Chronik
Katholische Pfarrgemeinde Heilige Dreifaltigkeit Brandenburg a.d. Havel
Chronik ab 1903 | - 1978 - |

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2000                  
 
Chronik des Jahres 1978

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1.1. Wieder ist es der "Tag des Friedens", dessen Gedanken den Oktavtag von Weihnachten, das Fest der Gottesmutter, den Neujahrstag durchziehen.
2.1. Im Lichtenberghaus bei St. Hedwig in Berlin findet der alljährliche Neujahrsempfang des Kardinals für seine Mitarbeiter statt, zu denen auch die "Alterzpriester" gehören.
8.1. Epiphanie wird jetzt am folgenden Sonntag begangen.
12.1. Im Marienkrankenhaus ist eine Konferenz mit Generalvikar Schmitz, dem Caritasdirektor und dem Architekten des CV, Pfarrer Riethmüller und Pfarrer Semrau. Es geht darum, ob die Kapelle im Marienkrankenhaus an die Stelle des jetzigen Aufenthaltraumes verlegt und ausgebaut werden soll. Die sich anbietenden Pläne überzeugen nicht recht, der Ausbau wird zugunsten dringlicherer Bauarbeiten im Bistum zurückgestellt. Der CV hat nur beschränkte Baubrigaden und andere gibt es nicht.
13.1. Eine Gruppe aus Halle-Ammendorf, die in Kirchmöser zur Erholung ist, kommt mit ihrem Pfarrer unsere Kirche besichtigen, und geht dann zum Dom.
29.1. In Rathenow sind die Mägde Mariens (Provinzialat in Wilhelmshorst) 5o Jahre in der Pfarrei, vor allem im Kindergarten tätig. Zu einer feierlichen Vesper finden sich auch die Priester des Dekanates ein.
1.2. Am Nachmittag ist eine Segensandacht für unsere Alten in der Kirche, dann im Pfarrsaal Fasching, Werner Kießig ist der "Allein-Unterhalter". Gut besucht und viel Spaß.
4.2. Es schließen sich an der Jugendfasching, am Sonntagnachmittag der Kinderfasching, und am Rosenmontag der Fasching der Gemeinde.
5.2. Das Sonntagsgespräch der Männer hat das Thema "Nein zur Gewalt, Ja zum Frieden", ähnlich bei den Frauen.
6./10.2. Die Woche der Kommunionkinder geht diesmal über den Aschermittwoch.
22.2. An einem Informationstag für kirchliche Berufe nehmen sechs Mädchen mit Herrn Kießig teil.
25.2. Ein Treffen der Pfarrgemeinderäte unseres Dekanates mit dem Seelsorgsreferenten des Ordinariates Kaczmarek in unserem Pfarrsaal.
28.2. Kaplan Drews wird vom Bischof nach Potsdam versetzt. Wir werden bis zur Priesterweihe im Juni ohne Kaplan bleiben müssen.
1.3. Mit drei Fastenpredigten besuchen Dekan Höhle, Pfarrer Scholz und Pfarrer Semrau die Gemeinden unseres Dekanates
4./5.3. Die Jugend hat einen Besinnungstag in Altbuchhorst.
12.3. Zum fünften Sonntag der Fastenzeit dem alten Passionssonntag wird das große Kreuz im Altarraum violett verhüllt, bis zum Karfreitag.
15.3. Von Eltern wird die Bitte vorgetragen, den Kindern bei der Erstkommunion auch den Kelch zu reichen. Der Pfarrer gibt die Anfrage an den Herrn Kardinal weiter. Es erfolgt die Antwort, und später die generelle Regelung im Amtsblatt, daß die Bestimmungen über die Kelchkommunion Erwachsene voraussetzen.
18.3. Es werden in der Gemeinde für die Osterbeichten etwa 21 Stunden Beichtgelegenheit gebraucht, die mit Hilfe von auswärtigen Priestern, in diesem Jahr von Rektor Pyka vom DCV und Pater Broja (auch polnisch) geboten werden.
19.3. Die Palmenprozession muß wegen Regen in der Kirche gehalten werden, und so ist sie viel andächtiger...
23.3. Die Feiern der Hohen Woche finden in der gewohnten Ordnung statt. Bei der Kreuzfeier singen Werner Kießig, Martin Mitrenga, der Pfarrer und der Kirchenchor die Passion. Es wird das große Kreuz enthüllt, die Gemeinde geht zu zweit in den Altarraum vor das Kreuz, um es zu verehren.
