Chronik
Katholische Pfarrgemeinde Heilige Dreifaltigkeit Brandenburg a.d. Havel
Chronik ab 1903 | - 1975 - |

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Chronik des Jahres 1975

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| Anlage zur Chronik des Jahres 1975 - Zum 50-jährigen Wirken der Schwestern im St. Marienkrankenhaus |

 
1.1. Der Tag des Friedens, - die beste Sinnauffüllung des bürgerlichen Neujahr-Tages. Die Phrasen der üblichen Sylvester- und Neujahrsreden bekommen einen wesentlichen Inhalt.
5.1. Auf die Kleinkinderstunde in der Bergstr.4 wird hin gewiesen. In der Pfarrei sorgt der Kindergarten für eine gewisse religiöse Betreuung und Gruppenbildung der Kleinkinder. Für Brdbg.-Nord geschieht es durch die religiöse Kleinkinderstunde am Sonnabendvormittag.
22.1. Ein Gemeindeabend mit dem Thema "Wie gut ist die Bibel bezeugt?", dazu wird ein Farbbildband gezeigt "Das Abenteuer von Qumran".
29.l. Wieder für die Älteren eine Segensandacht in der Kirche, dann zum heiligen Jahr Lichtbilder von Rom und den heiligen Stätten.
2.2. Da das Fest der Darstellung des Herrn - Lichtmeß - in diesem Jahr auf den Sonntag fällt, ergibt sich eine gute Möglichkeit, Kerzenweihe und Lichterprozession (mit den Kindern in der Kirche) deutlich in der Gemeinde zu begehen. Im Männer- und Frauenkreis das Thema: "Nochmals: Zum Hirtenwort zur christlichen Erziehung" mit eingehenden Gesprächen.
7.2. Frl. Töpper wurde zum zweitenmal die Rentnerreise nach Hannover zu ihren Schwestern abgelehnt. "Gründe anzugeben, sind wir nicht verpflichtet." das ist eine "Kann-Bestimmung, keine "Muß-Bestimmung, - also in die unberechenbare Willkür der Behörden gestellt.
8.2. Jugendfasching und dann der Gemeindefasching, beide Veranstaltungen erfreuen sich guten Besuches und großer Beliebtheit.
2.3. Der Pfarrer begeht seinen 40. Weihetag. Weihbischof Kleineidam hält die Predigt über "Gott braucht Menschen - über Priesterberufe und Priestertum". In einem gut besuchten Abendgottesdienst singt der Kirchenchor unter Kaplan Kliem. Anschließend sind bei einem Empfang im Pfarrsaal Weihbischof und Priester des Dekanates, Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat, Kirchenchor und alle Mitarbeiter zusammen (72 Personen). Die Gemeinde schenkt ein Vortragskreuz, d.h. zunächst erst das Geld dafür.
5.3. In den Kreisen das Thema "Die Chance der kleinen Herde" - nach dem Synodenpapier "Glaube heute".
15.3. Bildmeditation der Jugend zur Fastenzeit.
22.3. Der Bußgottesdienst wird zur Tradition. Wieder werden solche Bußgottesdienste im Dekanat gehalten, mit ein geschlossener Beichtgelegenheit, bei uns bei sechs Beichtvätern. Fast alle bleiben bis zum Schluß, Dauer fast zwei Stunden, etwa 22o Beichten.
2.4. Zum 25. Priesterjubiläum unseres Kardinals schrieb der Pfarrgemeinderat ein Glückwunschschreiben mit den Unterschriften des Kirchenvorstandes, des Pfarrgemeinderates und der Priester. In Berlin bei St. Hedwig die Pontifikalmesse mit Predigt von Kardinal Döpfner, München. Anschließend ein Empfang im Bernhard Lichtenberg Haus, auf dem Kardinal Bengsch und Kardinal Döpfner sehr herzlich gefeiert werden.
16.4. Es beginnt ein Glaubensseminar, das über vier Mittwochabende das Thema Kirche behandeln soll. Vorlagen bietet Prof. Ratzinger, die Themen heißen: "Innen- und Außenseite der Kirche", "Weltoffene Kirche", "Kein Heil außerhalb der Kirche?", "Was heißt Erneuerung der Kirche?".
