Chronik
Katholische Pfarrgemeinde Heilige Dreifaltigkeit Brandenburg a.d. Havel
Chronik ab 1903 | - 1974 - |

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2000                  
 
Chronik des Jahres 1974

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1.1. Der heilige Vater Papst Paul hat den 1. Januar zu einem Tag des Friedens erklärt, der in jedem Jahr dies wichtige Anliegen in das Bewußtsein der Gläubigen heben soll.
Es sind heute l0 Jahre her, daß Herr Werner Kießig in der Pfarrei und im Dekanat seine Arbeit als Dekanatsfürsorger begann. Für seine vielseitige und stets einsatzfreudige Mitarbeit wird ihm herzlich gedankt.
14.1. Pfarrer Heribert Rosal aus Berlin-Oberschöneweide, der aus unserer Pfarrei stammt, hält einen gutbesuchten Vortrag mit vielen Lichtbildern über das Thema "200 Jahre St. Hedwig und Berliner Kirchengeschichte".
15.1. Die Dachrinnen am Pfarrsaal und anderswo müssen erneuert werden. Die Beschaffungsstelle des Bistums und des Caritasverbandes in Berlin liefert fertige Dachrinnen und Anschlußstücke.
2./3.2. In Alt-Buchhorst ein Einkehrtag für die Firmlinge unserer Gemeinde. Die Teilnahme daran gehört zur verpflichtenden Vorbereitung neben den besonderen Glaubensstunden.
3.2. Das gut besuchte Sonntagsgespräch der Männer hat das Thema "Welchen Stellenwert haben Verzicht und Opfer im christlichen Leben?". Das gleiche Thema bei den Frauen.
9.2. Die Kniebänke an unseren Kirchenbänken sind mit Spannteppich bezogen, so sind sie pflegeleichter.
11.2. Eine Besprechung mit Eltern und Paten der Firmlinge hat unerwartet einen fast 100% Besuch und angeregte Aussprache. Neu ist, daß nunmehr auch der Taufname der Firmname sein kann; daß Firmpate der Taufpate oder ein anderer junger Erwachsener sein kann, oder auch, daß die Eltern selber ihr Kind dem Bischof vorstellen. Voraussetzung ist immer, daß der Pate durch kein Rechtshindernis vom Patenamt ausgeschlossen ist, d.h. auf gut deutsch: er muß ein praktizierender Katholik sein.
17.2. In der l0 Uhr Messe spendet unser Bischof, Kardinal Alfred Bengsch, 39 Jugendlichen und 8 Erwachsenen das Sakrament der heiligen Firmung. Die Firmkatechese war vorher (9.30 Uhr) im Pfarrsaal, damit die Befangenheit sich besser löst und auch die Antworten ungehemmter kommen, als vor der versammelten Gemeinde. Es war ein Problem, Firmlinge, 5 Reihen Kinder, Paten und Eltern in der Kirche unterzubringen.
22.2. Faschingsfeiern für Kinder, Jugend und Gemeinde in dem gewohnten Rahmen.
10.3. Kirchenvorstandswahl: Auf sechs Jahre werden von der Gemeinde zu Kirchenvorstehern gewählt: Johannes Holz, Dr. Bernhard Wolff, Paul B1uhm, Felix Nowitzki, Franz Klinger, Bernd Cierzynski, Carl Menzel, Erich Mitrenga. Der Kirchenvorstand hat in regelmäßigen Sitzungen die finanziellen und vor allem baulichen Aufgaben zu beraten und zu beschließen.
13.3. Die Eltern werden zu einem Erfahrungsaustausch eingeladen mit dem Thema "Probleme mit heranwachsenden Kindern und Jugendlichen", den das Ehepaar Thon hält.
20.3. Es beginnt eine Reihe von drei Fastenpredigten, die im ganzen Dekanat gehalten werden. Die Themen schließen sich an den Fastenhirtenbrief des Bischofs an: Pfarrer Scholz über "Seid beharrlich im Gebet", Pfarrer Semrau über "Laßt euch versöhnen mit Gott" und Pfarrer Wenzel über "Seid besorgt, die Einheit des Geistes zu wahren". In unserer Kirche jeweils am Mittwoch Abend.
30.3. Die Pfarrgemeinderäte sind in St. Hedwig mit unserm Kardinal zusammen.
1.4. Etwa l050 Osterbriefe müssen abgezogen, mit Anschriften versehen und von unsern Elisabethfrauen ausgetragen werden. Es ergeht die Bitte, gerade die unbekannten Empfänger persönlich aufzusuchen.
5.4. Ein Bilder-Kreuzweg in der Kirche mit 6 Männern, die die Texte sprechen.
7.4. Palmsonntag, Karwoche und Ostern werden im gewohnten Rahmen unter viel Anteilnahme begangen. - Wenn Mitfeier der Liturgie entstehen soll, braucht es feste Ordnung, Gewöhnung und Tradition, sorgfältige Vorbereitung, immerwährende Bemühung um Vertiefung, wenig Neues bei viel Bekanntem. Liturgie als Ereignis in einer Gemeinschaft wird durch Sucht nach Neuem, sogenannte Kreativität und subjektive Willkür zerstört.