1.4. Der Kardinal konsekriert in Premnitz die neue Kirche, die nach Bemühungen von 3o Jahren jetzt als "Devisenbau" (also für Westgeld) errichtet werden durfte.
2.4. In den Kreisen die Themen "Kann Buße verordnet werden?",und "Über geistliche Berufe".
3.4. Im Kindergarten hat Frl. Hanke aufgehört, um nach dem Westen zu gehen. Bald kündigt auch Frl. Kletschkowski. Wir kommen in große Schwierigkeiten. Frau Gähler wird angestellt, Frau Schwandt kommt als Aushilfe, auch Frau Strobach springt zeitweilig ein, bis am 7. August Frl. Margret Dunst frisch ausgebildet vom Kindergärtnerinnen-Seminar dazu kommt. - Eine große Querele ging zu Ende ...
7.4. Große Suche über Wochen nach einer Auspuff-Anlage für den Wartburg, von drei verschiedenen Stellen kommen dann dank besonderer Beziehungen die 4 Teile zusammen.
15.4 45 Studierende aus einem Seelsorge-Institut in Lublin kommen zur Messe, sie zelebrieren sehr andächtig und singen sehr schön.
26.4. Der monatliche Dekanatskonvent ist diesmal in Rathenow mit dem Weihbischof Kleineidam.
30.4. Die Pfarrbücherei ist völlig neu zusammengestellt, erweitert, mit durchsichtiger Klebefolie ansprechend bezogen und wird der Gemeinde zum eifrigen lesen angeboten.
8.5. Ökumenischer Gebetsgottesdienst in Katharinen unter
8.6. Mitwirkung von Pfarrer Ziethe, Pfarrer Riethmüller, Pfarrer Scholz u.a.
Traditionsgemäß fahren Frl. Töpper mit der Mädchenschola nach Neustadt, mit den Ministranten fährt diesmal Herr Kießig nach Steckelsdorf, für ein paar Tage.
13.5. Da die Maiferien unmittelbar vor Pfingsten liegen, ist in diesem Jahr der Bistumstag der Jugend über Pfingsten in Alt-Buchhorst und in St. Hedwig, Berlin.
15.5. Dekanatstag der Dekanate Brandenburg und Potsdam in Kloster Lehnin mit Weihbischof Kleineidam. Zum Sankt - Otto Jubiläumsjahr hat Werner Kießig ein Otto-Spiel zusammengestellt und mit Brandenburger Erwachsenen in Szene gesetzt. Sie spielen dieses Otto-Spiel auch auf der Familienwallfahrt in Alt-Buchhorst und später in Genthin.
25.5. Fronleichnams-Hochamt im Garten des Marienkrankenhauses, noch ohne Prozession, da das Gelände weiterhin ein Bauplatz ist. Am Nachmittag kommen 3o Personen mit Pfarrer Adler aus Potsdam, um unsere Kirche und den Dom zu besichtigen, und Kaffee zu trinken.
3.6. Der alljährliche Ausflug der jüngeren Frauen geht nach Premnitz, um die neue Kirche anzuschauen und zum Dachsberg spazieren zu gehen.
8./11.6. Pater Johannes Simon OFM hält anläßlich der bevorstehenden Primiz drei Abendpredigten (Do, Fr und Sbd 19.30 Uhr) über Kirche und Priestertum bei gutem Besuch. Er ist auch am Freitag für die Alten zur Rentnermesse da und anschließend im Pfarrsaal. Er gibt viel Beichtgelegenheit und hält am Sonntag die Kindermesse.
15./16.6. Es kommt am Vormittag ein Anruf vom Städt. Krankenhaus : der Pfarrer soll zu einem verunglückten Italiener kommen. Er sei zwar seit Mitternacht tot, Auto-Unfall zwischen Potsdam und Werder. - Da sei mit den Sakramenten nichts mehr zu machen, und beerdigt würde er doch wohl in Italien? - Aber die Brüder des Verunglückten wünschten, der Pfarrer möge zur Leiche kommen und die Leiche einsegnen, wie es in Italien üblich sei. - Der Pfarrer werde dann kommen, in lo Minuten auf der Intensivstation.