3o.4. Halbstarke und noch jüngere Knaben werfen mit Steinen die Altarfenster ein. Zunächst werden Platten davor gestellt, und Gitter bei Windeck bestellt.
1.5. In der Lokalie Brandenburg Nord hat die Seelsorgehelferin Frau Beate Dargel nach der Geburt ihres zweiten Kindes den kirchlichen Dienst aufgegeben. An ihre Stelle ist Frl. Maria Mankiewicz getreten, die bisher in Premnitz als Seelsorgehelferin tätig war.
2.5. Norbert Lehfeld repariert in Neustadt bei den Ursulinen die Betten für unsere Kinder, die dort wieder die Sakramentenwochen im August haben werden.
3.5. Eine Autoralley für unsere Kraftfahrer über das "Verlorene Wasser" nach Wiesenburg, leider nicht allzu große Beteiligung.
9.5 Das neue Vortragskreuz ist fertig: der Corpus von Wilhelm Polders in Kevelaer, das Kreuz nach Zeichnung von Franz Klinger von den Werkstätten Adolf in Burg angefertigt.
11.5. In diesem Jahr sind nicht so viele Kommunionkinder, daß eine doppelte Erstkommunionfeier nötig wäre.
13.5. Der ökumenische Gebetsgottesdienst findet wiederum in unserer Kirche statt. Unser Kirchenchor singt, Bläser unter Pfarrer Ziethe begleiten die Gemeindelieder, Pfarrer Siewert von der Methodistischen Freikirche und Pfarrer Semrau halten die Ansprachen.
16.-19.5. Der Bistumstag der Jugend findet in diesem heiligen Jahr über Pfingsten in Berlin statt. Eine große Zahl aus dem ganzen Bistum, auch aus unserer Pfarrei ist dabei.
19.5. Dekanatstag in der Klosterkirche zu Lehnin mit Weihbischof Kleineidam. Diesmal fahren 3 Busse über die Mendelssohnstr. nach St. Bernhard von Nord, und vom Paulikirchplatz nach Lehnin. "Das Unauslöschliche" wird von unserer Spielschar unter der Regie von Werner Kießig gespielt.
25.5. Unser Bischof hat Kaplan Kliem nach Greifswald versetzt, die Gemeinde verabschiedet ihn mit einem "fröhlichen Sonntagnachmittag". Dieser Tag wird aber schwer überschattet durch den plötzlichen und allzu frühen Tod von Herrn Lehrer Adolf Thon, dem ersten Vorsitzenden unseres Pfarrgemeinderates. Er war am Vormittag nach dem Besuch der Heiligen Messe, wie er es oft tat, mit dem Fahrrad ein wenig ins Freie gefahren. Dort ereilte ihn ein plötzlicher Herztod. Da er keinen Personalausweis bei sich hatte, wurde er ins Krematorium gebracht. Die Familie wartete auf seine Heimkehr. Erst am Nachmittag stellte sich bei einer Anfrage bei der Polizei heraus, daß man ihn tot aufgefunden hat. Unter großer Anteilnahme wurde er am 3o.5. auf dem Neustädt. Friedhof beigesetzt. Sein Grabstein trägt sein Bekenntnis, das er kurz zuvor bei einem Sonntagsgespräch der Männer formuliert hatte: "Glaube ist mir Entfaltung, Bewährung und Vollendung meines Lebens."
26.5. An Stelle von Kaplan Norbert Kliem kam der Neupriester Johannes Drews aus Werder in unsere Gemeinde.
31.5. Der alljährliche Ausflug der jüngeren Frauen am Sonnabendnachmittag von 14?19 Uhr, diesmal führt uns der Bus nach Michendorf, um Kinderheim, Aspirantur und das Kindergärtnerinnenseminar zu besichtigen und etwas über die kirchlichen Berufe zu hören.
1.6. Bei strahlendem Wetter die Eucharistiefeier und die Fronleichnamsprozession im Garten des Marienkrankenhauses.
Am 1.6.75 sind es l0 Jahre, daß Frl. Gertrud Töpper in unserer Gemeinde den Dienst der Seelsorgehelferin versieht. Ihr wird von der Gemeinde herzlich gedankt.
