Chronik
Katholische Pfarrgemeinde Heilige Dreifaltigkeit Brandenburg a.d. Havel
Chronik ab 1903 | - 1999 - |

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2000                  
 
Chronik des Jahres 1999

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10.01.99
Unter der Überschrift Ehe und Familie in guter Gesellschaft wird ein Hirtenbrief der Bischöfe verlesen, der sich mit der Situation von Ehe und Familie in der gegenwärtigen Zeit auseinandersetzt. Ein ausgewogenes und aktuelles Wort.

31.01.99
Der Leiter des Seniorenzentrums, Herr Flinks, wirbt nach dem Gottesdienst um ehrenamtliche Mitarbeiter/innen für die Senioren. 10 Personen stehen sofort bereit. Weitere kommen im Laufe der Zeit hinzu, so daß auch auf diese Weise das Seniorenzentrum als Einrichtung der Caritas mit der Pfarrgemeinde verbunden ist.

11.02.99
Der Pfarrer beginnt einen neuen Kurs Glaubensinformation für Erwachsene.
8 Erwachsene, die am katholischen Glauben interessiert sind, nehmen daran teil. Dieser Kurs gehört über Jahre schon zur Pastoral der Gemeinde und führt immer wieder dazu, daß Jugendliche und Erwachsene durch Taufe, Konversion oder Wiederaufnahme in die Kirche eingegliedert werden.

19.03.99
Im Rahmen eines Festgottesdienstes, den Kardinal Sterzinsky in der Pfarrkirche zelebriert, legt Schwester Veronika Neugebauer die ewige Ordensprofeß ab. Sie ist z.Zt. die Letzte, die den Weg zur Gemeinschaft der Franziskanerinnen von Vöcklabruck gefunden hat. Auch diese Gemeinschaft leidet darunter, daß sie keinen Nachwuchs hat. Schwester Veronika leitet die Kindertagesstätte der Gemeinde.

13.-16.04.99
Zum Thema "Das Vaterunser" findet wieder unter engagierter Beteiligung die Ökumenische Bibelwoche statt.

01.04.99
Am heutigen Gründonnerstag ist die Kollekte für die vom Krieg in Jugoslawien betroffenen Menschen bestimmt. Mit großer Sorge wird über Wochen der Krieg der NATO gegen die Serben verfolgt, mit dem die Vertreibung der Kosovaren durch die Serben unter Milosowicz gestoppt werden soll. Nach Beendigung des Krieges braucht es noch viel Zeit und Hilfe durch Truppen der UNO, daß Kosovaren und Serben nebeneinander leben können.

27.04.99
Unter dem Thema Ausländer unter uns hält die Ausländerbeauftragte des Berliner Senats Barbara John einen Vortrag mit einer anschließenden Aussprache zur Problematik der Integration ausländischer Mitbürger. Arbeitsverbot für Asylbewerber und Gutscheine statt Geld sind Fakten, die eine Integration erschweren.

02.05.99
16 Kinder der Gemeinde gehen zur Erstkommunion.

22.05.99
Am heutigen Samstag vor Pfingsten empfangen 28 Jugendliche durch Weihbischof Wolfgang Weider das Hl. Sakrament der Firmung.

