/72 Verkehrsschulungen Im Pfarrsaal veranstaltet. - Im Mai 1973 nehmen unsere Kinder an der Kinder-Wallfahrt nach St. Hedwig, Berlin, anläßlich der 200-Jahrfeier der Kathedrale teil.
Ein Plakatwettbewerb war damit verbunden.

Bei der Befragung der Gemeinde war der Wunsch nach einer Neugestaltung der Pfarrkirche immer deutlicher ausgesprochen worden. Etwa zwei Jahre wurde geplant und vorbereitete ein Jahr lang (Juni 1972 - Juni 1973) umgebaut.
Zunächst war vorsichtig nur an eine Umgestaltung des Altarraumes gedacht* dann aber wurde doch die ganze Kirche erneuert. Die Mitarbeit der Gemeinde, auch die Spenden für den Kirchbau waren dafür ausreichend. In dem einen Jahr haben 108 Gemeindemitglieder unentgeltlich 1312 Arbeitseinsätze verschiedener Dauer, von 1-5 Stunden, geleistet. Die Kirche erhielt das vierte innere Aussehen (1851, 1906/13, 1949 und 1973), diesmal entsprechend den Reformen des 2.Vatikanischen Konzils und aus dem Stilempfinden der Gegenwart, in funktions- und materialgerechter Gestaltung. (Vergleiche die "Beschreibung der Neugestaltung der Dreifaltigkeitskirche in Brandenburg 1973").
Am Vorabend das Dreifaltigkeitsfestes, dem 16. Juni 1973, konsekrierte Weihbischof Johannes Kleineidam den neuen Altar und feierte unter großer Beteiligung die Eucharistie. Das "Ewige licht" wurde wieder angezündet. "Laß die erneuerte Pfarrkirche ein sichtbares Zeichen einer in Deinem Heiligen Geist erneuerten Gemeinde sein, - wir bitten Dich, erhöre uns!"

Das ragte aus dem alltäglichen Leben unserer Gemeinde heraus. Das andere war, wie es in jeder katholischen Gemeinde ist: Es wurden Ehen geschlossen, Kinder getauft, im Kindergarten betreut, im Glauben unterwiesen, die Jugend gesammelte die Kreise gehalten, Kranke besucht, Sterbende versehen, Verstorbene beerdigt, Außenstellen betreut, silberne und goldene Hochzeiten eingesegnet, Hilfsbedürftige fürsorgerisch betreut, viele Arbeitsbesprechungen im Kirchenvorstand, Pfarrgemeinderat, Baustab und sonst wo gehalten, - vor allem aber die Eucharistie gefeiert, Sakramente empfangen, gebetete geopfert, in der Stille füreinander gesorgt, Gott angebetet, die Kirche in dieser Stadt präsent gemacht, und es hätte alles noch mehr und besser sein können.

Die Pfarrer an der Dreifaltigkeitskirche zu Brandenburg

Ignatz T i e f f e 1844 - 1858
am 13. 1 0. 1844 von Propst Brinkmann, St. Hedwig, eingeführt

Constantin R i e g e r 1858

Heinrich S c h o m e r 1869 19o3
am 20.2.1869 eingeführt

Bruno G l a s n e c k 1903 - 1919
am 4.6.03 von Erzpriester Jende, Potsdam, eingeführt.

Bruno S c h u b e r t 1919 - 1937
am 7.10.19 von Erzpr. Hillebrand, Luckenwalde, eingeführt.

Abrecht J o c h m a n n 1937 - 1960
am 1.7.37 ernannt

Klaus G a w l i t t a 1960 - 1962
im Dezember 6o eingeführt

Harry S e m r a u seit 1962
am 16.9.62 von Prälat Schmitz, Berlin, eingeführt.

 

Aus der Gemeinde hervorgegangene Priester

1864 Adalbert Schrepffer
1917 P. Wolfgang Wessoly O.Pr.
1923 Viktor Kirsch
1939 Heribert Rosal
1952 Ludwig Kirschner
1954 Franz Xaver Walter in St. Elisabeth, Görden
1954 P. Notker Stephan O. Pr. in Berlin Moabit
1955 Paul Berger

Aus der Gemeinde hervorgegangene Ordensschwester

1959 Schwester Maria Regina Goltz (Marienkrankenhaus)

 