20.4. Es geschieht doch immer wieder in der Gemeinde, daß Besitzer eines Autos dies auch dazu benützen, um Körperbehinderte einmal auszufahren und ihnen so große Freude bereiten.
25.4. Es werden wieder Vorlagen der Pastoralsynode in kleineren Kreisen besprochen, meist auch unter Beteiligung unserer Synodalen. aber es ist sehr mühsam, dafür Interesse zu wecken, es sind wahrlich kleine Kreise.
30.4. Heizungen haben es an sich, daß die Wände über ihnen rauchig werden. Mittel, das abzustellen gibt es nicht. Nur eins: In jedem Jahr nach der Heizperiode die Wände neu zu malen... Das tut in selbstloser und selbstverständlicher Weise Herr Bodenmüller.
5.5. In den Kreisen unter großer Beteiligung und lebhafter  Diskussion das Thema "Probleme, die sich aus der Uno-Deklaration, dem Jugendgesetz und der Jugendweihe für einen Christen ergeben".
12.5. Wir halten an diesem Sonntag 2 Erstkommunionfeiern, um 8.15 Uhr für die Gemeinde Nord, um l0 Uhr für die Pfarrgemeinde. Wenn wieder weniger Kinder sind, wird eine Feier ausreichen und auch allen Eltern und Angehörigen genug Platz bieten.
14.5. Frl.Töpper fährt mit den Mädchen der Schola für einige Tage nach Neustadt, Kaplan Kliem mit Ministranten nach Lindow.
25.5. Der alljährliche beliebte Ausflug der jüngeren Frauen, diesmal nach Kirchmöser in das Caritasheim St. Ursula. Es ist sehr schlechtes Wetter und gewittert gehörig, so sind nur 22 Frauen gekommen, aber sonst war es sehr schön...
27.5. Der ökumenische Gebetsgottesdienst findet wieder in unserer Kirche statt (der neugestaltete Innenraum hat es den anderen angetan). Superintendent Telschow und Pfarrer Semrau predigen vor einer gut besuchten und gefüllten Kirche, der Kirchenchor singt.
31.5. Immer wieder einmal treffen sich Männer zu einem zünftigen Skatabend.
3.6. Der Dekanatstag am Pfingstmontag ist ein festes, nicht wegzudenkendes Ereignis im Leben unserer Gemeinden. Zwar stöhnen die Pfarrer oft vorher, daß die Leute dazu nicht zu gewinnen seien, - und hinterher sind wir alle angenehm überrascht, wie viele gekommen sind ... es ist jedes Jahr die gleiche Überraschung. Weihbischof Kleineidam hält die Eucharistiefeier. Am Nachmittag bringt unsere Spielschar unter der Regie von Werner Kießig das große Musical "Ali Baba und die 4o Räuber".
8.6. Frl. Gertrud Töpper ist nunmehr 30 Jahre im kirchlichen Dienst tätig.
9.6. Die alljährliche Wallfahrt der Jugend nach Altbuchorst. Diesmal ist unser Kardinal bei den Jugendlichen.
lo.6. In einem Gedenkgottesdienst wird die Tafel mit den Namen der im Zuchthaus Brandenburg hingerichteten Priester zum Gedenken aller Opfer des Nationalsozialismus und der ungerechten Gewalt eingeweiht. Eine besondere Einladung erging gerade an die jüngeren Menschen, die naturgemäß jene Ereignisse nicht miterlebt haben. Nach der Weihe der Tafel und der Gedenkrede werden von Männern der Gemeinde die Lebensschilderungen der Blutzeugen verlesen.
16.6. Am Tage der Altarkonsekration 1973 die gewohnte Fronleichnamsprozession.
23.6. Das Musical "Ali Baba und die 40 Räuber" wird in Altbuchhorst zur Familienwallfahrt des Bistums aufgeführt. Später auch noch einmal im Garten des Marienkrankenhauses.
25.6. In der Bergstr. ein farbiges Bildband über "Weltraumfahrt das große Abenteuer".
10.7. Die Kindertage an den Mittwochen beginnen wieder. Im Marienkrankenhaus im Juli und August keine l0 Uhr Messe
17.7. Die evangelische Kirche veranstaltet einen "Gedenktag für die Opfer des Faschismus". Bei einer Versammlung im Katharinen-Gemeindesaal sprechen Max Herm, ein Rabbiner und Pfarrer Rosal. Am Abend im Dom predigt Bischof Schönherr.
10.8. Es beginnen wieder die zwei Sakramentenwochen in Neustadt, eine zur Nachbereitung, die andere als erste Wochen der Kommunionkinder des nächsten Jahres.
18.8. Die traditionelle Wallfahrt nach Werder, diesmal mit dem Weihbischof Kleineidam.
21.8. Prälat Otto Groß, der Redakteur des St. Hedwigsblattes, und verdienstvoll in vielen weiteren Funktionen, verstarb. Requiem in der Kathedrale St. Hedwig.
28.8. Kinderausflug nach Wiesenburg.
26./31.8. Kaplan mit Jugendlichen nach Polen.