04.06.99
Nachdem das Caritas-Seniorenzentrum faktisch schon 2 Jahre in Betrieb ist, findet nunmehr die öffentliche Einweihung des Caritas-Senioren-Zentrums "St. Benedikt" durch Weihbischof Wolfgang Weider statt. Diese verspätete Einweihung hatte ihren Grund darin, daß die Rekonstruktion des ehemaligen Logenhauses wegen der Auseinandersetzungen zwischen Caritas und Denkmalspflege erst jetzt abgeschlossen werden konnte. Die Einweihung beginnt mit einem Festgottesdienst in der Pfarrkirche. Der Weihbischof schlägt in seiner Predigt eine Brücke vom hl. Benedikt als Patron des Hauses zu der Aufgabe, der sich die Mitarbeiter/innen des Seniorenzentrum stellen. Als Repräsentanten sind an diesem Tag u.a. zugegen: die Brandenburger Bundestagsabegeordnete Frau Dr. Margot Spielmann, Oberbürgemeister Dr. Helmut Schliesing, Diözesancaritasdirektor Franz-Heinrich Fischler. Am Nachmittag findet im Garten des Seniorenzentrums ein geselliges Fest statt, das mit Ansprachen der Repräsentanten eingeleitet wird.
Das Zentrum kann nunmehr das volle Spektrum entfalten: 36 Plätze betreutes Wohnen,
78 Pflegeplätze, dazu einige Plätze Tagespflege und Kurzzeitpflege.
Das Zentrum hat in der Stadt einen guten Ruf. Diesen zu erhalten und zu rechtfertigen ist mit großen Anstrengungen verbunden, da die finanziellen Engpässe der Caritas-Altenhilfe nur eine unzureichende Personaldecke zulassen. Manches, aber nicht alles kann durch ehrenamtliche Hilfe ausgeglichen werden. Die Bereitschaft aller Mitarbeiter/innen, die nur zum geringeren Teil einer Kirche angehören, ist groß.

06.06.99
Anläßlich des 10-jährigen Bestehens der Gemeindepartnerschaft St. Martin in Kaiserslautern und Hl. Dreifaltigkeit stehen die Fronleichnamsprozession und das Gemeindefest im Zeichen dieser Partnerschaft. Eine Gruppe von 35 Personen aus St. Martin ist nach Brandenburg gekommen. Die übliche Prozession vom Garten des St. Marienkrankenhauses zur Nikolaikirche kann wegen zu starken Regens nicht stattfinden, so daß die hl. Messe mit anschließender Fronleichnamsstatio in St. Nikolai stattfindet. Pfr. Kaiser als Gast hält die Festpredigt. In den Fürbitten der Statio werden die Anliegen der Partnergemeinden vor den Herrn gebracht.
Das Mittagessen nehmen die Gäste bei Familien der Gemeinde ein, um so weitere persönliche Bekanntschaften zu schließen oder zu vertiefen.
Das Gemeindefest am Nachmittag findet wie gewohnt auf dem Pfarrhof unter der Linde statt. Es bringt Gemeinde und Gäste in froher Atmosphäre näher zusammen.
Da die Gruppe ihr Quartier für eine Woche in Bollmannsruh aufgeschlagen hat, um von dort aus noch einige Ziele im Land Brandenburg anzusteuern, ergeben sich im Laufe der Woche noch mehrere Möglichkeiten, in kleineren Gruppen oder einzeln zusammenzukommen.

27.06.99
Neupriester Andreas Sommer aus Lehnin feiert in der St. Josef-Kirche in Jeserig seine Primiz. Schon an der Priesterweihe am Vortag in der St. Hedwigskathedrale nahmen nicht nur Lehniner, sondern auch einige Brandenburger teil. Der Primizgottesdienst wird mit der Kinderschola der Lehniner Gemeinde und mit Gemeindegesang gestaltet. Pfarrer Rupprecht begrüßt den Primizianten, seine Angehörigen und die Gäste, ein Freund von Andreas hält eine sehr persönlich ausgerichtete und alle bewegende Predigt.
Nach der Primizmesse fahren alle rüber nach Lehnin zum Gemeindefest, das mit einer Andacht und der Erteilung des Primizsegens abschließt. Seine erste Kaplansstelle ist die Pfarrei Hl. Dreifaltigkeit in Stralsund.

22.08.99
In Anwesenheit der Generaloberin Schwester Kunigunde aus Vöcklabruck halten die Ordensschwestern in dieser Woche ihr Provinzkapitel. Angelegenheiten der Ordensprovinz werden beraten und eine neue Provinzoberin wird gewählt. Neue Provinzoberin wird Schwester Barbara Wundrak. Sie löst die bisherige Provinzoberin, Schwester Monika Kratschmer, ab, die 12 Jahre diese Aufgabe wahrgenommen hat. In diese Zeit fiel der Bau des neuen Provinzhauses in der Neustädtischen Heidestraße, der Auszug aus dem St. Marienkrankenhaus, die Konzentrierung der Gemeinschaft auf das Provinzhaus in Brandenburg, wobei lediglich Berlin Zehlendorf mit der dortigen Kindertagesstätte als Filiale erhalten blieb.

