Chronik
Katholische Pfarrgemeinde Heilige Dreifaltigkeit Brandenburg a.d. Havel
Chronik ab 1903 | - 1980 - |

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2000                  
 
Anlage zur Chronik des Jahres 1980

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| Chronik des Jahres 1980 |

Predigt am 30.1.1980 zum Thema Kirchensteuer

Über die Finanzen in der Kirche im Allgemeinen,
und über die Kirchensteuer im besonderen.

Wir sind eine reiche Gemeinde
 natürlich im Verhältnis zu anderen...
Stadtgemeinde, Industriebevölkerung, technische Intelligenz, keine Arbeitslosigkeit, - also ganz gute Einkommen der Gemeinde-Mitglieder, die Gemeinde ist an Zahl groß genug, nicht nur am...
So sind wir eine verhältnismäßig reiche Gemeinde.
So können wir uns den Luxus leisten, in der Gemeinde 3 Priester zu haben, 1 Seelsorgehelferin, einen Fürsorger, 2 Kindergärtnerinnen, Organist und Rendant beziehen allerdings nur ein Taschengeld.
Noch können wir uns diesen Luxus leisten, wenn auch die Gehälter im kirchlichen Dienst durchaus keine Spitzengehälter sind, aber es ist bei der Kirche noch niemand verhungert.
Wir sind eine verhältnismäßig reiche Gemeinde, das heißt bei. der Kirche, abgeben, - teilen, wir müssen viel abgeben in die Ausgleichskasse des Bistums. Denn es gibt, viele sehr kleine Gemeinden, mit sehr weiten Wegen in der weiten Diaspora. Die können niemals das Gehalt für einen Priester und gar noch einer Seelsorgehelferin und noch die Kosten eines Autos selber aufbringen.
So müssen die Stadtgemeinde, auch wir viel abgeben. z.B. ein Viertel der Kirchensteuer, das heißt für uns l0.000 M im Jahr.

Ich sage nun, wie unsere Jahresrechnung für das Jahr 1979 aussieht: Nehmen wir zuerst das heraus, was gar nicht bei uns bleibt, all das, was an das Bistum weitergegeben wird. Die vorgeschriebenen Kollekten, auch Caritaskollekten, Fastenopfer, Not in der Welt, Spenden für Priesterausbildung, Mission, Diaspora.

Dafür hat die Gemeinde aufgebracht: 47.321 M
und weitergegeben wurden, weil noch die l0.000 M
von der Kirchensteuer dazukommen: 57.321 M
Jetzt nehmen wir noch heraus, was für die
Caritasaufgaben gegeben wurde, das sind: 4o.41o M
gebraucht wurden davon: 38.313 M
Da blieb ein kleines Polster für 1980 von 2.096 M
Jetzt bleibt übrig was die Gemeinde für eigene
Aufgaben aufgebracht hat, das sind: 74.610 M

die in der Gemeinde verbleiben 30.200 M
und Gemeindekollekten 25.751 M

Ausgegeben wurden für Gehälter, Erhaltung der
Gebäude, Seelsorge, Fahrkosten, Verwaltung 67.496 M
es blieb 1979 ein Überschuß von 7.114 M
eine Rücklage für die Erneuerung den Kirchendaches in diesem Jahr,
die aber mehr als die 7000 M kosten wird,

Wenn wir das Gesagte auswerten, erkennen wir dankbar an, das die Gemeinde großzügig opfert, wenn es um besondere Zwecke geht, z B. Not in der Welt, Fastenopfer, Priesterausbildung, Caritas, Mission. Wir bitten aber, die Bedeutung der Kirchensteuer und der gewöhnliche Sonntagskollekten für den normalen Haushalt der Kirchengemeinde nicht zu unterschätzen. Da sind die Einnahmen in den letzten Jahren kaum gestiegen, was wir von den Ausgaben keineswegs sagen können,

Nun noch etwas über die Kirchensteuern im besonderen. Immer wieder sei gesagt, wenn es auch Kirchensteuer heißt, so hat das nichts mit dem Staat zu tun: der Staat bekommt nichts davon, aber wir bekommen auch nichts vom Staat,

- Der Staat hat zwar die Pflicht übernommen, aus den Erträgen früheren Kirchgüter, die er enteignet und sich angeeignet hatte, die Denkmalpflege an alten Kirchen und Domen zu leisten, und er tut es in gewissen Umfang, z.B. für den Magdeburger Dom.
- Aber es ist keine neue Kirche oder Pfarrhaus mit Mitteln des Staates, die ohnehin nur unsere Steuergelder wären, gebaut worden. Also von der K St bekommt der Staat nicht, und wir bekommen nichts vom Staat, ich möchte sagen: es ist gut so. Mit der K St ist es nun eine Frage der Gerechtigkeit und Ehrlichkeit der KSt - Gerechtigkeit und der KSt -Ehrlichkeit, dem dienen die klug ausgearbeiteten Tabellen, die Sie jederzeit einsehen können, bzw. zugeschickt bekommen.
- Wenn jemand auf dem Standpunkt steht: als ich 1945 kam, zahlte ich 5 M, und mehr zahle ich auch heute nicht, dann ist das wohl schwer mit KSt - Gerechtigkeit und KSt - Ehrlichkeit zu vereinbaren. 5 M zahlt heute nur der 16 jährige und ältere, solange er in der Ausbildung ist auch im Studium, solange er nichts verdient. Aber danach gilt die KSt -Tabelle.
- Rentner zahlen ein gestaffeltes Kirchgeld. Auch da gilt eine Tabelle. Da die geringste monatliche Rente sich nunmehr auf 270 M beläuft, beträgt das Jährlich Kirchgeld nunmehr 24 M, also 2 M im Monat. Wer also diese geringste Rente von 270 M bezieht, möge bitte Jetzt 2 M - 24 M bezahlen. Wie wir von unseren Rentnern KSt - Ehrlichkeit erbitten, so erst recht von den "Höherverdienenden", die wir bitten einmal in die Tabelle zu schauen.......

 

 

 

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