Chronik
Katholische Pfarrgemeinde Heilige Dreifaltigkeit Brandenburg a.d. Havel
Chronik ab 1903 | - 1986 - |

 Hauptseite

      1903 1904 1905 1906 1907 1908 1909
1910 1911 1912 1913 1914 1915 1916 1917 1918 1919
1920 1921 1922 1923 1924 1925 1926 1927 1928 1929
1930 1931 1932 1933 1934 1935 1936 1937 1938 1939
1940 1941 1942 1943 1944 1945 1946 1947 1948 1949
1950 1951 1952 1953 1954 1955 1956 1957 1958 1959
1960 1961 1962 1963 1964 1965 1966 1967 1968 1969
1970 1971 1972 1973 1974 1975 1976 1977 1978 1979
1980 1981 1982 1983 1984 1985 1986 1987 1988 1989
1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999
2000                  
 
Chronik des Jahres 1986

Dokument als PDF-Datei ...

 
 
 
6.1. Das Fest Erscheinung des Herrn wird auf Beschluß der Berliner Ordinarienkonferenz wieder direkt auf den 6. Januar gelegt. Nach dem Familiengottesdienst kommen die Frauen der Kirchenreinigung in der Pfarrwohnung zu einer Dankesfeier zusammen.
12.1. Zum ersten Mal Treffen der vereinigten Chöre von Dreifaltigkeit und Nord in der Pfarrwohnung. Der Nord- Chor vermißt noch die alte Gemütlichkeit mit Pfr. Illmann, doch ist der Gewinn des nunmehr größeren Chores (über 30 Sängerinnen u. Sänger) offensichtlich.
31.1. In der Nacht von Donnerstag zu Freitag stirbt plötzlich und unerwartet Pfr. Theobald Höhle, Pfarrer in St. Bernhard, im Marienkrankenhaus. Am Vorabend wurde er von Pfr. Rupprecht mit den hl. Sakramenten versehen. Pfr. Höhle stand im 76. Lebensjahr und kurz vor seinem Goldenen Priesterjubiläum (29. 6.), das er noch mit seiner Gemeinde feiern wollte, um dann in den Ruhestand zu gehen. Gott hat es anders gewollt.
7.2. Unter großer Beteiligung von Priestern und Gemeinde hält in St. Bernhard Weihbischof Wolfgang Weider das Requiem für Pfr. Höhle. Die Gedächtnisansprache hält Dekan Berger. Anschließend ist die Beerdigung auf dem Neust. Friedhof. Pfr. Höhle erhält seine Grabstelle zusammen mit Pfr. Jochmann.
St. Bernhard kann nicht wieder mit einem Priester besetzt werden. Der Pfarrer von Dreifaltigkeit wird nun auch noch Administrator von St. Bernhard. Es galt zunächst, zusammen mit Dekan Berger den Nachlaß zu regeln und die Pastorale weiterzuführen. Glücklicherweise ist noch Pfr. Wenzel als zusätzlicher Priester im Dekanat (Premnitz) und übernimmt vorerst die Gottesdienste und sonstige seelsorglichen Verpflichtungen in St. Bernhard.
28.2. Pfr. Wenzel beginnt mit den Fastenpredigten über die Feier des Osterfestes, die er in mehreren Gemeinden des Dekanates hält. Beteiligung in Dreifaltigkeit ist zufriedenstellend. Pfr. Rupprecht hält in der Fastenzeit Schriftkreise mit jeweils ca. l0 Teilnehmern. Daraus entwickelt sich ein regelmäßiger monatlicher Schriftkreis mit 10 - 15 Teilnehmern.
30. 3. In der Osternacht Erwachsenentaufe. Kathrin Prost wird vom Pfarrer getauft und gefirmt. Es war ein überzeugendes Erlebnis für die ganze Gemeinde.
13.4. Kirchenvorstandswahl. 3o2 Wahlberechtigte geben ihre Stimme ab. Die Gemeinde dankt Herrn Felix Nowitzki, der 25 Jahre als Kirchenvorsteher mitgearbeitet hat und nunmehr aus dem Kirchenvorstand ausscheidet.
1. 5. Im Rahmen einer feierlichen Maiandacht wird in der Mariennische eine spätgotische Marienfigur aus dem süddeutschen Raum aufgestellt. Sie stammt aus dem Nachlaß des verstorbenen Prälaten Thiesen aus Regensburg. Prälat Georg Walf, Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, hat diese Figur Kardinal Meisner für Brandenburg übergeben. Die Gemeinde hat diese Mariendarstellung dankbar angenommen. Sie dient der marianischen Frömmigkeit der Gemeinde und ist zugleich ein wertvolles kunsthistorisches Werk.
11.5. 17 Kinder, darunter 6 Kinder aus Weseram und Päwesin, empfangen in einem Festgottesdienst zum ersten Mal die Heilige Kommunion. Am Montag Dankandacht und Kindernachmittag.
12. 5. Ökumenischer Gottesdienst in unserer Kirche. Die Kirche ist gut besucht. Besonders beeindruckend der Jugendchor der freikirchlichen Gemeinde.
19. 5. Dekanatstag in Lehnin unter dem Thema: Von der Wahrheit Zeugnis ablegen. Kardinal Meisner hält den Gottesdienst zusammen mit 6 Konzelebranten aus dem Dekanat. Am Nachmittag, zum Thema passend, das Spiel der Brandenburger Spielschar "Wehe dem, der lügt" von Franz Grillparzer.
1.6. Die Fronleichnamsfeier wird wegen der Nässe unter den Bäumen auf einen Altar auf dem Krankenhaushof reduziert. Er ist zugleich Meß- und Stationsaltar. Trotz der ungünstigen Witterung gute Beteiligung. Das Gemeindefest am Nachmittag unter der Linde war ein voller Erfolg, nicht zuletzt dank der spontanen Ideen von Kaplan Friedrichowicz.
9.7. Der tschechische Jugendchor "JAS" singt auf Einladung der freikirchlichen Gemeinde in unserer Kirche.
19.7. Chefarzt Dr. Schilf vom Marienkrankenhaus begeht mit seiner Frau in einem festlichen Gottesdienst in der Pfarrkirche das Fest der Silbernen Hochzeit.
21.7. In einer ökumenischen Feier begeht das Ehepaar Baumgart das seltene Fest der Diamantenen Hochzeit.
3.8. Der Neupriester Clemens Woerl spendet den Primizsegen. Er weilt einen Monat zur Vertretung unseres Kaplans, der in Zinnowitz Dienst tut, in unserer Gemeinde. Besonders die Kinderwochen in Neustadt und Lehnin sind ihm anvertraut. Die RKW s in Lehnin sind überbesetzt.
1.9. Der Gemeinde werden neue Mitarbeiter vorgestellt und die Personalsituation wird erläutert.
Fräulein Annegret Schumann aus Potsdam kommt als frisch ausgebildete Seelsorgehelferin in unsere Gemeinde.
Frau Christiane Bluhm löst als Rendantin Herrn Cohnen ab, der viele Jahre sich um die Kirchensteuern gemüht hat und nun aus Alters- und Gesundheitsgründen diesen Dienst aufgibt.
Seit 1. Juni schon ist Herr Eckhard Grunwald als Küster und Hausmeister tätig.
Eine Haushälterin, Fräulein Monika Brillowski, ist angekündigt und beginnt am 1. 12. ihren Dienst.
Damit hat Dreifaltigkeit seit dem Pfarrerwechsel wieder ein neues und gutes Arbeitsteam. Nach St. Bernhard zieht der Diakon Werner Kießig mit seiner Familie, um dort zusammen mit seiner Frau pastoral und verwaltungsmäßig tätig zu sein. Entsprechend der erneuerten Personalsituation wird folgendes Pastoralkonzept für den Raum Brandenburg begonnen.

