Chronik
Katholische Pfarrgemeinde Heilige Dreifaltigkeit Brandenburg a.d. Havel
Chronik ab 1903 | - 2000 - |

 Hauptseite

      1903 1904 1905 1906 1907 1908 1909
1910 1911 1912 1913 1914 1915 1916 1917 1918 1919
1920 1921 1922 1923 1924 1925 1926 1927 1928 1929
1930 1931 1932 1933 1934 1935 1936 1937 1938 1939
1940 1941 1942 1943 1944 1945 1946 1947 1948 1949
1950 1951 1952 1953 1954 1955 1956 1957 1958 1959
1960 1961 1962 1963 1964 1965 1966 1967 1968 1969
1970 1971 1972 1973 1974 1975 1976 1977 1978 1979
1980 1981 1982 1983 1984 1985 1986 1987 1988 1989
1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999
2000                  
 
Chronik des Jahres 2000

Dokument als PDF-Datei ...

 
 

| Anlage zur Chronik des Jahres 2000 - Jugendarbeit 1999/2000
  - von Ulrich Kotzur |

06.01.2000
Im Anschluß an den Familiengottesdienst zum Hochfest Erscheinung des Herrn versammeln sich zum ersten Mal die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der Gemeinde zu einer Neujahrsbegegnung. Von fast 200 Eingeladenen sind ca. 150 gekommen. Diese Begegnung ist Ausdruck des Dankes für die vielfältigen Dienste, die ehrenamtlich geleistet werden, z.B. Kirchenvorstand, Pfarrgemeinderat, Kirchenreinigung, Kirchenchor, Kantoren, Lektoren, Besuchsdienst, Ausschüsse des Pfarrgemeinderates, Aufsichtsdienst in St. Nikolai, Sammeln für die Caritas u.a.m. Die "Hauptamtlichen" haben diesen Abend für die Ehrenamtlichen vorbereitet. Am Beginn hält der Pfarrer eine kurze Dankesrede, danach ist ein mit viel Liebe vorbereiteter Abendimbiß und ein von Jugendlichen dargebotenes Theaterstück. Alles von Musik umrahmt. Bei der Verabschiedung erhält jeder Teilnehmer eine Rose. Der Abend wurde von allen Ehrenamtlichen sehr dankbar aufgenommen und als wirkliche Wertung ihres Dienstes verstanden. Das Mitarbeiterteam hatte viel Freude an der Vorbereitung. Es besteht die Absicht, dieses Treffen jährlich zu veranstalten.

17.01.2000
Nach langer Krankheit stirbt im St. Marienkrankenhaus Pfarrer Harry Semrau kurz vor Vollendung seines 90. Lebensjahres und kurz vor seinem 65-jährigen Priesterjubiläum. Von 1962 bis 1985 war er Pfarrer der Dreifaltigkeitsgemeinde. Danach verlebte er seinen Ruhestand in der Bergstraße im Bereich des St. Marienkrankenhauses. Solange es seine Kräfte zuließen, feierte er die Gottesdienste in der Kapelle des St. Marienkrankenhauses. Seine langjährige Haushälterin, Frau Marianne Bendel, versorgte ihn auch im Ruhestand und begleitete ihn vorbildlich in den Monaten seiner Krankheit bis zum Sterben. Als Gemeindeseelsorger waren seine besondere Anliegen eine gute Grundpastoral, die Erneuerung der Kirche und der Liturgie nach den Erfordernissen des 2. Vatikanischen Konzils und eine solide Haushaltsführung. Diese Bemühungen zeigten nachhaltige Wirkung. Das Verbleiben in der Gemeinde im Ruhestand war weder für ihn noch für den Nachfolger ein Problem, vielmehr eine fruchtbare Zeit des Austausches an Erfahrungen und Anregungen.