- Der Pfarrer fährt sofort hin, aber die Italiener seien weg, sagt die Schwester, auch herumtelefonieren bringt nichts. Auch an der Pforte und vor dem Hause ist niemand. Der Pfarrer fährt nach Hause, bald wieder der Anruf: sie seien jetzt wieder da.... Tatsächlich erwarten 2 Brüder und 4 andere Italiener und ein Dolmetscher jetzt den Pfarrer an der Pforte. Die arg mitgenommene Leiche des Claudio wird eingesegnet. Dann aber bitten die hartnäckigen Italiener um eine Totenmesse. - Ja, 5 Minuten vom Lager entfernt sei die katholische St. Bernhardkirche, da mögen sie alle hingehen. - Aber die Messe müsse im Objekt sein, im großen Speisesaal, während der Arbeitszeit, damit alle dabei sein könnten. - Der Pfarrer erklärt sich bereit, domani ora undecima, zumal ihm einfällt, daß der Pfarrer von St. Bernhard gerade auf Urlaub ist. - Am nächsten Tag stehen sie schon an der Lagerwache. Ein Italienischer Betrieb, Danieli Engineering SPA aus Buttrio/Udine baut dort an einem neuen Teil des Walzwerkes. Im großen Saal haben sie einen Tisch gedeckt, mit zwei großen Kerzenleuchtern, einem Strauß von roten Nelken, Mikrofon, über die Lautsprecher erklingt Trauermusik aus einer italienischen Oper. Auch ein Ministrant ist da. Der Dolmetscher (ein Südtiroler) übersetzt sehr flüssig die Begrüßung, die Lesung und das Evangelium. Etwa 2oo-3oo Männer stehen wie eine Mauer um den Altar. Das Kreuzzeichen können die meisten, auch einige lateinische Antworten. - Der Objektleiter mit den Betriebsführern und den Brüdern bedanken sich sehr. Die fünfzig roten Nelken und 2oo Mark muß der Pfarrer für die chiesa mitnehmen. Und es gibt an der Lagerbar noch einen Espresso, da mit einem vino wegen des Autofahrens es nicht geht.--Das war die story mit den Italienern, (die sich sonst nie in der Kirche haben sehen lassen.)
24.6. Zur Priesterweihe von 6 Diakonen, darunter Klaus Günter Müller aus unserer Gemeinde, fahren ein Bus mit 42 Personen und noch manche Privatwagen nach St. Hedwig, Berlin
25.6. Primiz von Klaus Günter Müller in Dreifaltigkeit. Pfarrer Norbert Illmann, der frühere Kaplan in Brandenburg, hält die Predigt. Mit ihm konzelebrieren Kaplan Knips, Pfarrer Riethmüller und Pfarrer Semrau. Der Kirchenchor singt. Die Gemeinde schenkt einen Kelch. Am Nachmittag ist die Dankandacht mit Ausspendung des Primizsegens. Seit der Primiz von Paul Berger im Dezember 1955, seit bald 23 Jahren, wieder eine Primiz in der Gemeinde!
1.7. In der Kirche von Jeserig wird von Kardinal Bengsch ein neuer Altar konsekriert.
15.6. Die kaplanslose schreckliche Zeit geht Gott sei Dank zu Ende. Der Neupriester Konrad Richter aus Berlin-Bohnsdorf wird zum Kaplan an Hl. Dreifaltigkeit, Brandenburg ernannt.
26.7. Drei Mädchen der Pfarrei fahren zum Sonderkurs nach Zinnowitz.
29.7. Die traditionelle Dampferfahrt der Gemeinde führt wieder zum Gränert.
6.8. P. Engler und P. Smelz begehen mit ihrer Gemeinde in Lehnin ihr 40 jähriges Priesterjubiläum. Am Nachmittag sind die Mitbrüder bei ihnen zu Gast. Erschüttert vernimmt die Welt die Nachricht vom Tode des heiligen Vaters, Papst Paul VI. R.i.p.
7.8. Es beginnen die Kinderwochen: Sakramentenwochen, RKW-Wochen, von Nord und Sammelwoche, in Neustadt und in Lehnin.
23.8. Die Religiösen Kindertage werden mit einem Ausflug nach Lindow abgeschlossen.
26.8. Habemus papam! Der 66 Jahre alte Patriarch von Venedig, Albino Luciani wurde gewählt und nennt sich als Papst Johannes Paul I. "Der lächelnde Papst".
10.9. Segnung der Schulanfänger und Ewiges Gebet, wie in jedem Jahr an diesem Sonntag.
16.9. Der übliche Altentag ist in diesem Jahr früher. Als besonderes Programm "Puppenspielereien" von Frau Freese.