8.6. Das Spiel vom Dekanatstag "Das Unauslöschliche" wird in der Pfarrei und anderswo noch mehrfach wiederholt.
lo.6. Der Pfarrer hat Gelegenheit, auf seinem ersten Rentnerreise in Österreich in St. Radegund in Oberösterreich Frau Jägerstätter zu besuchen, deren Mann am 9.8.1943 im Zuchthaus Brandenburg von den Nationalsozialisten hingerichtet wurde. Am nächsten Tag besucht der Pfarrer im Mutterhaus zu Vöcklabruck die dort zur Erholung weilenden Schwestern aus unserm Marienkrankenhaus, und fährt mit Oberin Marianne um den Attersee an die Stätten ihrer Kindheit ....
2o.6. Unsere Synodalen, Frau Eckelmann und Herr Kießig, berichten über die letzten Sitzungen der Synode.
23.6. Die ökumenische Johannisfeier der Jugend in der Krypta des Domes.
6.7. Eine Vermeldung vor den Urlaubsmonaten: "Bei Reisen nach Polen oder anderen Ländern möge man berücksichtigen, daß dort die Handkommunion nicht üblich ist, und sich den dort geltenden Regelungen anpassen."
7.7. In der Klosterkirche zu Lehnin singen die Dresdner Kapellknaben ein geistliches Konzert. - Aus unserer Gemeinde ist inzwischen der dritte Junge (Conrad Kießig) zu den Kapellknaben gegangen.
9.7. Es beginnen im üblichen Rahmen wieder die Religiösen Kindertage.
2.8. Dampferfahrt der Gemeinde zum Gränert. Eltern, Kinder, Alte, von 13-19 Uhr, Erwachsene zahlen 5 M, Kinder frei. Mit dem Dampfer "Brandenburg1".
17.8. Die traditionelle Wallfahrt nach Werder.
19.8. Mit dem Archivar Herrn Schößler vom Domarchiv haben sich gute Beziehungen entwickelt, welche sich für die Vorbereitung des 125-jährigen Jubiläums unserer Kirche im Jahre 1976 als sehr fruchtbar erweisen. Für die vorzubereitende Festschrift konnten manche Akten eingesehen werden, vor allem aus der Zeit, als die Gemeinde in der Petrikirche ihre Gottesdienste hielt.
2o.8. Sakramentsandacht für die Älteren, und dann eine Zusammenkunft im Pfarrsaal mit dem Thema: "Wer immer eine Reise tut". Es wird von Polen, Westdeutschland und Österreich erzählt.
24.8. Aus der Vermeldung: "Wir danken allen unseren Eltern, die ihre Kinder unserem katholischen Kindergarten anvertrauen, auch wenn es einmal einen etwas weiteren Weg bedeutet. Es handelt sich ja nicht nur um eine irgendwie geartete Unterbringung der Kinder, sondern um eine Kleinkindererziehung aus katholisch-christlichem Geist. Dafür sollten auch einige Unannehmlichkeiten in Kauf genommen werden. Es sind noch einige Plätze in unserem Kindergarten frei."
7.9. Im Pfarrsaal berichtet Herr Karl Heinz Sommer aus Lehnin mit vielen Farbbildern von der Wallfahrt nach Rom zum Heiligen Jahr. Herr Sommer war der einzige aus unserem Dekanat bei dem Pilgerzug nach Rom, der von der DDR kontingentiert zugelassen wurde.
11.9.  Im Kirchengebälk hat sich der Holzbock bemerkbar gemacht. Die Schädlingsbekämpfer versuchen mit einer gründlichen Spritzkur dem beizukommen. Man riecht es noch wochenlang in der Kirche.
14.9. Am Fest Kreuzerhöhung ist wieder das EWIGE GEBET in unserer Gemeinde.
17.9. In den Kreisen das Thema "Die immer wiederkehrende Aufgabe: Ökumene".
4./5.10. Die in Erfurt studierenden Theologen des Bistums Berlin waren bei uns zu Besuch. Sie waren in den Familien untergebracht und gestalteten ein umfangreiches Programm: Altennachmittag, Vesper, Jugendabend, Gottesdienst, Kindernachmittag, in Nord Informationen über Erfurt und Singen im Gottesdienst. In Berlin St. Hedwig der Diözesantag der Kolpingsfamilie, unsere Spielschar brachte noch einmal "Das Unauslöschliche" und der Pfarrer hielt ein Referat über das christliche Menschenbild.
