Chronik
Katholische Pfarrgemeinde Heilige Dreifaltigkeit Brandenburg a.d. Havel
Chronik ab 1903 | - 1977 - |

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2000                  
 
Chronik des Jahres 1977

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3.1. Wie In jedem Jahr ist in Berlin der Neujahrsempfang beim Kardinal, wo gute Wünsche ausgetauscht werden und ein Überblick über das vergangene Jahr und ein Ausblick auf die Anliegen des neuen Jahres gegeben werden.
6.1. Jedes Jahr ist auch die Jahresrechnung der Kirchkasse fertig zu stellen. Dabei ist festzustellen, daß die Einnahmen kaum größer wurden, die Ausgaben aber - vor allem in den Sachkosten - stark steigen und die Zinsen kaum die Inflationsrate decken.
9.1. Unser Kirchenchor singt in Plaue zum Gottesdienst und im Altersheim. Abends ist er im Pfarrhaus beisammen.
13.1. Die Ausstellung anläßlich der 125 Jahr-Feier der Kirche wird abgebaut. Die Materialien werden für das Archiv bereitet und aufgehoben, es sind doch kostbare und seltene Dinge.
4.2. Altarkerzen, Kommunion- und Taufkerzen, Osterkerzen und Osternachtskerzen für die Gläubigen werden alljährlich vor Lichtmeß von Buchal, Reetzerhütten geholt.
4.2. Für die Eltern der Kommunionkinder werden in dem Sakramentenjahr drei Elternbesprechungen gehalten.
6.2. Im Männer- und im Frauenkreis das Thema "Über Heilige, über Priester, über Franziskus".
7.-12.2. Die Kinderwoche im Februar dient dem engeren Kommunionunterricht.
lo.2. Der Pfarrer ist zum 20 jährigen Bestehen der benachbarten Paulikapelle eingeladen (die Marienkapelle des ehemaligen Pauli-Klosters der Dominikaner). Zur Abendmahlsfeier gehen Jugendliche durch die Kirche und geben jedem in den Bänken Sitzenden das Brot und den Kelch (Zuteilung, ob er sich bereit findet oder nicht. Der Pfarrer konnte sich dieser "Interkommunion" nicht anschließen).
15.2. Der Kirchenraum kann nicht unbewacht gelassen werden. Immer wieder machen Kinder von der Straße Unfug in der Kirche (einschließlich Häufchen in der Beichtkammer ...)
16.2. In der Straße werden neue Gasrohre gelegt, so bekommen auch die Häuser und die Kirche neue, stärkere Anschlüsse.
19.21 Vesper der Jugend in der Kirche, dann der Jugendfasching im Saal.
2o.2. Der Altenfasching am Sonntagnachmittag ist trotz Regen gut besucht.
21.2. Der über Jahrzehnte hin traditionelle Fasching der Gemeinde, ursprünglich der Kolpingsfamilie, findet erstaunlicherweise immer unbehindert und mit viel Phantasie und und Vergnüglichkeit im Pfarrsaal statt.
22.3. Der Kinderfasching leidet etwas unter der Konkurrenz vieler schulischer und sonstiger Veranstaltungen.
27.2. Am ersten Sonntag der österlichen Bußzeit wird ein Ehe-Hirtenbrief unseres Bischofs verlesen.
1.3. Bei der Kreuzwegandacht fliegt ein Stein durch ein Kirchenfenster bis in den Mittelgang. - Zwei Wochen später während der Fastenpredigt versuchen Halbstarke ähnliches, können aber vertrieben werden und werden von der Polizei, die jemand anderer gerufen hat, gestellt und geschnappt, nachdem Kaplan Drews mit ihnen geredet hatte. Es handelt sich um Jugendliche aus dem Jugendwerkhof (früher nannte man sie Fürsorgezöglinge).
10.3. Pater Johannes Simon, OFM, hält drei Fastenpredigten zur Spiritualität der jungen Ehen, der Ehen mit Kindern, der alten Ehen, unter guter Beteiligung der Gemeinde.
14.3. Die alljährlichen Osterbriefe, in denen alle Gottesdienste der Osterwoche vermerkt sind, werden in 1110 Stück versandt, 810 in der Pfarrei, 200 in Nord, l00 auf die Dörfer.