24.01.00
Unter Beteiligung von ca. 30 Geistlichen und fast 300 Gläubigen sowie Vertretern der evangelischen Kirche und der Öffentlichkeit werden Requiem und Beerdigung von Pfarrer Semrau feierlich begangen. Weihbischof Wolfgang Weider zelebriert das Requiem und Pfarrer Hermann Josef Weinsziehr, ein langjähriger Freund des Verstorbenen, hält eine sehr persönliche und alle beeindruckende Ansprache. Eine Priesterschola singt die Kantorenteile. Nach dem Requiem geht der lange Trauerzug durch die Neustädtische Heidestraße über die St. Annenstraße und die Kirchhofstraße zum Neustädtischen Friedhof, wo er von Pfarrer Richard Rupprecht auf der neu gestalteten Priestergrabstätte beerdigt wird. Es ist ein schöner frostiger Wintertag mit einer leichte Schneedecke auf dem Friedhof, was die friedliche, österliche Atmosphäre unterstreicht.
Im Pfarrsaal findet nach den Trauerfeierlichkeiten noch eine schlichte Mahlzeit statt, die die Angehörigen, Priester, Gäste und Gemeinde noch einmal zu einer dankbaren Gemeinschaft zusammenführt.

25.03.00
Anläßlich des Heiligen Jahres 2000 findet im Gemeindezentrum ein Dekanatsbesinnungstag statt, der von mehreren Geistlichen des Dekanates vorbereitet wurde. 120 Erwachsene sind gekommen - mehr, als erwartet. Thema: "Unsere Hoffnung für euch ist unerschütterlich". Der Tag beginnt mit dem gemeinsamen Morgenlob in der Kirche. Danach Stehkaffee und Aufteilung in Gruppen. In vier Gruppen wird auf je eigene Weise - geistlicher Vortrag, Bibelgespräch, Meditation, Meditativer Tanz - die Thematik verinnerlicht. Nach dem Mittagessen ist Beichtgelegenheit bei mehreren Priestern, die zahlreich wahrgenommen wird, und geistliches Gespräch im Gemeindehaus bei Diakon und Ordensschwestern, was ebenfalls wahrgenommen wurde. Mit der Festmesse von "Verkündigung des Herrn" schließt der Tag, der von allen als wirklich geistlicher Tag dankbar angenommen wurde.

09.-11.05.00
Unter dem Thema "Leben aus Glauben" findet im Gemeindezentrum bei erfreulicher Beteiligung die Ökumenische Bibelwoche statt.

13./14.05.00
Große Begeisterung bei Kindern und Erwachsenen herrscht beim Dekanatssingewochenende unter der Leitung der Gemeindereferentin, Frau Christina Brath. In der Kirche ein froher Kindergottesdienst und im Pfarrsaal das Singspiel "Noah unterm Regenbogen".

21.05.01
11 Kinder der Gemeinde gehen zur Erstkommunion.

03.06.00
Unter der Leitung von Pfarrer Matthias Kucklick aus Rathenow findet eine Pilgerfahrt des Dekanates zum Katholikentag nach Hamburg statt. Der Katholikentag hat in diesem Jahr in besonderer Weise Wallfahrtscharakter. Ein besonderer Akzent liegt auch auf seiner ökumenischen Ausrichtung.

07.06.00
In Trägerschaft der Wohlfahrtsverbände, einschließlich Diakonie und Caritas, findet auf dem Pfarrhof ein großes Seniorenfest statt. Die Öffnung der Gemeinde für die profane Öffentlichkeit kommt in diesem Ereignis zum Ausdruck.

12.06.00
Unter dem Thema "Unterwegs mit Gott - getragen durch die Zeit" findet in Lehnin der Dekanatstag Brandenburg/Potsdam statt. Er steht im Zeichen des Jubiläumsjahres 2000. Generalvikar Roland Steinke vertritt den Kardinal, der verhindert ist. Es ist ein besonders gelungener Dekanatstag, in Verantwortung des Dekanatsrates Brandenburg. Nach einem frischen Gottesdienst mit Kinderschola und Gemeindegesang finden sich alle auf dem "Kirchplatz zwischen Himmel und Havel" ein, wo viele Zelte aufgebaut sind mit Eß-, Spiel-, Informations- und Kaufangeboten. Sogar eine Gefängniszelle in Originalgröße ist von den Gefängnisseelsorgern aufgebaut, um eine Ahnung vom Leben in solch einer Zelle unter Verschluß zu bekommen. Es ist eine gute Begegnungszeit bei schönem Sommerwetter! Eine lockere Schlußveranstaltung mit gesponserten Preisen und eine kurze Abschlußandacht beschließen den Tag. Gut 1000 Personen, darunter viele Familien mit Kindern nahmen teil. Auch die evangelische Orts- und Stiftsgemeinde war beteiligt.

