Chronik
Katholische Pfarrgemeinde Heilige Dreifaltigkeit Brandenburg a.d. Havel
Chronik ab 1903 | - 1998 - |

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Chronik des Jahres 1998

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04.02.98
Vertreter von Pax Christi, Berlin, gestalten in St. Nikolai das Ökumenische Friedensgebet.

12.04.98
Die Fastenaktion Misereor erbrachte einen Betrag von 13.188,- DM.

21.-23.04.98
Unter dem Thema "Gott richtet Lebensmüde auf" findet die Ökumenische Bibelwoche im Pfarrzentrum statt. Stellen der Propheten werden im Gespräch bedacht.

26./27.04.98
Das Dekanatssingewochenende begeistert wieder Kinder und Erwachsene. Sowohl der gemeinsame Gottesdienst als auch die anschließende Aufführung des Singspiels "Die Jahresuhr" finden frohe Zustimmung.

02./03.05.98
Mitglieder des PGR St. Martin/KL sind in der Gemeinde zu Gast. Es findet wieder ein Erfahrungsaustausch zwischen den Räten der Gemeinden statt. Im Rahmen einer Vesper am 02.05. wird links unter der Empore die St.Martins-Ecke eingeweiht. Ein in Kupferblech getriebenes Bild des hl. Martin und der St. Martinskirche soll an die Partnerschaft erinnern. Die Dreifaltigkeitsgemeinde wird durch die Linde auf dem Pfarrhof dargestellt. Eine eigens in St. Martin gefertigte Kerze wird gesegnet und aufgestellt.

06.05.98
Das ökumenische Friedensgebet in St. Nikolai wird im Gedenken an Pfr. Bruno Schubert gehalten, der bis 1937 Pfarrer an Dreifaltigkeit war und unter den Nationalsozialisten im Polizeigefängnis in Berlin umkam.

03.05.98
Im Rahmen der Sanierungsmaßnahmen an der Pfarrkirche wird der Eingangsbereich der Kirche neu gestaltet. Ein neues Portal wird von der Firma Haberjoh hergestellt, die Zwischendecke im Vorraum herausgenommen und eine Glastür in Stahlrahmen als Zwischentür eingebaut.

24.05.98
17 Kinder der Gemeinde gehen zur Ersten Heiligen Kommunion.

01.06.98
Anläßlich des Jubiläumsjahres 1050 Jahre Bistum Brandenburg findet der diesjährige Dekanatstag der Dekanate Brandenburg und Potsdam nicht wie gewohnt in Lehnin statt, sondern in Brandenburg. Der Dekanatsrat hat ein großes Programm vorbereitet, und über 50 Frauen, Männer und Jugendliche der Dreifaltigkeitsgemeinde haben sich am 25.05. im Gemeindehaus eingefunden, um die technischen und organisatorischen Vorbereitungen zu treffen.

In St. Katharinen findet mit Kardinal Georg Sterzinsky der Festgottesdienst statt, gestaltet mit der Kinderschola, der Band "Et tamen" und dem Kirchenchor. Weit über 1000 Gläubige aus den Dekanaten nehmen an dem Gottesdienst teil. Mittagessen gibt es aus der Gullaschkanone vor St. Pauli. Am Nachmittag findet ein Programm für Kinder auf dem Pfarrhof statt, ein Vortrag von Dr. Michel Höhle zur Geschichte des Bistums Brandenburg und Berlin in der Dreifaltigkeitskirche und ein von Pfr. Krause geleitetes Kabbaret im alten Refektorium des St. Pauliklosters. Die Band Patchwork läßt den Tag mit einem begeisternden Konzert ausklingen. Eine Ausstellung zur Geschichte des Bistums konnte in den Pausen im Kreuzgang besichtigt werden. Da es in der Mittagszeit kräftig regnete, verließen viele vorzeitig den Dekanatstag. Dennoch war auch der Nachmittag ein frohes Erleben.