26./27.3. Dekanatstag der Jugend in Alt-buchhorst mit Kaplan Drews.
28.3. Als Gemeindeveranstaltung wird das Tonband von Pater Gereon, OFM, angeboten "Der Lumpensammler von Tokio spricht über Japanische Christen".
29.3. In diesen Tagen viele Osterkommunionen bei alten Leuten auf den Dörfern und in der Stadt. Im Dekanat gegenseitige Aushilfe im Beichtstuhl.
30.3. Herr Wilhelm Stöber wird 65 Jahre alt. Der Pfarrer mit Herrn Nowitzki gratuliert im Namen des Kirchenvorstandes dem langjährigen früheren Mitglied. Wieder Verkehrsteilnehmerschulung im Pfarrsaal.
7.4. Das Fastenalmosen der caritativen Bruderhilfe am Gründonnerstag bringt in der Pfarrei 7700 M.
l0.4. Die Osternacht wird nach wie vor um 4 Uhr früh begangen. Die Jugendlichen halten nach einer "Agape" ihren traditionellen Osterspaziergang.
29.4. Über den Gasheizungen in der Kirche bilden sich während der Heizsaison die unvermeidlichen verräucherten Stellen. Herr Bodenmüller bessert jedes Jahr diese Stellen nach der Heizperiode aus. - Die Kosten für die Kirchenheizung betragen im Durchschnitt 3400.- M.
1.5. Am Weltgebetstag für geistliche Berufe gedenken wir besonders unserer beiden Theologen Klaus Günter Müller und Burkard Simon.
4.5. Fast monatlich findet eine Stadtjugendmesse statt, diesmal in Dreifaltigkeit.
5.5. In dem kleinen Raum hinter dem Unterrichtsraum (bisher Rumpelkammer) entsteht das Archiv der Gemeinde, ein eigener großer Archivschrank ist fertiggestellt.
8.5. Am ersten Sonntag der Maiferien wieder Erstkommunion um 8.3o Uhr für die Kinder der Pfarrei und von Nord, durch den "Pillenknick" sind die Zahlen doch sehr zusammengeschmolzen. Am Nachmittag wird in Premnitz der Grundstein für eine katholische Kirche gelegt. Generalvikar Prälat Schmitz vollzieht die Feier nach einem Text, nach dem 1849 der Grundstein für die Dreifaltigkeitskirche von Propst von Ketteler gelegt wurde. Die Pfarrer von Rathenow und Brandenburg wirkten dabei mit (als "Muttergemeinde" und als "Großmuttergemeinde"). - Der Kirchbau ist staatlicherseits als "Devisenbau" genehmigt, d. h. die Kosten müssen ist in harten Devisen, in Westgeld entrichtet werden.
9.5. In den Maiferien fahren die Ministranten mit Kaplan Drews nach Wiesenburg, die Mädchen mit Frl. Töpper nach Neustadt.
14.5. Die traditionelle Busfahrt der jüngeren Frauen führt diesmal wieder nach Lehnin: Langer Spaziergang, Kaffee, Andacht.
20.5. Kanonische Visitation der Gemeinde durch den Dekan Otto Karl Wenzel aus Premnitz: Rentnermesse mit Ansprache des Dekans, Anfertigung der Visitationsprotokolle, abends eine gemeinsame Sitzung von Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat mit dem Dekan.
23.5. Ökumenischer Gottesdienst im Dom, an dem von unserer Seite Pfarrer Riethmüller, Pfarrer Scholz und Kaplan Drews beteiligt sind.
30.5. Am Pfingstmontag der Dekanatstag von Brandenburg und Potsdam in der Klosterkirche von Lehnin. Den Gottesdienst hält der Weihbischof Kleineidam.
31.5. Zur letzten Maiandacht singt der Kirchenchor Marienhymnen aus der ostkirchlichen Liturgie.
1.6. Noch einmal Verkehrsteilnehmerschulung im Pfarrsaal.
2.6. Pfarrer Riethmüller und Kaplan Drews nehmen am Jubiläum des Philos. theologischen Studiums in Erfurt teil.
4.6. Die "Arbeitsgemeinschaft für Bistumsgeschichte" führt die diesjährige Studienfahrt nach Brandenburg. Im Dom Archivbesichtigung unter Führung des Archivars Schößler. Mittagessen im Stadtkaffee, Besichtigung der Dreifaltigkeitskirche, Kaffee im Pfarrsaal.