19.9. Eine Gruppe aus Petershagen kommt, um Kirche und Dom zu sehen.
22./24.9. Evangelischer Kirchentag in Brandenburg. Wir helfen mit, Quartiere zu stellen. Die Morgenandacht am Sonnabend ist in unserer Kirche und wird von uns gestaltet. Unsere Räume stehen für die Arbeitskreise zur Verfügung. - Bei einen Empfang in der Superintendantur bedankt sich Generalsuperintendent Lahr aus Potsdam bei allen Beteiligten, den staatlichen und städtischen Stellen für Selbstverständlichkeiten vielleicht zu sehr?...
29.8. Papst Johannes Paul I, ist plötzlich verstorben. Sie fanden ihn am Morgen tot in seinem Bett auf. "Er lächelt nur 32 Tage" schrieb eine Kirchenzeitung. Er hatte viel Sympathie in der Welt erworben.
1.10. Es beginnen wieder die Sonntagsgespräche, "Sollen wir uns mit der Kirche identifizieren?"
7.10. Wieder Oktoberfest im Pfarrsaal, auch eine ständige Veranstaltung der Gemeinde.
16.10. Habemus papam! Nach 4oo Jahren der erste nichtitalienische Papst und der erste Papst aus Polen! Es wird der Erzbischof von Krakau, Kardinal Karol Wojtila, gewählt, er nennt sich Johannes Paulus II.
21.10. Goldene Hochzeit der Eheleute Feuereisen, mit Meßfeier in der evangelischen Kirche von Reckahn.
21./22.10. Der alljährliche Dekanatstag der Jugend ist wieder in unserer Pfarrei. Der Weltmissionssonntag bringt eine der großen Kollekten, es sind über 3400,- Mark.
1.11. Die Gasheizung der Kirche wird überholt und in Gang gesetzt. Sie ist nicht billig, aber sie bewährt sich sehr.
5.11. Am 35.Todestag von Prälat Bernhard Lichtenberg wird seiner in den Gottesdiensten gedacht. Das Sonntagsgespräch hat zum Thema "Die Reichskristallnacht vor 4o Jahren".
Die Gräbereinsegnung auf dem Neustädt. Friedhof erfreut sich wie alle Jahre eines guten Besuches.
Pfarrer G. Walter kommt mit 4o Personen, Kirche, Dom und Dommuseum zu sehen.
9.11. Etwa 130 Personen, Glieder der christlichen Gemeinden Brandenburgs, versammeln sich zu einem kurzen Gebetsgottesdienst für die Opfer der Judenverfolgung auf dem jüdischen Friedhof. (Die niedergelegten Kränze und Blumengestecke sind am nächsten Morgen gestohlen ... )
12.11. Auch in diesem Jahr ist die St. Martinsfeier wiederum "mit Pferd".
15.11. Auf dem gemeinsamen Konvent der Dekanate Brandenburg und Potsdam wird wie in jedem Jahr der gewesene Dekanatstag besprochen und der kommende geplant.
3.12. Die Kollekte "Not in der Welt" bringt in der ganzen Pfarrei über 15.600,- Mark zusammen.
Die Sonntagegespräche haben das Thema: "Das Papsttum und der neue Papst aus Polen".
17.12. In unserer Pfarrkirche weiht Weihbischof Kleineidam Burkard Simon aus unserer Gemeinde zum Diakon. Mit großer Freude nimmt die Gemeinde Anteil daran. Der Kirchenchor singt. - Familie und Gäste sind dann zum Mittagessen im Pfarrhaus.
19.12. Sakramentale Segensandacht in der Kirche für unsere Alten. Und eine etwas verunglückte Adventsstunde im Pfarrsaal, weil während der Lichtbilder, die Lampe des Projektionsapparates durchbrannte.
26.12. Am St. Stefanstag predigte wieder ein Diakon, diesmal Burkard Simon. An diesem Tage ist auch wieder die Jugend im Pfarrsaal zu fröhlichem Tun versammelt.
29.12. Es kommt ein großer Kälte-Einbruch und dann viel Schnee zum neuen Jahr.
31.12. Die Gottesdienste sind dadurch doch beeinträchtigt, und viele ältere Gemeindemitglieder bleiben zuhause.
So geht das denkwürdige "Drei-Päpste-Jahr" zu Ende.

 

 

Vergrößern?
Pfarrer Semrau

 

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