Chronik
Katholische Pfarrgemeinde Heilige Dreifaltigkeit Brandenburg a.d. Havel
Chronik ab 1903 | - 1987 - |

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Chronik des Jahres 1987

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7.1. Im Bischöflichen Ordinariat in Berlin findet eine Besprechung statt, die die Zukunft der Schwestern und der Gebäude der Pfarrei zum Inhalt hat. Teilnehmer: Provinzoberin Gilberta, Provinzvikarin Sr. Monika, Sr. Oberin Klara, Generalvikar Steinke, Caritasdirektor Janiszewski, Pfarrer Rupprecht und Herr Wowra.

Veranlaßt wurde diese Besprechung durch eine Eingabe von Pfarrer Rupprecht, der sich gegen einen Neubau eines Altersheimes und Provinzhaus auf dem Gelände des Marienkrankenhauses aussprach, weil im Hinblick auf die Zukunft der Gemeinschaft eine Trennung vom Krankenhaus angebracht sei. Laut Protokoll wurde anvisiert, anstelle der Miethäuser Str. d. Jg. Pioniere 24/25 ein Ordenshaus zu errichten, verbunden mit einer Station für ambulante Altenpflege. Im Krankenhaus jedoch soll eine Klausur für ca. 5 Schwestern verbleiben, die das dort bestehende Altersheim weiterführen.

Der Kirchenvorstand erklärt sich in einer anschließenden Sitzung mit Plänen in dieser Richtung einverstanden. In der nächsten Zeit sollten die Absprachen mit allen entsprechenden Stellen stattfinden. Für die Pfarrei soll in diesem Zusammenhang ein erneuertes Gemeindezentrum entstehen, um den Bedarf an geeigneten Räumen zu decken.