In der Pfarrei Brandenburg hat jeder der pastoralen Mitarbeiter einen Schwerpunkt:
Alten- und Krankenpastoral: Diakon Kießig
Erwachsenenpastoral und Gesamtleitung: Pfr. Rupprecht.
Jugendseelsorge: Kaplan
Kinderpastoral: Seelsorgehelferin.
Unbeschadet der jeweiligen Verantwortlichkeit ist jeder bei jedem entsprechend den Notwendigkeiten und Anforderungen zur Mithilfe und zur Übernahme von Aufgaben bereit.

Die Versorgung der Außengemeinden geschieht in der Weise, daß jeder der drei Geistlichen Bezugspersonen für eine der Außengemeinden ist; der Pfarrer für Lehnin- Jeserig, der Kaplan für Weseram, der Diakon für St. Bernhard. Pfr. Scholz von St. Elisabeth wird punktuell einbezogen, besonders in St. Bernhard.

23.9. Der Pfarrer beginnt einen Kurs "Glaubensinformation für Erwachsene". Ziel des Kurses ist es, Interessierte aus dem nichtkatholischen Bereich mit Inhalten unseres Glaubens bekanntzumachen und möglicherweise einige der Kirche zuzuführen. Ca. l0 Personen nehmen relativ regelmäßig teil.
17.10. Auf Anregung mehrerer Gemeindemitglieder und nach Beratung im PGR soll in der Gemeinde die Kolpingarbeit wieder belebt werden. Ein Informationsabend zu diesem Thema, getragen vom Seelsorgeamt, ist ein Reinfall (3 Teilnehmer). Jedoch sammeln sich danach die Interessierten, und es beginnen monatliche Treffen mit 2o - 30 Teilnehmern, geführt von einem vorläufigen "Familienrat". Im September 87 soll die Kolpingfamilie neu gegründet werden.
19.10. Noch einmal muß die Gottesdienstordnung konzentriert werden. Die Vorabendmesse, erst in St. Bernhard und dann im Marienkrankenhaus fällt ganz weg, die anderen Zeiten werden geringfügig verändert: Pfarrkirche: 7.3o, 10.30 und 19.oo; Marienkrankenhaus: 7.oo und l0.00 Uhr.
27.10. Der Papst lädt ein zum Weltgebetstag um Frieden nach Assisi. Ein wirklich historischer Tag, an dem Vertreter aller großen Weltreligionen gemeinsam und doch jede in ihrer Art um den Frieden beten. In unserer Gemeinde sind zwischen 16.oo und 2o.oo Uhr ständig Beter, auch aus den evangelischen Nachbargemeinden, zum stillen Gebet, zeitweise begleitet von meditativem Orgelspiel, versammelt.
8.11. Das Seelsorgeamt unter Leitung von Pfr. Kluck hält für Ehepaare des Dekanates einen Besinnungstag.
3o.11. Die Kollekte für das Bischöfliche Werk "Not in der Welt" hat einen Betrag von 32.ooo,- M eingebracht.
28.12. Wieder ein Weihnachtsspiel im Pfarrsaal mit dem Titel "An der Straße nach Bethlehem", eingeübt von Frl. Schumann, die auf literarischem Gebiet besondere Begabung zeigt.

 

 

Seitenanfang