Mit diesem Dekanatstag sollte seitens der katholischen Kirche ein deutlicher Beitrag zu den vielen Veranstaltungen der Stadt zum Jubiläumsjahr geleistet werden. Er erreichte allerdings in der Öffentlichkeit nicht jene Aufmerksamkeit, die erhofft wurde. Für alle Beteiligten jedoch war es ein großer Tag.

31.05.98
Im Rahmen des ökumenischen Friedensgebetes wird in St. Nikolai die Ausstellung "Im Zeichen des Kreuzes - Vom Bistum Brandenburg zum Bistum Berlin" , zusammengestellt und erläutert von Dieter Hanky, eröffnet. Sie wird von vielen Brandenburgern und Auswärtigen besucht. Auch diese Ausstellung ist ein Beitrag zum großen Jubiläumsjahr.

14.06.98
Ein weiteres Jubiläum wird in diesem Jahr begangen: 900 Jahre Zisterzienser in der Mark Brandenburg. Aus diesem Anlaß findet in der Klosterkirche Lehnin ein ökumenischer Gottesdienst mit Bischof Huber und Weihbischof Weider statt, bei dem Weider die Festpredigt hält. Er erläutert das geistliche Vermächtnis der Zisterzienser in der Mark, dem sich das evangelische Stift, wie es Bischof Huber betont, auf eigene Weise verpflichtet weiß.

27.06.98
Anläßlich des Jubiläumsjahres findet in und um St. Katharinen ein ökumenisches Sommerfest statt. Zugunsten dieses Festes fällt das Gemeindefest "Unter der Linde" aus. Die Beteiligung liegt unter den Erwartungen, auch seitens der Dreifaltigkeitsgemeinde. Doch war die ökumenische Gemeinschaft diesen Einsatz wert.

02.07.98
Im Alter von 76 Jahren verstirbt in Bonn Prof. Wilhelm von Eiff. Über mehrere Jahre hielt er immer wieder Vorträge in der Gemeinde, die von vielen besucht wurden. Da er Berater der Deutschen Bischofskonferenz besonders zu sexualethischen Fragen war, kreisten seine Vorträge meist um dieses Thema. Dabei vertrat er gesunde katholische Positionen, beurteilte jedoch manche römische Positionen recht kritisch. Durch die regelmäßigen Besuche entwickelte sich ein freundschaftliches Verhältnis zur Gemeinde und sehr persönlich zum Pfarrer.

05.09.98
Der jährliche Brandenburgtag, eine Großveranstaltung des Landes Brandenburg, findet aus Anlaß des Jubiläumsjahres in der Stadt Brandenburg statt. Ca. 150.000 Menschen sind in der Stadt unterwegs, um die vielfältigen Veranstaltungen wahrzunehmen. Die Atmosphäre des Tages war froh und friedlich. Die Kirchen waren durch zwei Akzente vertreten. Richtung Domlinden waren Diakonie und Caritas durch viele Informationsstände vertreten, die das Spektrum sozialer Dienste durch die Kirchen darstellten. Als geistlichen Beitrag wurde in alle Kirchen der Stadt zu einer Atempause in der Kirche eingeladen. Die Resonanz war recht bescheiden, da die "lauten" Veranstaltungen mehr gefragt waren. Zudem war dieses kirchliche Angebot entgegen vorheriger Absprachen mit der Organisationsleitung des Brandenburgtages nicht im Programm ausgewiesen. Wenn auch die kirchlichen Erwartungen nicht erfüllt wurden, war der Tag jedoch im profanen Sinn der Stadt und des Landes ein gelungenes Unternehmen, das das negative Image der Stadt ein wenig aufbessern konnte.

08.09.98
Im St. Hedwigskrankenhaus in Berlin verstirbt nach langer und schwerer Krankheit im Alter von 49 Jahren Pfr. Burkard Simon. Er stammt aus der Dreifaltigkeitsgemeinde, und seine Mutter, die zur Gemeinde gehört, mußte den schweren Leidensweg ihres Sohnes bis zum Sterben miterleben.