01.09.99
Kaplan Bernhard Gewers wird verabschiedet und Kaplan Ulrich Kotzur wird eingeführt. Nach 2 Jahren bereits verläßt Kaplan Gewers auf eigenen Wunsch die Gemeinde, weil er meinte, einige Probleme mit der Jugend und im Kreis der Mitarbeiter nicht mehr sinnvoll aushalten zu müssen. Schade, denn für viele erwies er sich als guter, geistlich motivierter Kaplan. Er geht nach Rosenkranz in Berlin-Steglitz. Sein Nachfolger wird Ulrich Kotzur. Der erste Kaplan, der mit 1,98 m länger ist als der Pfarrer, der "nur" 1,94 m mißt. Er bringt gute Erfahrungen für die Jugendarbeit mit.

13.-20.09.99
Unter der Leitung von Pfr. Rupprecht und Herrn Josef Vopravil begeben sich 50 Personen aus der Gemeinde auf eine Pilgerfahrt mit dem Bus durch Frankreich. Vor allem die großen gotischen Kathedralen in Reims, Paris, Chartres und Metz waren Zielpunkte der Reise. Aber auch die Benediktinerabtei St. Benoit sur Loire, die Analge des ehemaligen Reformklosters Cluny und die Stadt Nancy beeindruckten. Geistlicher Höhepunkte war der Gottesdienst in Ars am Grab des hl. Pfarrers von Ars. Zum Abschluß geht`s nach Kaiserslautern. Das Wochenende steht im Zeichen der 10-jährigen Gemeindepartnerschaft mit St. Martin. Der gemeinsame Gottesdienst am Sonntag und eine Zusammenkunft am Nachmittag vertiefen diese Gemeinschaft.

20.-27.09.99
In diesem Jahr geht die Seniorenfahrt in die Pfalz. Neben vielen Reisezielen ist die Begegnung mit Senioren der Partnergemeinde St. Martin anläßlich des zehnjährigen Bestehens dieser Partnerschaft ein wichtiger Programmpunkt.

26.09.99
Auf dem Pfarrhof findet wieder das ausländisch-deutsche Gemeinschaftsfest statt. Es ist in diesem Jahr zugleich die Auftaktveranstaltung der Woche des ausländischen Mitbürgers. Es beginnt mit einem interreligiösen Gebet auf den Stufen des Gemeindehauses. In bewährter Weise trägt die Pfarrgemeinde diese Veranstaltung zusammen mit der Caritas-Beratungsstelle und der Arbeitsgruppe "Migration" und setzt damit ein deutliches kirchliches Zeichen für ausländerfreundliches Verhalten.

07.10.99
Im Rahmen eines Gemeindeabends gibt der Pfarrgemeinderat einen Rechenschaftsbericht und es werden die Kandidaten für den neuen Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand vorgestellt. Es ist erfreulich, daß sich genügend Kandidaten zur Verfügung gestellt haben, so daß wirklich eine Wahl stattfinden kann.

27.10.99
Unter dem Thema 10 Jahre danach - ein Gebet für unser Land findet im Dom eine ökumenische Gedenkveranstaltung an die Friedensgebete zur Wendezeit statt. Die noch greifbaren Mitglieder der damaligen Vorbereitungsgruppe des "Gebet für unser Land" mit jeweils anschließender Demonstration bereiteten auch diese Gedenkveranstaltung vor. In mehreren Statements von Personen, die damals dabei waren, wird jene Zeit reflektiert, ein historischer Rückblick ruft die einzelnen Ereignisse ins Gedächtnis und das Gebet bringt Vergangenheit und Gegenwart vor den Herrn. Die Anteilnahme an diesem Ereignis ist erfreulich, wenn auch nicht überwältigend. Wichtig ist der Hinweis, daß das "Gebet für unser Land" vor 10 Jahren vor nunmehr 5 Jahren im ökumenischen Friedensgebet wieder aufgenommen wurde, das an jedem 1. Mittwoch im Monat in St. Nikolai stattfindet und einen Kreis von 20 bis 40 Personen regelmäßig zusammenführt.