1.9. In den Kreisen das Glaubensgespräch über das Thema "Situationsgerechte Akzentuierung des Glaubens".
8.9. Segnung der Schulanfänger in der l0 Uhr Messe, ein Elternabend ging voraus. - In der Vermeldung wird für unseren Kindergarten geworben. Seitdem die staatlichen und betrieblichen Kindergärten erheblich ausgebaut worden sind, ist unser Kindergarten, wie auch die evangelischen, nicht mehr voll besetzt. Kindergartenplätze sind keine Mangelware mehr, zumal sich der Geburtenrückgang bemerkbar macht.
11.9. Vom Dekanat aus wird eine Busfahrt nach Halberstadt und der Huysburg unternommen, an der 31 Priester, Seelsorgehelferinnen und Haushälterinnen teilnehmen.
15.9. Ewiges Gebet mit den 4 gemeinsamen Anbetungsstunden am Nachmittag.
6.l0. In den Kreisen das Thema "`Warum entscheide ich mich für den Glauben?" So wird versucht, die Synodenpapiere in der Gemeinde fruchtbar zu machen.
Der Erntedank wird in der herkömmlichen Weise begangen, die Zahl der schön geschmückten Körbchen mit den Früchten des Gartens vermehrt sich.
12.10. Im Pfarrsaal findet sich die Gemeinde zu einem Oktoberfest zusammen.
13.10. Die Kirchenheizung wird von der Firma Sahm durchgesehen und in Gang gesetzt. Sie läuft in der kleinsten Einstellung den ganzen Winter über bis zum April und hält die Kirche in einer gleichmäßigen Wärme. Eine Heizperiode kostet etwa 3ooo M.
16.lo. Der Pfarrer bekommt einen Dienstwagen über Intrak, der auf das Bischöfliche Ordinariat lautet, Halter Katholische Kirchengemeinde Brandenburg. So entfällt die lästige Personen-Gebundenheit der Genex-Wagen, die viel Ärger bereitet. Der Wagen muß von Eisenach geholt werden.
19.lo. Altentag mit Messe und Zusammensein im Pfarrsaal, am Vormittag von 74, am Nachmittag von 70 älteren Gemeindemitgliedern besucht.
26./27.l0. Etwa 80 Jugendliche kommen zum Dekanatstag der 26./31.8.Kaplan mit Jugendlichen nach Polen. Jugend nach Brandenburg. Die Auswärtigen werden in Familien der Gemeinde untergebracht.
3.11. Sonntagsgespräch der Männer mit dem Thema: "Kirche in der Welt von heute". Gräbereinsegnung unter guter Beteiligung bei schönem Wetter.
17.11. Der Hirtenbrief der Bischöfe über die christliche Erziehung wird verlesen, der in eindeutiger und deutlicher Weise das christliche Menschenbild vom marxistischen absetzt.
18.11. Der ökumenische Arbeitskreis bei Pfarrer Langhoff, den wir mehr oder minder regelmäßig besuchen, befaßt sich mit der Auswertung von Fragebögen über die ökumenische Arbeit, die vorwiegend und inhaltlich schärfer von Katholiken beantwortet wurden. Es gab eine lebhafte Diskussion.
23.11. immer wieder einmal, jetzt sonnabends von 18-22 Uhr, Jugend im Pfarrsaal, vorher Vesper in der Kirche.
24.11. In den Kreisen das Glaubensgespräch "Diakonie in der Gemeinde".
1.12. Die Kollekte "Not in der Welt" brachte in diesem Jahr 7.366 M.
3.12. Der Pfarrgemeinderat befaßt sich mit einem Brief an die Gemeinde, der nach Weihnachten verteilt werden soll. Mehr praktische Anliegen sollen angesprochen werden.
5.12. In gewisser Regelmäßigkeit werden die Verkehrsteilnehmerschulungen fortgesetzt.
8.12. Der Kirchenchor singt im l0 Uhr Gottesdienst, um immer in Übung zu bleiben und nicht nur an Hochfesten zu singen. Die Nikolausfeier mit den Kindern beginnt mit Besuchen bei Alten und Kranken.
18.12. Möglichst jeden Monat an einem Mittwoch soll für die Rentner eine Segensandacht in der Kirche sein, und an schließend ein Beisammensein im Pfarrsaal, sehr guter Besuch.
22.12. Die Belziger Kantorei besucht uns mit einer "Bläsermusik zum Advent", mit manchen Gesangseinlagen.
24.12. Um 22 Uhr zunächst ein Chorsingen, dazu von unseren Jugendlichen erstaunlich gute Instrumentalmusik (Corelli). Um 22.30 Uhr Christmesse, das ganze dauert etwa 1 3/4 Stunden. In Anbetracht der Ermüdung an den letzten vorweihnachtlichen Tagen eine bessere Lösung, als die Mitternachtsmesse (die die Evangelischen wieder einführen).
31.12. In zwei Amtsperioden - über 12 Jahre - war der Pfarrer Erzpriester des Dekanats Brandenburg. Jetzt legt er das Amt in jüngere Hände. Pfarrer Ottokarl Wenzel von Premnitz ist der neue Dekan.

 

 

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