6.lo. Der Heizkessel für den Pfarrsaal wird ausgewechselt, wobei Hermann Zimmermann sich sehr verdient macht.
11.lo. Oktoberfest und Jugend im Pfarrsaal.
18./19.10. Dekanatstag der Jugend in Brandenburg.
19.lo. Der Altentag erfreut sich altgewohnter Beliebtheit und wird vormittags und nachmittags durchgeführt.
23.lo. Der St. Benno Verlag in Leipzig ist bereit, eine Festschrift zu dem 125-jährigen Jubiläum unserer Dreifaltigkeitskirche zu drucken. Erste Besprechungen in Leipzig, die günstig verlaufen. Das Manuskript soll bis zum 31. Januar 76 abgeliefert werden. Der Fotograf des Verlages, Herr Adler, kommt zum Fotografieren der Kirche und aller Einzelheiten, sowie der Archivalien nach Brandenburg.
2.11. Das Thema des Sonntagsgespräches heißt "Was ist kirchlicher Sinn?" - das gleiche Thema im Frauenkreis.
13.11. Mit Hilfe und Vermittlung von Herrn Prälat Solbach in Magdeburg gelingt es, für das Kreuz in unserer Kirche einen Corpus zu erwerben, nachdem mehrere Versuche fehl schlugen. Es ist ein frühbarocker Corpus von etwa 1520 aus der alten Kirche von Langenstein bei Halberstadt. Der Corpus paßt erstaunlich gut an unser Missionskreuz im Altarraum und wird von den meisten Kirchenbesuchern günstig aufgenommen. Der Standortwechsel wird den Ämtern für Denkmalspflege in Halle und Berlin mitgeteilt. Das Kreuz muß noch zum Restaurator.
19.11. Beim Altentreffen nach der Segensandacht ein Bildband "Geplantes Alter".
2o.11. Silberne Hochzeit der Eheleute Günter und Margarete Müller in der Havelstr. Die Gemeinde hat ihrem Vorbild und ihrer Mitarbeit viel zu danken.
29./3o.11. Einkehrtag für unsere Firmlinge in Altbuchorst, den Kaplan Drews und Pfarrer Rupprecht halten.
7.12. Nikolaustag wie Martinstag gehören zum festen Bestand unseres Kirchenjahres.
8.12. Die Eltern und Paten unserer Firmlinge sind zu einer Besprechung gebeten und erscheinen fast vollzählig, ebenfalls in Nord.
14.12. Unser Weihbischof Johannes Kleineidam spendet in der l0 Uhr Messe 6o Jugendlichen aus Dreifaltigkeit und Lehnin das Sakrament der heiligen Firmung. Unser Kirchenchor, dessen Leitung dankenswerter Weise Herr Kießig übernommen hat, singt zur Meßfeier. Der Herr Weihbischof besucht am Nachmittag 7 Familien und ist am Abend noch mit den Priestern des Dekanates zusammen.
15.12. Es sind jetzt 50 Jahre, daß die Vöcklabrucker Schwestern im Marienkrankenhaus ihre segensreiche Tätigkeit ausüben. Der Weihbischof hält den Gottesdienst, bei einem Festakt gibt der Pfarrer einen geschichtlichen Überblick und Direktor Kaczmarek vom Caritasverband spricht über die Gegenwart. Siehe Anlage
17.12. Wie immer vor Weihnachten und Ostern werden die Alten und Kranken, die auf den einzelnen Dörfern verblieben sind, mit den heiligen Sakramenten versehen.
21.12. Die gute Übung, früh um 6 Uhr eine Roratemesse zu halten wird von unserer Jugend nun schon zum zweiten Mal durchgeführt, eine erstaunliche Zahl ist zur Eucharistiefeier beisammen.
24.12. Die Feier der heiligen Nacht wird um 22 Uhr mit einem Chorsingen begonnen, an das sich um 22.3o Uhr die Christmesse anschließt.
26.12. Der zweite Weihnachtstag sieht wie gewohnt die Jugend im Pfarrsaal. Nach Intervention unseres Bischofs bei den staatlichen Stellen darf Frl. Töpper nach dreimaliger Ablehnung nun endlich nach Hannover fahren.
31.12. In der Jahresschlußandacht werden die Gedanken unseres Heiligen Vaters zum Frieden der Gemeinde nahegebracht.

 

 

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