28.2. In der Zeit vom 28. 2. - 25. 3. Kur für vorschulpflichtige Kinder in Zinnowitz unter Leitung von Frl. Brillowski, Positives Echo auf dieses Unternehmen.
13.3. Erste Fastenpredigt. Thema der Predigten: Buße u. Bußsakrament 1. Biblische Besinnung: Diakon Kießig 2. Dogmatische Grundlegung: Kpl. Friedrichowicz 3. Vollzug des Bußsakramentes: Pfr. Rupprecht Die Predigten wurden in fast allen Gemeinden des Dekanates gehalten. Auffallend viele Gemeindemitglieder gingen in der österlichen Zeit zum Bußsakrament. Vielleicht ein Zusammenhang mit den Predigten?
26.3. Straßensammlung für den kirchlichen Aufbau, wie jedes Jahr. Es finden sich immer weniger Sammler! Grund zu einem Wort an die Gemeinde am darauffolgenden Sonntag. Dafür wieder große Gebefreudigkeit beim Fastenopfer: 16.ooo,- M
8.5. Ehepaar Nitschke feiert in der Pfarrkirche in einem festlichen Gottesdienst die Silberhochzeit. Am Nachmittag Zusammensein im Pfarrsaal.
9.5. Herr Joachim Klauss erhält in einem Gottesdienst in Berlin, Pappelallee, seine Beauftragung als Diakonatshelfer. Nunmehr zwei, die diesen Dienst ausüben.
10.5. 15 Kinder gehen zum Ersten Heiligen Kommunion.
16.5. zum 2. Mal findet über das Wochenende im Saal des Marienkrankenhauses (ein Seminar für Brautleute statt, an dem 12 Paare aus dem Dekanat teilnehmen. Es soll jährlich stattfinden.
1.6. Im Rahmen der ökumenischen Woche ökumenischer Gottesdienst in St. Gotthard. Geringe Beteiligung, vor allem von evangelischer Seite. Am Donnerstag in St. Katharinen ein ökumenisches Treffen für Mitglieder der kirchlichen Räte und ehrenamtlichen Mitarbeiter. Es war ein für alle Beteiligten wertvoller Gedankenaustausch.
8.6. Dekanatstag in Lehnin unter dem Motto "Zu lebendiger Hoffnung wiedergeboren". Der Tag war zugleich Statio für das Katholikentreffen in Dresden. Der Tag schloß mit der Kreuzfeier. Ein großes Kreuz, das durch die Dekanate zog und dann in Dresden mit den Kreuzen der anderen Jurisdiktionsbezirke in einer Kreuzvesper aufgerichtet wurde, war der Mittelpunkt der Kreuzfeier.
2o.6. Zusammen mit der Belziger Kantorei unter Leitung von Thea Labes wirkt unser Chor mit bei der Aufführung des David - Oratoriums von Reißiger in der Marienkirche in Belzig. Großer Beifall zeugte davon, daß es ein gelungenes Unternehmen war. Für unseren Chor gehören die Werke von Reißiger wohl zu den anspruchvollsten kirchenmusikalischen Bemühungen. Überhaupt hat sich der Chor nach der Zusammenlegung mit Nord unter der Leitung von Martin Mitrenga in letzter Zeit profiliert. Freilich ist es immer schwer, Männer und Jugendliche für den Chorgesang zu gewinnen. Es ist vorwiegend das "Mittelalter", das sich im Kirchenchor engagiert.
21.6. Fronleichnamsprozession auf dem Gelände des Krankenhauses. In diesem Jahr wieder voll entfaltet für alle Gemeinden der Stadt. Sehr gute Beteiligung. Am Nachmittag Gemeindefest unter der Linde für Jung und Alt. Im Mittelpunkt ein Katzenspiel, dargeboten von Kindern unter der Leitung von Frl. Schumann.
28.6. Primiz von Bertram Tippelt, der am Vortag in St. Hedwig geweiht wurde. Er stammt aus St. Bernhard, wollte aber gern in Dreifaltigkeit seine Primiz feiern, um möglichst vielen die Teilnahme zu ermöglichen. Es war ein großer Gottesdienst in guter Atmosphäre. Dr. März aus Erfurt hielt die Primizpredigt. 7 Priester konzelebrierten. Primiz-Essen im Ratskeller, Gemeindefest am Nachmittag in St. Bernhard. Zum Abschluß des Tages Vesper und Primizsegen. Bertram hat auf eigenen Wunsch sein Diakonat um ein Jahr verlängert und in Prenzlau als Diakon Dienst getan. Er brauchte dieses Jahr noch, um zur Ruhe zu kommen und die notwendige Disposition zur Priesterweihe zu erlangen. Prenzlau ist auch seine erste Kaplanstelle. In guter Atmosphäre verlief auch die "Primizvesper" am Vorabend mit der Jugend aus Brandenburg und aus den Gemeinden, in denen er vorher als Praktikant und Diakon war. Möge er in seinem Dienst vielen zum Segen werden!
3.7. Im Rahmen einer Vesper wird Kaplan Friedrichowicz verabschiedet, der zum Rektor des Christian Schreiber - Hauses in Alt - Buchhorst ernannt worden ist. Nach der Vesper Begegnungsmöglichkeit auf dem Pfarrhof. Kaplan Friedrichowicz hat in seiner frohen und spontanen Art alle Generationen angesprochen, besonders jedoch die Jugend, für die er einfach "Spitze" war. Möge er in AB der Jugend des Bistums zum Segen werden.
4.7. Man kann nicht jede Trauung in der Chronik festhalten. Jedoch die Trauung von Clemens Kießig mit Annett Galla war ein Ereignis an dem die Gemeinde, vor allem die jungen Leute, sehr großen Anteil nahmen. Sicher auch eine Anerkennung des Diakons und seiner Familie.
12.7. Vom l0. - 12. 7. Katholikentreffen in Dresden, ein Ereignis für die katholische Kirche in der DDR, das alle Erwartungen weit übertroffen hat. (l00.000 Teilnehmer am Abschlußtag) Auch seitens unserer Gemeinde rege Beteiligung. Am sogenannten kleinen Katholikentreffen am Sonnabend (Delegiertentreffen) mit l0 verschiedenen Themengruppen, nahmen l0 Personen aus unserer Gemeinde teil. Zum Abschlußtag mit dem Sonderzug fuhren 4o Personen mit; viele fuhren mit eigenem Wagen. Insgesamt waren gut l00 Teilnehmer aus Dreifaltigkeit in Dresden. Vielen bedeutete dieses Treffen echte Stärkung für ihr Christsein in der Diaspora.
1. 8. Dreifaltigkeit hat wieder einen neuen Kaplan; der Neupriester Bernd Krause aus der Pfarrei Corpus Christi in Berlin. Einführung am Sonntag, d. 2. 8., Primizsegen nach allen Gottesdiensten. Seine ursprüngliche Ausbildung als Lehrer mit einem Jahr Praxis an der sozialistischen Schule wird ihm sicher helfen, Kinder und Jugendliche zu verstehen und zu führen.
17.8. Wieder 2 Wochen RKW in Lehnin. Gott sei Dank nehmen die Kinder gern an diesen Wochen teil. Dieses Mal sind es, zusammen mit einigen Kindern aus den Nachbarpfarreien des Dekanates, in jedem Durchgang 4o Kinder.