24.06.00
Markus Nowotny wird von Bischof Clemens Pickel aus Saratow zum Diakon geweiht. Markus hat seinen Zivildienst in der katholischen Gemeinde in Marx an der Wolga geleistet, wo der deutsche Priester Clemens Pickel als Pfarrer tätig war. In dieser Zeit entschloß er sich zum Studium der Theologie, um einmal Priester zu werden. Nach dem Sprachenstudium in Magdeburg studierte er in Erfurt Theologie. Ständig blieb er in Kontakt mit den katholischen Gemeinden in Rußland und mit Clemens Pickel, der inzwischen Bischof der russischen Diözese Saratow wurde. Markus ließ sich vom Erzbistum Berlin freistellen für die Diözese Saratow. Deshalb nimmt Bischof Pickel die Diakonenweihe vor. Um die Heimatgemeinde beteiligen zu können, findet die Weihe in der Dreifaltigkeitskirche statt. Aus Rußland sind neben dem Bischof und seinem Generalvikar zwei Ordensschwestern aus Marx zugegen. Viele nehmen am Weihegottesdienst teil: Angehörige und Verwandte, Priester und Diakone, Freunde und viele Leute aus der Gemeinde. Der Bischof hält eine schlichte, die Herzen berührende Predigt über den Sinn des Diakonates. Nach dem Gottesdienst ist eine Zeit der Begegnung im Pfarrsaal, die von vielen genutzt wird und in froher Atmosphäre verläuft

25.06.00
Während der Bischof und die Ordensschwestern bereits am Nachmittag Brandenburg wieder verlassen, bleibt Markus noch einige Tage im Land und nimmt an der Fronleichnamsprozession und am Gemeindefest teil. Die Statio vor St. Nikolai steht im Zeichen des fürbittenden Gebetes für die Kirche im Osten Europas. Auch das Gemeindefest steht noch im Zeichen der Diakonenweihe.

02.07.00
Anläßlich des Abschieds von Pater Winfried Pauly ist in St. Elisabeth ein festlicher Gottesdienst mit anschließender Begegnung vor der Kirche. Pater Winfried hat gut 8 Jahre sehr kompetent und anerkannt als Streetworker im Ortsteil Hohenstücken gearbeitet. Er hatte guten Kontakt zu den Jugendlichen, für die "Winnie" einfach da war. In den Gremien der Stadt kämpfte er für seine Jugendlichen und war deshalb dort nicht immer gern gesehen. Seiner Initiative ist es auch zu verdanken, daß der ehemalige FDJ-Jugendklub - Club am Turm - in Trägerschaft der Caritas übernommen wurde. Hier wird offene Jugendarbeit geleistet. Die anfängliche Ablehnung gegenüber allem, was mit Kirche zu tun hatte, konnte durch Pater Winfried zumindest bei den Jugendlichen weithin überwunden werden, weil er ihnen offen begegnete, ohne sein Priestersein und seine Ordenszugehörigkeit zu verbergen. Die Elisabeth-Gemeinde verabschiedet ihn mit Herzlichkeit du Wehmut.

26.08.00
Das St. Marienkrankenhaus begeht einen Tag der offenen Tür. Ziel dieses Tages ist es, möglichst viele Leute in der Stadt auf das Krankenhaus aufmerksam zu machen. Zur Zeit befindet sich das Haus in einer schwierigen Phase der Umstrukturierung zu einem geriatrischen Fachkrankenhaus. Nur so - wird gesagt - hat es eine Chance, in der Krankenhauslandschaft des Landes zu bestehen. Auch eine Tagesklinik ist eingerichtet worden. Der Tag der Offenen Tür wird von vielen Gästen wahrgenommen, das Programm ist recht vielfältig und der Tag somit ein Erfolg, den sich die MitarbeiterInnen des
Krankenhauses zuschreiben können.