5.6. Bistumstag der Jugend in Alt-Buchhorst.
8.6. Der Dekanatskonvent von Berlin-Weißensee besucht Brandenburg und Premnitz. Am Abend im Dom eine Orgelvesper von Frau Dr. Johanna Schell, Kaplan Bonin spricht dazu gut ausgewählte Meditationstexte.
12.6. Die Fronleichnamsfeier im Garten des Marienkrankenhauses ist diesmal ohne Prozession, durch den Anbau des Krankenhauses sind die Wege mit Baumaterial belegt. Noch gerade vor dem Regen wird die Feier beendet.
18.6. Die Jugend verbringt mit Kaplan Drews das Wochenende in Wiesenburg.
21.6. Etwa fünfzig Pfarrhaushälterinnen besuchen Brandenburg, den Dom und unsere Kirche.
22.6. Der Dekanatskonvent von Potsdam besucht Brandenburg.
24.6. Silberne Hochzeit der Eheleute Heinz und Margarete Triebsch, die der Vetter, Pfarrer Rosal, hält.
30.6. Eine Frauengruppe aus Bernau besucht Dom und Kirche.
3.7. Beim alljährlichen Missionsfest der evangelischen Gemeinden in Seelensdorf hilft unser Herr Kießig mit unserer Lautsprecher-Anlage.
9.7. In seinem Urlaub ist der Pfarrer für eine Woche Gast im Mutterhaus unserer Schwestern in Vöcklabruck in Österreich, wo zugleich einige Schwestern aus Brandenburg in Urlaub sind. Einige schöne Ausflüge ins Salzkammergut werden unternommen.
23.7. Dampferfahrt der Gemeinde zum Gränert, 13-19 Uhr.
15.-2o.8. Erste Kommunionkinderwoche in Neustadt, 19 Kinder aus der ganzen Pfarrei, mit 2 Helferinnen, Frl. Töpper und dem Pfarrer.
21.8. Das neue Gesangbuch, das "Gotteslob" steht nun - in der zweiten Auflage - ausreichend zur Verfügung. Auch werden zwei Fotopostkarten von der Kirche und eine vom Christus aus Langenstein angeboten.
24.8. Den Abschluß der religiösen Kindertage - in den Schulferien an jedem Mittwoch - bildet ein Ausflug, diesmal nach Plaue.
4.9. Sonntagegespräch der Männer mit dem Thema "Aus den Kirchenblättern", dasselbe für die Frauen am 18.9.
6.9. Die Elternrunde zur Einschulung ist der Beginn einer Reihe von wichtigen Elternbesprechungen.
7.9. Altentreffen mit Segensandacht und Zusammensein im Pfarrsaal "Wenn einer eine Reise tut.."
11.9. Segnung der Schulanfänger im Familiengottesdienst um 10 Uhr, am gleichen Tag das EWIGE GEBET.
12.9. "Musik und Dichtung der Romantik", - zwei Sänger und drei Instrumentalisten singen und spielen, Frau Freese rezitiert die Gedichte, Frau Eckelmann hat alles zusammengestellt, ein sehr schöner, sinniger Abend. Der Besuch könnte noch besser sein. - Alle Mitwirkenden sind anschließend zur "Party" beim Pfarrer.
14.9. Der Brandenburger Konvent unternimmt mit Priestern, Seelsorgehelferinnen, Haushälterinnen, Organisten u.a. einen Ausflug nach Tangermünde und Stendal mit vielen schönen Besichtigungen und Führungen, sehr zur Freude aller Beteiligten.
2.10. In den Kreisen das Thema "Aufbruch oder Abbruch des Glaubens?"
13.l0. Die im Frühjahr und im Herbst stattfindenden Straßensammlungen findet zwar immer weniger und mühseliger Sammler, bringen aber dennoch ein gutes Ergebnis (in diesem Herbst für die Caritas 3200 Mark.
14.l0. Erschütterung und Betroffenheit löste die Nachricht aus, daß Pfarrer Wenzel von Premnitz an den Folgen eines Unfalls, den er bei seinem Kirchbau erlitten hat, verstorben sei. Eine Woche später fand unter überaus großer Beteiligung von Priestern und Gläubigen das Requiem in der evangelischen Kirche statt. Ein großer Trauerzug geleitete den Toten auf den Alten Friedhof. R.i.p.