Tochtergemeinden der Dreifaltigkeitsgemeinde, Brandenburg

Rathenow
1.Gottesdienst 1.9.18439, ab 1849 von Brandenburg aus, regelmäßiger Gottesdienst ab 12.8.1852 in der Wohnung der Gräfin Schönburg
Grundsteinlegung der St. Georgskirche am 27.5. 1892
Benediktion am 3.9.93 durch Erzpriester Schomer
zur "eigenen Kapellengemeinde erklärt im Juni 1893
erster eigener Seelsorger: 29.9.1899
vermögensrechtlich selbständig: 1.4.28

Tochtergemeinde von Rathenow ist Premnitz

Belzig
1.Gottesdienst 2.Pfingsttag 1911 von Brandenburg aus
Grundsteinlegung der St.Bonifatiuskirche am 28.6.1931 durch
Generalvikar Steinmann
Benediktion am 28.3.1932 durch Bischof Schreiber
erster eigener Seelsorger: Kuratus Erich Tschetschog, 7.5.1933
vermögensrechtlioh selbständig: 1947

Tochtergemeinde von Belzig ist Wiesenburg

Wiesenburg
1.Gottesdienst 9.8.1901 Schloß Wiesenburg Konversion der Gräfin Elisabeth von Fürstenstein am 3.5.19o5 ständige Kapelle in Schloß Wiesenburg ab 19o5 neue Kapelle im Schloß Wiesenburg ab 3. lo. 1923
Bau der St. Elisabethkirche in Wiesenburg von Belzig aus.

Brandenburg, Walzwerksiedlung
Grundsteinlegung der St. Bernhardkirche am Benediktion am 3.6.1934 durch Bischof Bares
erster eigener Seelsorger: Kuratus Georg Tuntke, 1.7.194o seelsorglich selbständig am 1.9.1940
vermögensrechtlich selbständig seit 1956

Tochtergemeinde von St.Bernhard ist Plaue

Brandenburg, Görden
gelegentlicher Gottesdienst seit 1942
Hauskapelle Mendelssohnstr.3 seit 1948
Grundsteinlegung der St. Elisabethkirche am 1.11.1951 Benediktion am 25.5.1952 durch Generalvikar Puchowski
erster eigener Seelsorger: Kuratus Rudolf Metzen, 1.4.1951 seelsorglich selbständig am 1.4.1951
vermögensrechtlich selbständig seit 1956

 

Lehnin Heilige Familie
1.Gottesdienst 29.3.1896 von Brandenburg aus
erster eigener Seelsorger: P. Alfons Engler MSF, 1.12.1946 Benediktion der Kapelle Hl. Familie im Hause Völker, Hauptstr.9
am 19.3.1948 durch Erzpriester Jochmann, Brandenburg vermögensrechtlich selbständig und mit St. Josef, Jeserig wieder
vereint am 1.10.1965

Jeserig. St. Josef
Grundsteinlegung der St. Josefskirche am 8.5.1952
Benediktion am 11.7.1953 durch Bischof Weskamm
erster ständiger Seelsorger, P. Gregor Smelz MSF, 11.7.1953
mit Lehnin vereint am 1.10.1965

Brandenburg Nord
Im Dominikusstift Bergstr.1-3 Hauskapelle seit 11.2.1923
Als St. Marienkrankenhaus am 8.8.1927 von Weihbischof Deitmer
eingeweiht.
Nutzungsvertrag Caritasverband - Pfarrgemeinde Dreifaltigkeit
vom 6.1.1966
Kapelle umgebaut und vergrößert im Frühjahr 1966
als Lokalie Brandenburg Nord errichtet am 1.8.1966
erster eigener Seelsorger: Kuratus Ludwig, 1.8.1966, dann
Pfarrer Bernhard Riethmüller ab 1.10.1969

 

Quellen:

Chronik und Archiv der Pfarrgemeinde Dreifaltigkeit, Brandenburg

Riedel, Ernst:
Katholisches Leben in der Mark Brandenburg. Festschrift zur Feier des fünfzigsten Jahrestages der Wiederanstellung eines katholischen Priesters in Brandenburg a. H.
Berlin: Germania 1894 134 S.

Schneider, Ernst:
Geschichte der St. Dreifaltigkeitsgemeinde Brandenburg (Havel)
1851 - 1926
Brandenburg: Wiesicke 1926 38 S.

Creutz, Dr. Ursula:
Festschrift zum 100 jährigen Bestehen der Dreifaltigkeitskirche Brandenburg (Havel)
Heiligenstadt: Cordier 1951 65 S.

(Diese Chronik wurde zusammengestellt von Pfarrer Harry Semrau im August 1973)

 

 

 

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