01.09.00
Nach nur einem Jahr verläßt Kaplan Ulrich Kotzur die Gemeinde, um als Kaplan in das Christian-Schreiber-Haus nach Alt-Buchhorst zu gehen. Es zeigte sich in dem einen Jahr, daß er ein Charisma für junge Leute hat. Somit ist dieser Weggang wohl traurig für die Gemeinde, aber ein Gewinn für die Jugendseelsorge im Bistum. An seine Stelle tritt Kaplan Frank Felgner. Er hat in Rom studiert, war ein Jahr Sekretär beim Kardinal und Domvikar, wollte jedoch wieder in die Seelsorge und beginnt nunmehr in Brandenburg seinen Dienst als Kaplan.

23.10.00
Unter dem Thema "Der Gelbe Stern - Deutsches Judentum von 1900-1945" wird in St. Nikolai eine Fotoausstellung eröffnet. Ein jüdischer Zeitzeuge, Heinz Kallmann aus Berlin, stellt die Ausstellung vor und steht als Gesprächspartner zur Verfügung. Viele Schüler aus der Stadt nehmen an der Eröffnungsveranstaltung teil. Die Ausstellung findet bei den Besuchern großen Anklang. Leider mußte sie bereits am 3.11. abgebaut werden, um in Potsdam gezeigt zu werden. Zeitlich kam die Ausstellung gerade richtig, da das Thema Rechtsradikalismus und Gewalt aufgrund ausländerfeindlicher und antijüdischer Vorkommnisse im Land überall diskutiert wird.

27.11.00
Zur Vorbereitung des Jubiläums 150 Jahre Hl. Dreifaltigkeit am 12. August 2001 findet mit ca. 40 Ehrenamtlichen ein erstes Planungsgespräch für das Jubiläumsjahr statt. Da das eigentliche Kirchweihdatum in die Ferien fällt, wird die Feier des Jubiläums auf zwei Schwerpunkte im Laufe des Jahres verteilt: die Feier des Fronleichnamsfestes mit anschließendem Gemeindefest am 17. Juni und die ökumenische Festwoche vom 23.9.-30.9. mit der ev. St. Katharinengemeinde, die das 600-jährige Bestehen der Katharinenkirche feiert. Ein ökumenischer Arbeitskreis bereitet diese Woche vor.

15.12.00
Die Ordensschwestern der Gemeinde, die Franziskanerinnen von Vöcklabruck, begehen ihr 75-jähriges Ortsjubiläum. 1925 kamen die ersten Schwestern aus Vöcklabruck, von der Berliner Caritas gerufen, um den Dienst im St. Marienkrankenhaus zu übernehmen. Nach einer schwierigen Anfangsphase prägten sie bald das Haus, so daß es in der Stadt zunehmend an Ansehen gewann. Auch in der Kirchengemeinde wirkten die Schwestern segensreich. Im Laufe der Jahre stellte sich auch Ordensnachwuchs aus dem Osten Deutschlands ein. Leider trat in den letzten Jahren keine Frau mehr in die Gemeinschaft ein. Da die österreichischen Schwestern in den letzten Jahren aus Altersgründen nicht mehr die Aufgaben im Krankenhaus wahrnehmen konnten, sahen sich die Schwestern genötigt, ihren Dienst im St. Marienkrankenhaus aufzugeben. Sie zogen 1994 ins neue Provinzhaus in der Neustädtischen Heidestraße und nehmen jetzt Aufgaben im Caritas-Seniorenzentrum und in der Gemeinde wahr.
Kardinal Georg Sterzinsky zelebriert die Festmesse und hält die Predigt. Schwestern aus Vöcklabruck und den USA sind zugegen und viele aus der Gemeinde und von weither, die sich den Schwestern verbunden fühlen. Im Pfarrsaal findet danach ein frohes Festessen statt. Dabei werden Grußworte gesprochen und Passagen aus der Schwesternchronik vorgelesen. Mit einer feierlichen Vesper schließt das Ordensfest.

 

 

 

Vergrößern?
75 Jahre Gotteslob und Dienst am Nächsten
- unsere Schwestern
feierten Dienstjubiläum -

 

Seitenanfang