07.11.99
Im Rahmen der jährlichen Gräbersegnung auf dem Neustädtischen Friedhof wird von Pfr. Rupprecht die neugestaltete Priestergrabstätte eingeweiht. Schon lange war es ein Anliegen des Pfarrers und des Kirchenvorstandes, diese Grabstätte würdig herzurichten. Die Möglichkeit ergab sich durch das Freiwerden einer Grabstelle zwischen den beiden bisherigen Priestergrabstellen, die erworben werden konnte, so daß nunmehr eine zusammenhängende große Grabstätte gestaltet werden konnte. Mit einem Kostenaufwand von ca. 16.000,- DM konnten die alten Grabsteine aufgearbeitet und die gesamte Anlage mit Kreuz und Zaun erneuert werden. Die Kosten wurden durch Spenden aus der Gemeinde und mit Hilfe des Ordinariates ermöglicht. Die Art der Gestaltung wird zustimmend und dankbar angenommen.

14.11.99
Heute finden nach allen Gottesdiensten die Wahlen für den neuen Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat statt. Die Wahlen verlaufen ohne Zwischenfälle. Die Wahlbeteiligung ist gut. Es erweist sich bald, daß beide Gremien gut besetzt sind, so daß eine konstruktive und engagierte Arbeit in der Gemeinde möglich ist. Vorsitzende des neuen Pfarrgemeinderates ist wieder Frau Gabriele Schulte, die sich schon über eine Wahlperiode gut bewährt hat. Stellvertreter des Vorsitzenden im Kirchenvorstand ist Herr Martin Mitrenga, der ebenfalls gute Erfahrungen in diese Aufgabe einbringt.

24.12.99
Zur Eröffnung des Heiligen Jahres 2000 ist das Friedenslicht aus Bethlehem auch in unserer Gemeinde angekommen. Jugendliche haben es aus St. Hedwig hergebracht. In den Weihnachtsgottesdiensten wird auf die Symbolik dieses Lichtes hingewiesen, und nach den Gottesdiensten sind die Gläubigen eingeladen, das Licht von der Krippe, wo es brennt, mit nach Hause zu nehmen. Viele tun es.

31.12.99
Anläßlich der großen Jahreswende zum Jahr 2000 findet in St. Katharinen am Silvesterabend ein großer Ökumenischer Gottesdienst zur Jahrtausendwende statt. Superintendent Eberhard Schalinski und Pfarrer Richard Rupprecht sind die Hauptakteure dieses Gottesdienstes. Dank und Buße im Blick auf das vergangene Jahrtausend werden durch verschiedene Sprecher zum Ausdruck gebracht, sowie Hoffnungen und Aufgaben für die Zukunft. Die Kollekte wird für einen durch die CDU angeregten Fonds der Stadt für ehemalige Zwangsarbeiter in Deutschland gehalten. Damit leisten die Kirchen den ersten Beitrag für diesen Zweck. Die erhoffte Resonanz findet die Werbung für diesen Fonds nicht, da viele die moralische Notwendigkeit dieser Sammlung nicht einsehen. Am Schluß des Gottesdienstes werden Tulpenzwiebeln in bereitgestellte Schalen gesetzt, die nach dem Gottesdienst in die einzelnen Gemeinden der Stadt mitgenommen werden als Zeichen christlicher Hoffnung. Die Beteiligung an diesem Gottesdienst und das Echo auf Gestaltung und Atmosphäre dieser ökumenischen Feier wurden von allen Beteiligten als gut eingeschätzt.

 

 

 

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Firmung 1999

 

 

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Die Jugend fuhr mit
Ruderbooten zum Dekanatstag
nach Lehnin

 

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