 

Fortsetzung der Chronologie von Pfarrer Richard Rupprecht:

09.09.87
Kardinal Meisner hält in der Pfarrkirche eine Festmesse anläßlich der Goldenen Ordensprofeß von Sr. Odilo und der Silbernen Ordensprofeß weiterer fünf Schwestern aus dem St. Marienkrankenhaus.

07.11.87
Die ehemalige ökumenische Kreiskirchenband hat sich den Namen "Patchwork" zugelegt. Der Name spricht für den Inhalt. Sie will ein sehr buntes Programm anbieten, mit Nähe zu christlichen Themen. Dies kommmt auch beim Konzert am 07.11. in der Dreifaltigkeitskirche zum Ausdruck. Die meisten Mitglieder der Band gehören der Dreifaltigkeitsgemeinde an: Christoph Kießig, Clemens Kießig, später auch Claudius Kießig, Frank Menzel, Raimund Menzel, Jürgen Holz (der später von Clemens Müller abgelöst wird). Andreas Schalinski gehört zur ev. Kirche, desgleichen Bettina Gall als Sängerin, die später konvertiert. Die Band gewinnt zunehmend an Profil und ist viel unterwegs in Kirchengemeinden beider Konfessionen und bei großen kirchlichen Ereignissen, z.B. Katholikentage und Ev. Kirchentage. Die kirchliche Nähe behält Patchwork in all den Jahren überzeugend bei.

14.11.87
Die hl. Messe wird gefeiert anläßlich der Goldene Hochzeit der Eheleute Alma und Felix Nowitzki. Beide haben für die Gemeinde große Verdienste: Alma Nowitzki als engagierte Förderin des Werkes für geistliche Berufe und Felix Nowitzki als Mitglied des Kirchenvostandes, der nicht nur bei Sitzungen zur Verfügung steht.

22.11.87
Die Delegierten beim Katholikentreffen kommen zu einer Auswertung des Katholikentreffens zusammen. Das Treffen hat einen großen Nachhall bei den katholischen Christen in der DDR erfahren, was auch in der Gemeinde spürbar war. Ein neues Selbstbewußtsein der katholischen Kirche war spürbar.

06.12.87
27 Jugendliche empfangen durch Weihbischof Wolfgang Weider das hl. Sakrament der Firmung.

29.11.87
Die Kollekte für das Bischöfliche Werk "Not in der Welt" erbrachte einen Betrag von 29.000,- Mark. Ein erneuter Beweis der großen Spendenbereitschaft der Gemeinde.

28.12.87
Das Vivaldiorchester gibt ein weihnachtliches Konzert und erntet dankbaren Applaus. Junge Erwachsene aus der Gemeinde (Claudia Nitschke, Dorothea und Barbara Strobach, Cordula Bluhm, Andreas Lang, Anne Mitrenga) und weitere Jugendliche (Angela Malepse) gehören dazu und begleiten viele kirchliche Ereignisse, vor allem die Christmesse am Weihnachtsfest, mit ihrer großartigen Instrumentalmusik. Kurze Zeit nach der Wende fiel die Gruppe auseinander, da alle ihre je eigenen Wege gehen mußten.

 

 

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Unsere älteren Schwestern in den Jahren vor der Wende vor der Rückkehr ins Mutterhaus Völklabruck. (1987)

 

 

 

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Silberne Profeß 1987

 

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