12.09.98
Kardinal Georg Sterzinsky weiht in der Dreifaltigkeitkirche den Priesteramtskandidaten Andreas Sommer aus Lehnin zum Diakon. Die Familie des Weihekandidaten, die Lehniner Gemeinde und Helfer der Dreifaltigkeitsgemeinde bereiteten mit viel Liebe das Fest vor. Um 10 Uhr ist in der Pfarrkirche der Weihegottesdienst, anschließend im Pfarrsaal ein Beisammensein mit allen, die sich ihm verbunden fühlen. Der Weg des Weihekandidaten, der einer treuen katholischen Familie entstammt, wird auf humorvolle Art und Weise von den Angehörigen in Wort und Bild geschildert.

12.09.98
Am Abend des Weihetages von Andreas Sommer löst ein Großbrand in der Kirchhofstraße Angst und Schrecken aus. Unmittelbar gegenüber der Kirche und dem Seniorenzentrum, auf der anderen Seite des Kanals, steht ein ausgedienter Speicher in einer Höhe von 5 Etagen voll in Flammen. Bedingt durch die Windrichtung geht der Funkenflug über das Dach der Dreifaltigkeitskirche. Erinnerungen werden wach an 1945, als durch Funkenflug von der brennenden St. Paulikirche die Dreifaltigkeitskirche Feuer fing und ausbrannte. Glücklicherweise war vor wenigen Wochen im Rahmen der Kirchensanierung das Pappdach durch ein Zinkblechdach ersetzt worden, so daß das Feuer nicht greifen konnte. Zudem hatte es am Tag geregnet, so daß auch die Feuchtigkeit der Bäume hemmend wirkt. Die Hitzeentwicklung jedoch ist so stark, daß man hinter der Kirche nicht mehr stehen kann und die Scheiben auf der hinteren Seite des Seniorenzentrums heiß werden. Gegen Mitternacht ist die Gefahr überstanden. Die Feuerwehr ist erfolgreich bemüht, das Übergreifen auf die Nebengebäude zu verhindern. Ursache des Brandes: wahrscheinlich Brandstiftung.

14.09.98
Im Blick auf das Jubiläumsjahr 900 Jahre Zisterzienser in der Mark Brandenburg wird in St. Nikolai eine Ausstellung zu diesem Thema eröffnet. Referent des Abends ist Dr. Schwillus von der TPA Berlin, der die Ausstellung vorbereitet hat. Sie wird von vielen Interessierten aus der Gemeinde und der Stadt und dem Umland besucht.

20./21.09.98
Vermittelt durch Pfr. Dr. Manfred Deselaers aus Auschwitz ist ein Behindertenorchester aus der Nähe von Auschwitz in der Gemeinde zu Gast. Höhepunkte des Besuches sind eine öffentliche Kranzniederlegung an der Gedenktstätte am Nikolaiplatz mit anschließendem Gebet in der St. Nikolaikirche, die Feier der Gemeindemesse am Sonntag und ein Auftritt am Samstag nachmittag beim Sommerfest des Theodor-Fliedner-Heimes, einer Behinderteneinrichtung der Diakonie.

25.09.98
Die Senioren der Gemeinde starten zu einer Fahrt nach Ungarn, wo sie im Kolpinghaus am Balaton eine gute Unterkunft haben und einen Ausgangspunkt für viele interessante Unternehmungen.