15.l0. Altentag in der Gemeinde, vormittags und nachmittags.
17.-21.l0. Die Buß-Unterrichtswoche für unsere Kommunionkinder.
18.l0. Immer wieder einmal die Verkehrsteilnehmerschulung.
22./23.l0. Dekanatstag der Jugend.
29.l0. Ein Oktoberfest gehört zur guten Tradition der Gemeinde.
3o.l0. Der Pfarrgemeinderat hat zu einer Spendenaktion für ein Geschenk an den Primizianten Kl. G. Müller aufgerufen. In der Kollekte für den Kelch kamen ca.16oo Mark zusammen. 32 Personen vom Familienkreis aus Premnitz kamen, um Dom und Kirche zu besichtigen, Kaffee im Pfarrsaal.
31.l0. Silbertrauung der Eheleute Siegfried und Margarete Reck.
6.11. Sonntagegespräch der Männer, diesmal mit dem Thema "Die Finanzen der Gemeinde und der Kirche". Nachmittags um 16 Uhr die Gräbereinsegnung auf dem Neustädt. Friedhof unter sehr guter Beteiligung.
9.11. Goldene Hochzeit der Eheleute Carl Menzel sen., die der verwandte Pfarrer Ludwig Kirschner hält.
11.11. Auch die Skatabende der Männer haben ihre Tradition,
12./13.11. Einkehrtag der Firmlinge in Alt-Buchhorst mit Kaplan Drews.
13.11. Es ist gar nicht so einfach, für die Martinsfeier ein Pferd in Brandenburg aufzutreiben. Aber es ist eins da.
16.11. Seit langem sucht das Domarchiv einen Tresor, um in geeigneten Räumen das Brandenburger Evangelistar sicher ausstellen zu können. Wir übergeben unseren seit Jahren nutzlos herumstehenden Tresor an das Domarchiv.
19.11. In Premnitz wird der neue Pfarrer eingeführt. Es ist Paul Berger, bisher Pfarrer in Templin. Er stammt aus Brandenburg und hatte vor 22 Jahren in der Dreifaltigkeitskirche seine Primiz. Seitdem war keine Primiz mehr.
20.11. Im Frauenkreis wird das Bildband über die Lepra-Sorge "Hoffnung für Millionen" gezeigt.
27.11. Die Kollekte "Not in der Welt" bringt in der Gemeinde l0.754,6o M zusammen.
28.11. Zu den Elternbesprechungen gehören auch die Zusammenkünfte mit Eltern und Paten der Firmlinge.
4.12. Weihbischof Johannes Kleineidam spendet unseren Jugendlichen das heilige Sakrament der Firmung. Katechese vorher im Pfarrsaal, in der Kirche sind in 5 Bänken die Kinder der Gemeinde auf der linken Seite, rechte die Firmlinge. Anschließend ist der Weihbischof mit den Firmlingen und Eltern Im Pfarrsaal. Die Priester des Konventes sind dann mit dem Weihbischof zum Mittagessen beisammen.
11.12. Ein Chor aus evangelischen Gemeinden Potsdam bringt in unserer Kirche "Eine Weihnachtskantate für junge Leute" zur Aufführung. Unsere Kirche ist in Brandenburg die einzige, die geheizt ist... Es ist eine interessante und gekonnte Aufführung
14.12. Altenandacht im Advent, anschließend sehen wir noch ein Bildband im Pfarrsaal an. Abends noch Verkehrsteilnehmerschulung und in der Kirche eine Adventsmeditation der Jugend.
17.12. Diakonatsweihe in St. Hedwig, Berlin. Aus unserer Gemeinde ist Klaus Günter Müller darunter. Es sind im ganzen sechs Diakone, eine erfreuliche Zahl in diesen priesterarmen Zeiten.
21.12. Um 4.30 Uhr früh findet sich Jugend zu einer Roratemesse ein.
24.12. Die Christmesse und das Tageshochamt sind cum diacono. Am Stefanstag hält der Diakon Kl. G. Müller die Predigt in der l0 Uhr Messe.
26.12. Wie in jedem Jahr trifft sich die Jugend am zweiten Weihnachtstag im Pfarrsaal zusammen.

 

 

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Jugend unterwegs mit
Kaplan Drews 1977

 

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