Chronik
Katholische Pfarrgemeinde Heilige Dreifaltigkeit Brandenburg a.d. Havel
Chronik ab 1903 | - 1995 - |

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2000                  
 
Chronik des Jahres 1995

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14.01.95
In Lehnin wird das erneuerte Gemeindezentrum eingeweiht, das auch für die Brandenburger Dreifaltigkeitsgemeinde von großer Bedeutung ist, da die Kinder dort regelmäßig zu den RKW zusammenkommen und die Jugend das Haus zu Wochenenden nutzt. Auch andere Gemeindegruppen nutzen das Haus. Im Blick auf Pater Alfons Engler, der nach dem Krieg die Lehniner Gemeinde gegründet hat und auch mit der Unterbringung von Kindern und Jugendlichen begann, erhält das Haus den Namen Pater-Engler-Haus.
Die Mittel für die Sanierung der Altbausubstanz und des Anbaus stellten das Bischöfliche Ordinariat und das Bonifatiuswerk zur Verfügung. Die Begleitung der Baumaßnahme seitens der Kirchengemeinde übernahm der Küster und Hausmeister Thomas Grunwald, der mit seiner Frau Beate seit 1991 die Sorge um die Kirchengemeinde und das Pater-Engler-Haus wahrnimmt, nachdem die bisherige Seelsorgehelferin Hildegard Marx abgelöst worden war. Das Haus erfährt großen Zuspruch und wird zu allen Jahreszeiten, an Wochenenden und in den Ferien, von vielen kirchlichen und nichtkirchlichen Gruppen besucht.

21.01.95
Die Belziger Kantorei singt in der Pfarrkirche zusammen mit einigen Sängern aus Brandenburg und begleitet von einem Orchester die Messe von Reißiger, eines aus Belzig stammenden Komponisten, den die Kantorin Thea Labes neu entdeckt und zur Aufführung gebracht hat.

05.02.95
Es wird eine neue Gottesdienstordnung eingeführt: Samstag 18.00 Uhr eine Vorabendmesse in St. Nikolai; Sonntag: 8.30 Uhr Frühmesse und 10.00 Uhr Familienmesse in Dreifaltigkeit. Begründung: St. Nikolai soll wohl eine Betonung als Gottesdienstkirche erfahren, aber es soll keine Parallelgemeinde zu Dreifaltigkeit entstehen, was sich bei der Feier am Sonntag anbahnte. Der Schwerpunkt soll bei Dreifaltigkeit liegen, weil die Begegnung in Verbindung mit dem Gemeindezentrum für die Gemeindebildung sehr wichtig ist. Diese Veränderung sollte sich im Blick auf die Zukunft bewähren.

12.02.95
Der Familiengottesdienst wird im Rundfunk über ORB und SFB übertragen. Dies wird insofern von der Gemeinde als etwas Besonderes erfahren, als vor der Wende an eine solche Möglichkeit gar nicht zu denken war.

25.02.95
In einem Festgottesdienst, zusammen mit dem Weihbischof Wolfgang Weider und einigen Priestern, begeht Pfarrer i.R. Harry Semrau sein Diamantenes Priesterjubiläum. Die Gemeinde, deren Pfarrer er 23 Jahre war, nimmt an diesem Fest regen Anteil. Er selbst kann noch zelebrieren, wenngleich es ihn schon große Mühe kostet. Anschließend kommen alle im Pfarrsaal zu einem festlichen Empfang zusammen. Es war das letzte Fest, das Pfarrer Semrau öffentlich begehen konnte.

10.03.95
Unter dem Thema "Gestern ist heute" beginnt eine Reihe von drei Fastenpredigten, die sich mit einer Rückschau auf die Ereignisse vor 50 Jahren befassen.

11./12.03.95
An diesem Wochenende wird der neue Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat gewählt. Es ist erfreulich, daß sich so viele Kandidaten zur Verfügung gestellt haben, so daß wirklich von einer Wahl gesprochen werden kann. Auch die Beteiligung an der Wahl (KV 435, PGR 443) ist gut. Zur Vorsitzenden des neuen PGR wird Frau Gabriele Schulte gewählt, die mit Kompetenz das Gremium leitet.

29.04.95
21 Jugendliche der Gemeinde empfangen durch Kardinal Georg Sterzinsky das hl. Sakrament der Firmung.

08.05.95
Ökumenisches Gedenken an das Ende des 2. Weltkrieges vor 50 Jahren. An drei für das Ende des Krieges bedeutsamen Punkten der Stadt - St. Katharinen, Soldatenfriedhof und Krematorium - versammeln sich die Teilnehmer und ziehen nach St. Nikolai zu einer abschließenden Gedenkfeier. Der Veranstalter (Ökumenischer Arbeitskreis) hatte eine größere Beteiligung erhofft. Dennoch war dieses Gedenken ein deutliches öffentliches Zeichen in der Stadt Brandenburg.

28.05.95
23 Kinder der Gemeinde gehen zur Ersten Heiligen Kommunion.

05.06.95
Da auf dem Gelände des Klosters in Lehnin gebaut wird, findet der Dekanatstag in Potsdam statt. Beeindruckend der Gottesdienst in der Kirche St. Peter und Paul. Etwas schwierig die Voraussetzungen für die übrigen Veranstaltungen um die Kirche herum.