04.10.98
Als Höhepunkt der Feierlichkeiten anläßlich des Jubiläumsjahres 1050 Jahre Bistum Brandenburg findet im Dom ein ökumenischer Gottesdienst statt. Kardinal Sterzinsky und Bischof Huber wirken mit und Altbischof Schönherr hält die Predigt. Im Vorfeld gab es einige Unstimmigkeiten, weil der Gottesdienst vom Domkapitel ohne rechtzeitige und ausreichende Rückkoppelung mit der katholischen Kirche geplant wurde, so daß für die katholische Seite lediglich ein Gaststatus vorgesehen war mit einer untergeordneten Rolle des Kardinals. Im Gespräch zwischen Dekan Rupprecht und Superintendent Schalinski wurde dann doch noch der Weg bereitet für einen wirklich ökumenisch vorbereiteten und durchgeführten Gottesdienst. In den Reden wird auf kirchlicher Seite der gemeinsame christliche Ursprung und der ökumenische Auftrag betont. Die Vertreter der Öffentlichkeit des Landes Brandenburg (Ministerpräsident Stolpe) und Berlin betonen das gute Verhältnis zwischen Staat und Kirche und erwarten von den Kirchen einen Beitrag zur Werteerziehung besonders der jungen Generation. Der Dom ist gut gefüllt. Bekennende Christen und viele Vertreter der Öffentlichkeit sind zugegen. Anschließend findet im Kreuzgang ein Empfang statt, bei dem vor allem die persönliche Begegnung wichtig ist.

08.10.98
Unter dem Thema "Gemeinde angefragt" findet eine vom PGR vorbereitete Gemeindeversammlung statt. Der PGR gibt Rechenschaft von seiner Arbeit. Danach findet ein reger Gedankenaustausch über pastorale Ziele und Wege statt. Ca. 50 Personen sind zugegen. Ein vorher in den Kirchen aufgestellte "Meckerbox" erbrachte Fragen und Anregungen, die an dem Abend zur Sprache kommen.

26.10.98
In St. Nikolai findet wieder ein ökumenischer Gottesdienst für die Stadtverordneten statt, die neu gewählt worden sind. Katholische Christen sind wieder überproportional in der Stadtverordnetenversammlung vertreten. Die Beteiligung am ökumenischen Gottesdienst ist gegenüber 1990 und 1994 zurückgegangen. Kirche spielt nicht mehr die Rolle wie zur Zeit der Wende. Inzwischen hat man sich etabliert.

05.11.98
Weihbischof Wolfgang Weider visitiert die Gemeinde. Er stellt fest, daß die Gemeinde eine gute pastorale Führung hat und daß die Zusammenführung der Gemeinden Brandenburgs zu einer Gemeinde exemplarisch gelungen ist. Am Abend des Tages ist ein Gottesdienst mit dem Weihbischof und eine Begegnung mit dem Pfarrgemeinderat und dem Kirchenvorstand im Pfarrsaal.

23.11.98
Unter 4 Bewerbern entscheidet sich der Kirchenvorstand für Herrn Martin Lehfeld als Küster und Hausmeister für die Gemeinde. Er löst Herrn Eckhard Grunwald ab, der diese Aufgabe über 12 Jahre wahrgenommen hat. Er wird am 27.12. am Schluß des Gottesdienstes vor der Gemeinde mit Applaus verabschiedet. In seine Dienstzeit fielen der Bau des Gemeindehauses, die Sanierung der Nikolaikirche, die Sanierung der zur Pfarrei gehörenden Häuser und die Außensanierung der Dreifaltigkeitskirche.

Er vertrat bei der planerischen und technischen Abwicklung der Maßnahmen den Pfarrer als Auftraggeber, so daß dieser sich trotz der umfangreichen Baumaßnahmen vorwiegend der Pastoral widmen konnte. Seine vielseitigen Begabungen - handwerkliche Fähigkeiten, Blumenschmuck für die Kirche , Lektoren- und Kantorendienst, Organisationstalent - setzte er engagiert zum Nutzen der Gemeinde ein. Seine direkte Art, mit den Leuten umzugehen, wurde nicht immer positiv aufgenommen. Auch Herr Lehfeld bringt für den Dienst als Küster und Hausmeister die notwendigen Voraussetzungen mit.

 

 

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