17.-20.06.95
Im Rahmen der Partnerschaft mit St. Martin / Kaiserslautern ist eine Gruppe aus Rodriguez zu Besuch in unserer Gemeinde. Höhepunkt ist die Mitgestaltung der Fronleichnamsprozession durch die Gruppe und eine Begegnung mit dem PGR. Darüber hinaus ergeben sich einige persönliche Kontakte .

24.25.06.95
Das Wochenende steht im Zeichen der Priesterweihe und Primiz von Matthias Laminski.
Er hat sich in Magdeburg und Erfurt auf seinen Weg als Priester im Bistum Berlin vorbereitet. Eine geistliche Heimat hat er im Fokolare gefunden.
Mit dem Bus fahren einige Gemeindemitglieder zur Priesterweihe in die St. Hedwigskathedrale. Den Weihetag verbringt Matthias vorwiegend im Kreis seiner Angehörigen und Freunde.
Am Sonntag begeht er inmitten der Gemeinde seine Primiz. Kinderschola und Gemeindegesang hat er sich als Gestaltungselemente für den Gottesdienst gewünscht. Dr. März aus Erfurt hält die Primizpredigt. Nach dem Gottesdienst Gratulationen. Als Geschenk der Gemeinde bekommt er eine Opferschale, passend zu einem Kelch, den er von einem verstorbenen Priester geschenkt bekommen hat.
Am Nachmittag steht das "Gemeindefest unter der Linde" und die Dankandacht mit Primizsegen im Zeichen der Festesfreude.
Seine 1. Kaplansstelle ist die Gemeinde "Maria Frieden" in Berlin - Mariendorf.

05.09.95
Die Senioren unternehmen zusammen mit Diakon Kießig eine Seniorenfahrt nach Vöcklabruck in Österreich, die großen Anklang findet. Vor allem das Zusammensein mit den ehemaligen Schwestern aus Brandenburg wurde dankbar erwähnt.

10.09.95
Pater Clemens Nodewald feiert in St. Elisabeth sein Silbernes Priesterjubiläum. Die Gemeinde nimmt regen Anteil, da er durch sein Engagement große Anerkennung erfährt.

29.10.95
In St. Bernhard werden im Rahmen der hl. Messe und bei einem Zusammensein am Nachmittag Diakon Werner Kießig und seine Frau Regina verabschiedet. Mit Wirkung vom 1.11.95 ist er zum Diakon in der Gemeinde Binz auf der Insel Rügen ernannt. Für ihn und die Gemeinde ein spürbarer Einschnitt, da er vor der Diakonenweihe als Dekanatsfürsorger und nach der Weihe als Diakon immer in Brandenburg tätig war. Seine Wirksamkeit war bei vielen sehr anerkannt, vor allem in der Seniorenarbeit und in der Krankenseelsorge, die ihm besonders anvertraut waren, aber auch resultierend aus der Zeit, da er Pfr. Semrau in vielfältiger Weise engagiert zur Seite stand. Seine demonstrativ konservative Einstellung in vielen Fragen wurde von manchen aber auch kritisch und befremdlich aufgenommen. Seine Versetzung geschah auf eigenen Wunsch, da er einigen Konflikten mit den Patres (die in St. Bernhard die Gottesdienste wahrnahmen) und anderen Mitarbeitern in der Gemeinde wohl aus dem Weg gehen wollte und sich auf einer neuen Stelle auch eine selbständigere Position erhoffte. Eine Erwartung, die sich nur begrenzt erfüllen sollte.

Für St. Bernhard wurde eine Ausschreibung in der Gemeinde vorgenommen. Angeboten wurde das Pfarrhaus als Mietwohnung und eine 25%-ige Dienststelle für Küster- und Hausmeisterdienste. Von den vier Bewerberfamilien entschied sich der Kirchenvorstand für Familie Jörg Schreiber. Die Familie wurde im Gottesdienst der Gemeinde vorgestellt und übernahm sehr motiviert die Aufgabe. Mit Wirkung vom 01.01.96 wurde Frau Ilona Schreiber als Küsterin und Hauswartin angestellt, wobei es der Familie anheimgestellt sein sollte, wie sie die Aufgaben auf die Familie verteilen. Neben den technischen Diensten ist Familie Schreiber Anlaufstelle für Anliegen vor Ort und Vermittlung zum Pfarramt. Abgesehen von wenigen Ausnahmen sollte sich dieses Modell als funktionsfähig erweisen.

07.-14.11.95
Nach gründlicher Vorbereitung unternimmt eine Gruppe von 50 Gemeindemitgliedern unter der Leitung von Pfr. Rupprecht und Herrn Josef Vopravil eine Pilgerfahrt nach Israel. Freie Plätze wurden durch Angehörige und Freunde aufgefüllt. Diese Pilgerfahrt erwies sich für alle als ein gelungenes geistliches und touristisches Unternehmen. Vorbereitung und Nachbereitung waren gute Anlässe zu pastoralen Begegnungen. Ein Tagebuch, das jeden Tag von einem anderen Reisemitglied geschrieben wurde, hielt die wichtigsten Ereignisse fest. Ein zeitgeschichtlich bedeutsamer Akzent dieser Reise war ein Besuch am Grabe von Iytzhak Rabin, der wegen seiner Friedensbemühungen zwischen Israelis und Palästinensern wenige Tage vorher von einem fanatischen Israeli bei einer Kundgebung erschossen worden war.

 

 

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